Nur die Raute
·18 marzo 2026
Glatzel über sein HSV-Dilemma: „Ich will ein paar Dinge loswerden“

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·18 marzo 2026

Die Diskussionen rund um die geringen Einsatzzeiten von Robert Glatzel nehmen nicht ab. Ganz im Gegenteil: Jetzt hat der HSV-Torjäger sogar öffentlich Stellung bezogen!
Der Hintergrund: In den letzten vier Partien saß Glatzel für die jeweils vollen 90 Minuten auf der Bank. Bei vielen HSV-Fans stößt diese Entwicklung auf absolutes Unverständnis, schoss ihre Mannschaft in diesem Zeitraum doch kein einziges Stürmertor. Hinzu kommt, dass mit Kapitän Yussuf Poulsen ein weiterer Angreifer längerfristig ausfällt.
Cheftrainer Merlin Polzin setzt in vorderster Front allerdings zumeist auf Ransford Königsdörffer und Damion Downs. Immer wieder betont Polzin, dass ihm nicht nur Physis und Abschlussqualität, sondern auch die Bewegung ohne und die Arbeit gegen den Ball wichtig seien.
„Natürlich haben wir auch schon mal darüber geredet. Und er hat seine Begründung, die er mir klar gesagt hat“, bestätigte auch Glatzel im Gespräch mit der Mopo. Und dennoch: „Dass ich jetzt gar nicht mehr gespielt habe, ist für mich nicht verständlich.“
Weiter führt der 32-Jährige aus: „Ich bin zuletzt proaktiv nach dem Leverkusen-Spiel auf den Trainer zugegangen und habe um eine Erklärung gebeten. Er hat mir seine Gründe genannt. Darüber möchte ich in der Öffentlichkeit gar nicht sprechen. Das sind interne Themen. Warum ich dann auch die nächsten beiden Spiele nur auf der Bank saß, kann ich nicht verstehen.“

Foto: IMAGO
Die sehr geringe Rolle des einstigen Zweitliga-Torschützenkönigs überrascht bei einem Blick auf die Zahlen durchaus: Mit Glatzel in der Startelf holte der HSV aus drei Spielen starke sieben Punkte. Zudem präsentiert sich der Routinier nach seinem Muskelfaserriss aus der Hinrunde wieder in bester Verfassung.
Daher könne er „nicht komplett nachvollziehen“, warum er als reiner Strafraumstürmer vermeintlich nicht in das aktuelle Spielsystem des HSV passe, so Glatzel. „Ich kann grundsätzlich gut einschätzen, dass es auch Spiele gibt, in denen andere Tugenden gefragt sind. Auf der anderen Seite konnte ich bei den drei Spielen, in denen ich in der Startelf war, auch klar zeigen, dass ich der Mannschaft mit meinem Spielerprofil helfen kann“, machte er deutlich.
Wichtig ist Glatzel: „Ich will kein Feuer legen oder mich über die Mannschaft stellen. Das bin ich nicht.“ Trotzdem wolle er „einfach nur mal ein paar Dinge loswerden und mich positionieren.“
Blickt man auf die derzeitige sportliche Situation und die nun getätigten Aussagen, ist fast zwangsläufig davon auszugehen, dass die fünfjährige Zusammenarbeit zwischen Glatzel und dem HSV im Sommer enden wird. Doch davon will der Goalgetter zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts wissen. Wichtig ist ihm nur der Klassenerhalt – und „dass ich so eine Situation, wie ich sie in den letzten neun Monaten hatte, auf keinen Fall noch mal erleben will.









































