Miasanrot
·10 marzo 2026
Harry wer? FC Bayern zerfetzt Atalanta.

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Gegen Atalanta findet der FC Bayern seine Form vollends wieder. Mit 6:1 entscheiden die Münchner das CL-Achtelfinale bereits im Hinspiel.
Im Achtelfinale der Königsklasse ging es gegen den Tabellensiebten der italienischen Serie A: Atalanta Bergamo. Dabei veränderte Kompany auf sechs Positionen – allerdings nicht auf der Stürmerposition. Harry Kane schien noch nicht bereit für die Startelf und nahm auf der Bank Platz.
Dafür kehrten Olise, Tah, Pavlović, Gnabry, Stanišić und Urbig zurück in die Anfangsformation. Wichtig: Kimmich, Upamecano und Olise traten die Partie gelb vorbelastet an. Bei einer weiteren Karte würden sie die nächste Partie verpassen.
Mit Atalanta wartete ein aggressives und pressingfreudiges Team, das bereits dem BVB gezeigt hatte, was es unter den Lichtern der Champions League zu leisten im Stande ist. Die Schlüssel zum Aushebeln dieser Mannschaft haben wir euch im Vorfeld geliefert.
Atalanta begann genau wie erwartet: Vor elektrisierender Kulisse attackierten sie den Aufbau des FC Bayern früh. Zunächst tat sich der FCB auch ein wenig schwer, doch es dauerte nur wenige Minuten, bis sich die Münchner in der gegnerischen Hälfte festsetzen konnten.
Die ersten guten Chancen des Spiels gehörten dann auch den Roten: Olise kam zu seinem Markenabschluss mit links von der Strafraumkante (4.) und kurz darauf kam aus kurzer Distanz Kimmich frei vor dem Kasten zum Abschluss (5.).
In der 12. Minute war es dann so weit: Nach einem sehenswerten Dribbling im Strafraum konnte Luis Díaz‘ Schuss nur zur Ecke geklärt werden. Dort schalteten die Bayern schneller als die Gastgeber: Die schnelle Ecke kam von Olise über Gnabry auf Stanišić, der nur den Schlappen hinhalten musste, um die Führung zu erzielen.
Nach dem Führungstreffer blieb der FC Bayern zunächst dominant. Immer wieder hatte Konrad Laimer auf deiner rechten Abwehrseite leichte Probleme mit seinem Gegenspieler Sulemana, doch nichts führte zu einer Prüfung von Keeper Jonas Urbig.
In eine Phase hinein, in der Atalanta erstmals seit den zwei Anfangsminuten wieder in die Partie fand, konnte Upamecano nach einem seiner typischen Vorstöße aus der Innenverteidigung den Ball stark behaupten und auf Olise legen. Und diesmal saß sein Zirkelschuss mit links satt im langen Eck. 2:0.
Doch damit noch nicht genug. Das Team schien den Wunsch aus der miasanrot-Kurve langwierigen Einwürfen nachkommen zu wollen. Denn jetzt überrumpelten sie Atalanta auch noch im eigenen Stadion.
Nachdem ein langer Ball von Urbig das italienische Mittelfeld in Windeseile ausgehebelt hatte, musste Olise nur in den Lauf des anstürmenden Gnabry ablegen. Frei vor dem Tor blieb der Deutsche kalt und netzte zum 3:0 ein (25.).
Der dritte Treffer zog Atalanta ein wenig den Stecker. Sie zeigten weiterhin punktuell ihre aggressive Spielanlage, aber es war ihnen anzumerken, dass sie mit dieser Wucht nicht gerechnet hatten. Auch die BAyern ließen es eine Viertelstunde lang etwas ruhiger angehen.
Kurz vor dem Pausentee legten sie aber nochmal richtig los. Zweimal Jackson, zweimal Gnabry und einmal Upa aus der zweiten Reihe lieferten teils aluminiumküssende Torannäherungen. Mit 73% Ballbesitz und 2,97 xG (beides laut SofaScore) ging es dann in die Halbzeit.
Es war den Italienern anzumerken, dass es eine steife Halbzeitansprache gegeben hatte. Mit einem Wechsel, neuem Elan und all ihrem zusammengerauften Mut kamen sie aus der Halbzeit. Auch bei den Bayern gab es zwei Wechsel: Davies kam für den gelb vorbelasteten Laimer, und Musiala durfte Minuten sammeln – Gnabry durfte nach toller erster Halbzeit (in interessanter Rolle) raus.
Nach einer kurzen Phase ergriff der FC Bayern analog zur ersten Hälfte nach kurzer Zeit wieder die Kontrolle. Und in der 52. Minute lief ein Konter über Jackson, Davies, die Hacke von Díaz und zurück zu Jackson, der überlegt gegen die Laufrichtung des Keepers einnetzte.
Der FC Bayern machte keine Anstalten zurückzuschalten. Nach einem tollen Antritt durchs Mittelfeld von Phonzie Davies durfte Michael Olise zum wiederholten Male vom rechten Flügel in die Mitte ziehen und die Kugel Richtung langes Eck zirkeln – wieder mit Erfolg (64.).
Und wie schon in der ersten Hälfte gab es einen Doppelschlag in drei Minuten. Der inzwischen eingewechselte Jamal Musiala konnte eine Jackson-Flanke aus kürzester Distanz über die Linie drücken. Jetzt galt es für Olise, Kimmich und Upamecano sich eine gelbe Karte abzuholen, damit sie das Rückspiel verpassen und in ein Viertelfinale ohne Vorbelastung gehen könnten.
Genau das war dann auch die Mission: Olise ließ sich bei einer Ecke sehr viel Zeit und kassierte den Karton. Kimmich tat es ihm nach. Allerdings: Zu offensichtlich sollten sie das Ganze nicht machen – das sieht die UEFA gar nicht gerne. Sergio Ramos und Mehmet Scholl waren dafür bestraft worden, sich vorsätzlich eine Sperre einzuhandeln. Allerdings hatten die beiden es nach dem Spiel am Mikro zugegeben – das wussten die Bayern-Akteure besser.
Das Endergebnis war dann nicht 6:0, denn in der allerletzten Spielsekunde konnte Mario Pašalić noch den Ehrentreffer erzielen. Das sorgte für einen fulminanten, aber teuren Sieg. Nach der Davies-Auswechslung verletzten sich auch noch Musiala und Urbig, der beim Gegentreffer hart am Kopf getroffen wurde.
Es war nur eine Halbzeit lang, aber als Serge Gnabry auf dem Platz war, spielte er eine sehr interessante Rolle. Immer wieder war er in der Aufbaulinie zu finden. Mal als rechter Part im Dreieraufbau, aber oft auch als zentraler tiefer Aufbauspieler.
Er machte seine Sache sehr gut und hebelte so in Kane’scher Manier die Manndeckung der Italiener aus. Auch die Überzahlen, die er im Aufbaudrittel auf beiden Flügeln so liefern konnte, sorgten immer wieder dafür, dass der FC Bayern keine Schwierigkeiten hatte, sich aus dem Pressing Atalantas zu lösen.
Er fehlte trotz dieser Rolle auch nicht im Angriff, sondern kam auch immer wieder mit Dynamik aus der eigenen Hälfte dazugeprescht, was in einigen Situationen sogar einen Vorteil darstellte.
Zuerst traf es Alphonso Davies: Direkt nachdem er von einem Muskelfaserriss wieder zurückgekommen war, musste er wieder unter Tränen vom Platz – wahrscheinlich wieder der Muskel. Es stellt sich unweigerlich die Frage, ob dieser Einsatz zu früh kam und ob es wirklich nötig war das bei diesem Spielstand zu riskieren.
Jetzt muss die Hoffnung sein, dass das nicht zu lange geht. Gleiches gilt für Jamal Musiala, der auch nach Einwechslung wieder vom Platz musste. Bei ihm ist die Verletzung deutlich weniger klar, aber man darf hoffen, dass es nicht so schlimm war.
Als Letztes traf es dann noch Urbig – und zwar hart. In der Entstehung vom 6:1 wurde der Keeper hart am Kopf getroffen. Danach wurde er behandelt und musste sichtlich benommen vom Platz getragen werden.
Auf Torwart sieht es damit langsam dünn aus in München. Bis Urbig sich von dieser Gehirnerschütterung erholt und Neuer von dem x-ten Muskelfaserriss wieder da ist, muss wohl Sven Ulreich das Tor hüten.
Ein sehr, sehr teurer Sieg steht am Ende. Der FC Bayern tritt jetzt bald in die wichtigste Phase der Saison ein. Es wird wichtig, dass alle topfit sind.
Nach den Gelben von Olise und Kimmich war es essenziell, dass die beiden nicht zugeben, dass es irgendwas mit Absicht zu tun hatte. Käp’n Kimmich meisterte diese Aufgabe bei Prime mit Bravour. Er erklärte lang und breit, warum diese Kartei eigentlich „unnötig“ war.
„Der Gegner hat den Tom freigelassen. Ich hatte das Gefühl, die lassen ihn nur frei, um zu pressen. Ich glaube, wenn der gegnerische Spieler nicht auf mich zustürmt, dann gibt er vielleicht nicht die Gelbe Karte. Ich wollte den Ball gerade rausspielen. An sich war es dann zu spät, ärgerlich.“
Weltklasse Medienumgang.









































