Jan-Christian Dreesen zu Gast beim Münchner Presseclub | OneFootball

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·28 luglio 2026

Jan-Christian Dreesen zu Gast beim Münchner Presseclub

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Seit Beginn des Jahres war zunächst der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder und dann der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause im traditionsreichen Münchner Presseclub e.V. zu Gast – nun schaute der FCB-Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen zur Gesprächsrunde mit rund 60 Journalistinnen und Journalisten vorbei. Das Ambiente hatte Stil: Von den Räumlichkeiten oberhalb des Marienplatzes im Herzen der Isarmetropole hatte man einen unmittelbaren Blick auf den Rathausbalkon – den Ort, an dem der FC Bayern mit seinen Fans seine Titelgewinne feiert.

Im Rahmen des Gesprächs erneuerte Dreesen mit Nachdruck die Philosophie des FC Bayern, nie mehr Geld auszugeben als einzunehmen: „Das Festgeldkonto ist eine Metapher – wir wollen unabhängig bleiben. Selbstbestimmtheit ist tief in der DNA dieses Clubs verankert.“ Es werde schwerer, mit dieser Ausrichtung der internationalen Konkurrenz standzuhalten, so der Vorstandsvorsitzende, weil die anderen immer mehr investieren könnten, aber man wolle nie am Tropf von großen Investoren hängen. Die Aufgabe des FC Bayern sei bei allem, was der Club anstrengt, „dass wir unseren Fans begeisternden Fußball bieten“. Es gehe nicht darum, „so viel Geld wie möglich zu verdienen, sondern den Menschen Freude zu bereiten“.


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Dreesen schob den Gerüchten um einen Wechsel von Michael Olise zu Real Madrid ebenso einen Riegel vor („es gab zero Kontakt, natürlich bleibt er“) wie bei Luis Diaz, dem angeblich auch Angebote vorliegen sollen. Er lobte die Arbeit von Checoach Vincent Kompany („bei ihm ist nicht der Trainer der Star, sondern die Mannschaft“) sowie die Talenteentwicklung am FC Bayern Campus um Jochen Sauer und diskutierte mit den Anwesenden, warum der Deutsche Meister seit einiger Zeit als nicht mehr so arrogant wie früher empfunden wird. „Wenn man sagt, dass man immer gewinnen möchte, hat das nichts mit Arroganz zu tun – das ist eine Haltung“, meinte Dreesen, „und das wird meiner Meinung nach inzwischen anerkannt.“ Dass der FC Bayern bei extrem vielen Menschen Anklang findet – Tendenz steigend -, unterstrich der Vorstandsvorsitzende mit den aktuellsten Ticketanfragen für diese Saison: „Für unser Spiel in der Allianz Arena gegen Dortmund haben wir 350.000 Bestellungen, und auswärts liegt die niedrigste Nachfrage bei 60.000 Karten – wir könnten auch auswärts jedes Stadion allein mit unseren eigenen Fans füllen.“  

Beim Blick auf die zurückliegende WM sagte Dreesen, er sei ein Befürworter des Turniers mit 48 Mannschaften, zu einer möglichen Aufstockung auf 64 Nationen sagte er: „Man muss eine Balance finden zwischen Quantität und Qualität.“ Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer sei eine gute Wahl, so der Vorstandsvorsitzende, der mit einem Augenzwinkern meinte: „Jürgen Klopp hat gesagt, er will viele Siege einfahren – dafür wird er viele Spieler des FC Bayern brauchen.“

Zu den Gedankenspielen des neuen Frauen Bundesligaverbandes, eventuell Playoff Spiele einzuführen, sagte Dreesen, hier sei noch keine Entscheidung gefallen. „Ich persönlich bin eher Traditionalist und finde, wer am Ende aller Spieltage einer Saison vorne steht, hat den Titel verdient.“ Dass die FC Bayern Frauen vergangene Woche im Rahmen der „Allianz Women Tour“ in Tokio/Japan waren, wertete er als ein wichtiges Signal, auch mit diesem Team Menschen auf der ganzen Welt erreichen zu können. Der nächste Meilenstein der FCB-Frauen steht unterdessen am 9. August an, wenn mit dem Freundschaftsspiel gegen den FC Paris und einem attraktiven Rahmenprogramm die neue Zeitrechnung im Sportpark Unterhaching eingeläutet wird. 

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