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Moritz Oppermann·25 maggio 2026
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Moritz Oppermann·25 maggio 2026
Arsenal durfte gestern Nachmittag nach dem Spiel gegen Crystal Palace nach 22 Jahren endlich wieder den Premier-League-Pokal in die Höhe strecken. 22 Jahre? Darüber können manche Klubs nur schmunzeln.
In Europa haben einige Erstligisten in dieser Spielzeit erstmals seit über 30 oder gar 60 Jahren wieder den Fußballthron bestiegen, zeigten Kommerzvereinen die Grenzen auf und wurden als Aufsteiger direkt Meister. Erleben wir gerade ein nostalgisches Meisterjahr?
Wenn es nach einem Team aus Nordeuropa geht – sicherlich. Viking Stavanger hat sich im Winter erstmals seit 34 Jahren wieder zum norwegischen Meister gekürt. In den 90er Jahren noch ganz oben dabei, spielten die Vikings zuletzt hinter Bodø/Glimt, Molde und Rosenborg nur noch die vierte Geige. Damit ist zumindest für den Moment Schluss. Genau wie mit der Dominanz von Ludogorez Rasgrad?
Die Bulgaren holten in der Parva Liga bis zur aktuellen Saison 14-mal in Folge die Meisterschaft. Hauptstadtklub Levski Sofia hatte offensichtlich gar keine Lust mehr auf Dominanz und kürte sich erstmals seit 2008 wieder zum bulgarischen Meister. Falls dir das alles noch nicht nostalgisch genug ist, haben wir noch etwas für dich. Dafür reisen wir weiter in die Berge. Genauer gesagt nach Linz.
In der drittgrößten Stadt Österreichs ließ der LASK mit der ersten Meisterschaft nach 61 Jahren wahrscheinlich nicht nur die Herzen der eigenen Fans höherschlagen. Fußballnostalgikern, die weniger von Kommerzvereinen halten, dürfte der Titel ebenfalls bestens schmecken.
Die Linzer ließen nämlich unter anderem RB Salzburg hinter sich. Das Team eines recht bekannten Großkonzerns ist laut 'Transfermarkt.de' über 100 Millionen Euro mehr wert als der LASK-Kader. Mehr Geld bringt eben nicht immer den Titel. Dafür sorgt dann eher ein Sasa Kalajdzic.
Der Ex-Stuttgarter war nach verletzungsgeplagten Jahren mit sieben Toren und elf Vorlagen maßgeblich an der Meisterschaft beteiligt.
„Überragend, ich bin stolz auf alle, vor allem auf die Mannschaft und auch auf die Fans. Wir konnten endlich etwas zurückgeben nach so langer Zeit. Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich glaube aber, dass es am Ende auch verdient war“, schwärmte der Stürmer nach dem Titelgewinn über sein Team. Während sich Kalajdzic mit Österreich schon auf die WM vorbereitet, düsen wir noch einmal fix in die Schweiz.
Im Nachbarland wiederholte sich 2025/26 ein Erstligaszenario, das es bis dato nur in der Bundesliga gab.
Wie einst der 1. FC Kaiserslautern kürte sich der FC Thun als Aufsteiger zum Meister. Trotz des viertgeringsten Kaderwerts landete der 1898 gegründete Verein erstmals überhaupt auf dem Schweizer Super-League-Thron.
„Schweizer Meister zu sein, ist ein geiles Gefühl. Der Erfolg ist verdient, die Saison war historisch. Aufstieg und dann der Meistertitel – das ist so geil“, schrie der sichtlich bewegte Thun-Coach Mauro Lustrinelli nach dem Titelgewinn in die Schweizer TV-Mikrofone. Bald schreibt er vielleicht sogar in der Bundesliga Geschichte.
Lustrinelli wurde am Donnerstag als neuer Trainer von Union Berlin vorgestellt. Die Köpenicker als Meister? Wenn das nicht mal nostalgisch wäre.
📸 BROOK MITCHELL - AFP or licensors







































