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·7 luglio 2026

„Jetzt ist es Zeit“: Deutschland-Legende beendet Karriere

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Dzsenifer Marozsán hat das Ende ihrer aktiven Profikarriere bekanntgegeben. Damit endet eine Laufbahn, die den deutschen und internationalen Frauenfußball jahrelang geprägt hat.

Die 112-malige Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán hat ihre Karriere beendet. Sie gab ihre Entscheidung am Dienstagmittag auf "Instagram" bekannt. „Jetzt ist es Zeit, auf Wiedersehen zu diesem schönen Sport zu sagen. Es war mir eine Freude, für all die Vereine zu spielen, für die ich gespielt habe, und ich möchte mich bei jedem einzelnen bedanken“, heißt es im Beitrag der 34-Jährigen. Damit verliert der deutsche Frauenfußball eine seiner schillerndsten Persönlichkeiten, obwohl Marozsán das Rampenlicht fast nie gesucht hatte.


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?Instagramhttps://www.instagram.com/p/DafNl9vDHwy/

Dennoch prägte sie den deutschen und internationalen Frauenfußball knapp 20 Jahre lang als Führungsspielerin. Marozsán, gebürtige Ungarin, debütierte im August 2007 als damals jüngste Spielerin in der Frauen-Bundesliga. Auf ihr erstes Profitor musste sie nur eine Woche warten. Nach zwei Jahren beim 1. FC Saarbrücken wechselte sie zum 1. FFC Frankfurt (heute Eintracht Frankfurt), wo irh endgültig den Durchbruch auf der großen Bühne schaffte.

Name Marozsán als Synonym für Weltklasse

Neben zwei Pokalsiegen (2011, 2014) feierte sie 2015 ihren ersten großen Triumph: denn Gewinn der Champions League. Es sollte nicht ihr einziger Titel in Europas Königsklasse bleiben. Ihr Wechsel zu Olympique Lyon im Sommer 2016 markierte begann für die Mittelfeldstrategin eine Ära, die gerade so vor Erfolgen strotzte. Mit dem aktuellen Verein von DFB-Star Jule Brand gewann sie fünfmal die Champions League und achtmal die französische Meisterschaft. Marozsáns Wechsel nach Frankreich festigte ihren Platz in der Weltspitze.

Auch im Nationaltrikot war sie viele Jahre eine tragende Säule. 2013 gewann sie mit den DFB-Frauen die Europameisterschaft, drei Jahre später holte sie die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Nur eine Weltmeistertitel blieb ihr verwehrt. Nach mehreren schweren Verletzungen trat sie vor der WM 2023 aus der Nationalmannschaft zurück. Von 2016 bis 2019 war sie Kapitänin der deutschen Fußballfrauen.

Marozsán zuletzt in Saudi-Arabien aktiv

Auch auf Vereinsebene neigte sich ihre Laufbahn allmählich dem Ende zu. Nach der Saison 2020/21 wechselte sie bis zum Jahresende zu Lyons Partnerklub OL Reign ins US-amerikanische Seattle, wo sie unter anderem mit der zweifachen Weltmeisterin Megan Rapinoe zusammenspielte. Im Sommer 2025 verließ sie Lyon schließlich fest – zusammen mit ihrer früheren Nationalmannschaftskollegin Sara Däbritz. Für die „echte Magierin auf dem Feld“, wie OL sie verabschiedete, ging es bei ihrem „neuen Kapitel“ nach Saudi-Arabien.

Dort schloss sich die Mittelfeldspielerin dem Al-Qadisiyah WFC an und sorgte medial für Aufsehen. Die Frauen-Liga in Saudi-Arabien war erst 2022 gegründet worden. Das Land steht wegen Menschenrechtsverletzungen und der Diskriminierung von Frauen in der Kritik, unter anderem im Zusammenhang mit der Ausrichtung der Männer-WM 2034.

Während ein Wechsel nach Saudi-Arabien bei den Männern bereits keine Seltenheit mehr war, wechselte Marozsán als eine von bislang wenigen europäischen Spielerinnen in die Wüste. Der Frauenfußball konnte sich in dem Königreich aber bislang nicht etablieren. Nach einem Jahr in Saudi-Arabien beendete sie nun ihre hochdekorierte Karriere.

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