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·19 aprile 2026
Glücklicher Punkt für den 1. FC Köln: Keine Lösungen im letzten Drittel, Probleme mit dem Matchplan

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Simon Bartsch
19 April, 2026
Nach dem 1:1 gegen St. Pauli hat sich die tabellarische Situation für die Geißböcke eher positiv verändert. Die Leistung war dagegen bedenklich.
Jubel des 1. FC Köln nach dem Duell gegen St. Pauli (Foto: Stuart Frankin / Getty Images)
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Überschwänglich fiel der Jubel nach dem 1:1 gegen den FC St. Pauli bei den Spielern nicht aus, als sie sich nach der Begegnung vor den mitgereisten Kölner Fans aufbauten. Zumindest war nicht allen Gesichtern eine Erleichterung nach dem Punktgewinn anzusehen. Dabei hatte der FC durchaus Schlimmeres verhindert. Bis in die Schlussminuten führten die Kiezkicker das Kellerduell 1:0 an. Und tatsächlich erweckte nicht viel den Eindruck, als würde sich an dem Spielstand noch etwas ändern können. „Uns ist heute nicht alles gut gelungen, gerade mit Ball haben wir nicht immer gute Entscheidungen getroffen“, sagte Thomas Kessler. Und das konnte man getrost so unterschreiben. Viel zu oft versuchten es die Kölner mit langen Bällen auf Ragnar Ache oder Said El Mala, doch die Versuche fanden nur selten einen Abnehmer. In den ersten Minuten kam der FC noch zu einigen Abschlüssen, im Laufe des Spiels wurden die Kölner harmloser und harmloser.
Und das offenbar entgegen der Marschroute. „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, mit Ball gefährlich zu werden. Wir haben zu viel die langen Bälle gespielt, das war eigentlich nicht der Plan“, sagte Kölns Coach René Wagner. Tatsächlich gewann der Gastgeber nach dem Wechsel zunehmend die Überhand, drückte den FC phasenweise tief in die eigene Hälfte. „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann nicht geschafft, hinten rauszukommen. Dann wurde es schwer. Es kommen immer mehr Ecken rein und wir bekommen nach einem Standard das Gegentor“, so der Coach weiter. Allerdings war der Eckball von Jahmai Simpson-Pusey und Eric Martel sehr schlecht verteidigt, der Treffer von Karol Mets eine folgerichtige Entwicklung. Und in diesem Moment schwand die Euphorie einer möglichen Vorentscheidung der vergangenen Tage. Im Gegenteil, der angestrebte Acht-Punkte-Vorsprung schrumpfte auf zwei Zähler zusammen. „Wenn man kurzfristig auf die Tabelle geschaut hat, sah es dann nicht mehr so gut aus“, stellte Kapitän Marvin Schwäbe fest, der gerade im ersten Abschnitt Schlimmeres gegen Andréas Hountondji verhindert hatte.
Auch nach der Führung blieb Pauli Spiel bestimmen, wenn auch nur selten richtig gefährlich. Den Kölnern fiel offensiv herzlich wenig ein. „Ich kann es mir zum Teil selbst nicht erklären. Wir haben im letzten Drittel nicht die Lösungen gefunden“, sagte Schwäbe. Doch, wenn die Kölner zwei Dinge können, dann Comeback und späte (Joker)-Tore. Wagner wechselte unter anderem Luca Waldschmidt ein. Nach einem Foul von Mets an Jakub Kaminski entschied Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck nach Ansicht der Bilder auf Elfmeter und eröffnete dem FC die Chance auf einen Punkt. Der Joker trat an und verwandelte sicher. „Ich habe gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir. Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen“, so Waldschmidt. So rettete der ehemalige Nationalspieler dem FC noch den Zähler. „Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben“, sagte Thomas Kessler.
Tatsächlich erinnerte der Auftritt an einige trostlose Begegnungen der vergangenen Wochen. Wenn man so will hat sich trotz der schwachen Leistung die Situation sogar noch ein wenig verbessert. Der Abstand von fünf Zählern zum Relegationsplatz ist der gleiche geblieben, die Anzahl der Spiele hat abgenommen. Ein Hauch Zufriedenheit dürfte sich also zumindest aufgrund des Ergebnisses einstellen.









































