Geschmiedet am Betzenberg: Willi Orbán will zurück nach Europa | OneFootball

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·5 marzo 2026

Geschmiedet am Betzenberg: Willi Orbán will zurück nach Europa

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Wenn die englischen Wochen fehlen, wird es ungewohnt still zwischen den Spielen. Für Willi Orbán ist genau das der irritierende Teil dieser Saison: kein Dauerrauschen, keine Flutlichtnächte, weniger Adrenalin – dafür längere Pausen, in denen der Kopf Zeit zum Nachdenken hat.

Und vielleicht ist es genau diese Stille, die seinen Antrieb noch lauter macht. Willi geht voran, sammelt Minuten wie andere Kilometer, hält die Defensive zusammen – und sagt offen, was viele fühlen: Die Wartezeit ist zu lang.


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Jetzt geht es aus seiner Sicht darum, die zusätzliche Trainingszeit in Rhythmus auf dem Platz zu übersetzen – und damit wieder Kurs auf Europa zu nehmen.

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Meilenstein im Rekordspieler-Duell

Der 2:1-Erfolg am Sonntag beim HSV war ein besonderer: Zum einen holten die Roten Bullen erstmals in dieser Saison nach einem Rückstand noch drei Punkte. Zum anderen absolvierte Willi als erster Feldspieler sein 250. Bundesliga-Spiel für unsere Farben – und dies ausgerechnet im direkten Aufeinandertreffen mit Rekordspieler Yussuf Poulsen.

"Die 250 ist ein spezielles und sehr schönes Jubiläum – für beide Seiten. Der Club und ich haben uns synchron entwickelt und einiges erreicht", betont Willi in der Leipziger Volkszeitung.

Seit inzwischen elf Jahren läuft der Innenverteidiger für uns auf und gehört damit längst zum Inventar.

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Sehnsucht nach Europa

Trotzdem fühlt sich diese Saison für ihn ungewohnt an. Etwas fehlt. "Ehrlicherweise ist mir die Wartezeit zwischen den Spielen nach neun Jahren Dreifachbelastung in dieser Saison etwas lang", sagt er. Die Nächte auf internationalen Parkett vermissen wir alle. "Das wollen wir mit allem, was in uns steckt, ändern", macht unser Innenverteidiger klar.

Gleichzeitig sieht der 33-Jährige auch einen Vorteil, den es in der Crunchtime dieser Saison zu nutzen gilt. "Wir haben viel Zeit zum Regenerieren und zum Trainieren. Das muss sich bemerkbar machen, das muss man sehen."

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"Cleverness und richtige Entscheidungen"

In den vergangenen Wochen kosteten uns verpasste Torchancen oder Nachlässigkeiten bei Führungen einige wichtige Punkte. Trotzdem ist die Ausgangslage vielversprechend: Als Tabellenfünfter liegt Leipzig nur zwei Zähler hinter Rang drei.

Willi bleibt ohnehin gelassen. "Fast alles hat mit Cleverness und den richtigen Entscheidungen zu tun", erklärt er. "Uns ist klar, dass wir nicht immer wieder die gleichen Fehler machen dürfen."

Beim HSV zeigten unsere Jungs bereits die richtige Reaktion. "Nach dem 0:1 haben wir nicht an uns gezweifelt, sind ruhig geblieben, haben den Matchplan weiter verfolgt und konsequent Bälle gejagt." 

So konnten wir das Spiel drehen, am Ende brannte nichts mehr an.

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Harte Schule Betzenberg

Als Führungsspieler kommt ihm in schwierigen Phasen eine besondere Rolle zu. Der ungarische Nationalspieler hat in seiner Karriere nahezu alles erlebt und profitiert noch heute von Erfahrungen aus seinen Anfangsjahren beim 1. FC Kaiserslautern.

"Man muss Dinge ansprechen, nur so kommt man weiter", erinnert er sich. Bei seinem ersten Training mit den Profis sei er nach einem Fehlpass minutenlang von Steven Rivic aufgezogen worden.

"Nach ein paar Grätschen hieß es: aufstehen und weitermachen." Folge? "Aus solchen Situationen haben wir alle gelernt und sind daraus stärker hervorgekommen." Eine Schule, die ihn geprägt hat.

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Maschinentraining in der Pfalz

Und noch etwas hat er aus seiner Anfangszeit mitgenommen: Seine Leidenschaft für Fitnesstraining. Nicht umsonst gilt Willi als unverwüstliche Maschine, die fast nie in die Werkstatt muss. "Ich habe damals mit Krafttraining angefangen, es über die Jahre verfeinert und viel gelernt", sagt er. Ernährung, Belastungssteuerung, Prävention, Stabilität, Explosivität – kaum ein Profi legt darauf so viel Wert.

Der Lohn: Mit einer Zweikampfquote von über 69 Prozent gehört Willi erneut zu den besten Verteidigern der Bundesliga. "Fakt ist, dass man sich auch mit über 30 Jahren verbessern kann, fußballerisch, taktisch, auch körperlich." 

Und er nennt sein Erfolgsgeheimnis: "Ich gehe jeden Tag mit Freude zum Training, genieße das, was ich tue, habe nach wie vor großen Spaß am Fußball, spüre die Power auf dem Platz."

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"Ein dickes Brett" aus Augsburg

Die WO9-Power soll am Samstag auch der FC Augsburg zu spüren bekommen. In der Red Bull Arena wollen unsere Jungs nachlegen – wohlwissend, dass die Aufgabe knackig wird. Schließlich gehören die Fuggerstädter zu den formstärksten Rückrundenteams. Unter Manuel Baum gewann der FCA zuletzt drei Partien am Stück und bezwang im Januar sogar den FC Bayern.

"Da müssen wir ein dickes Brett bohren und alles reinhauen", blickt Willi voraus.

Sicher ist: Unsere Maschine läuft wieder auf Betriebstemperatur.

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