Jürgen Klopp erklärt, warum Real Madrid für ihn keine Option ist | OneFootball

Jürgen Klopp erklärt, warum Real Madrid für ihn keine Option ist | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: feverpitch.de

feverpitch.de

·19 gennaio 2026

Jürgen Klopp erklärt, warum Real Madrid für ihn keine Option ist

Immagine dell'articolo:Jürgen Klopp erklärt, warum Real Madrid für ihn keine Option ist

Jürgen Klopp reagiert auf die Entlassung von Xabi Alonso bei Real Madrid und erklärt, warum er selbst kein Interesse an einem Trainerjob dort hat.

Jürgen Klopp hat eine bemerkenswerte Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte auf den Punkt zu bringen. Seine Reaktion auf die Entlassung von Xabi Alonso bei Real Madrid ist dafür ein Paradebeispiel: "Was?" und dann "Ja, natürlich." Diese scheinbar widersprüchliche Haltung trifft den Kern dessen, was bei den Königlichen seit Jahrzehnten Normalität ist.


OneFootball Video


Überrascht sein kann man durchaus. Alonso hatte Bayer Leverkusen 2024 zum Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal geführt, galt als eines der größten Trainertalente Europas. Nach rund einem halben Jahr in Madrid ist Schluss. Nicht überrascht sein muss man allerdings auch. Denn wer die Geschichte dieses Vereins kennt, weiß: Real Madrid ist kein Ort für Geduld.

Klopp erinnert an Jupp Heynckes, der 1998 nach dem Champions-League-Triumph gehen musste. Ein Trainer gewinnt den wichtigsten Vereinstitel der Welt – und wird trotzdem entlassen. Das ist keine Anomalie, das ist System. "So ist es immer in Madrid, wenn sie nicht an der Tabellenspitze stehen", sagt Klopp. Eine nüchterne Feststellung, die mehr über die Mechanismen des modernen Spitzenfußballs aussagt als jede ausführliche Analyse.

Wie Jürgen Klopp persönlich plant

Was Klopp dann noch anfügt, verdient besondere Beachtung. Er empfiehlt, dass man bei einer Trainerentlassung besser eine Vorstellung davon haben sollte, wer der Nachfolger werden soll. Und das sollte realistisch sein. Die Spitze gegen mögliche Guardiola-Träume sitzt. Vorerst übernimmt Álvaro Arbeloa, Alonsos ehemaliger Teamkollege. Das klingt nicht nach einem langfristigen Plan.

Natürlich wurde auch Klopp selbst wieder mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Die Spekulationen sind so vorhersehbar wie die Entlassungen bei den Königlichen. Doch der 58-Jährige widerspricht erneut und deutlich. Er sei vollkommen zufrieden mit seiner Situation als Head of Global Soccer bei Red Bull. Er werde nicht aufgeregt, wenn er von angeblichem Interesse aus Madrid höre – falls das überhaupt der Fall sein sollte.

Ob er wieder trainieren möchte? Im Moment würde er nein sagen. Aber er kann nicht sagen: niemals, niemals, niemals. Er gehe nicht davon aus, dass er seine Meinung ändern werde, aber er wisse es nicht. Das ist keine Hintertür, das ist Ehrlichkeit. Klopp hat mit Liverpool die Champions League und die englische Meisterschaft gewonnen, mit Borussia Dortmund wurde er Pokalsieger und zweimal deutscher Meister. Er muss niemandem mehr etwas beweisen.

Die Causa Alonso zeigt einmal mehr: Real Madrid ist ein Verein, der Trainer verschleißt wie andere Klubs Trainingsleibchen. Wer dorthin geht, muss wissen, worauf er sich einlässt. Klopp weiß es offensichtlich. Und bleibt deshalb, wo er ist.

Visualizza l' imprint del creator