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·17 giugno 2026

Kaderplanung in Münster: Diese Planstellen sind noch offen

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Wie bei jedem Absteiger erwartet auch Preußen Münster in diesem Sommer ein Umbruch. Eine weitsichtige Personalplanung verhindert zwar, dass sich auf jeder Position Baustellen öffnen – doch zu tun gibt es an der Hammer Straße noch genug. Ein Überblick über den Kader des künftigen Drittligisten.

Torhüter: Was wird aus Schenk?

Johannes Schenk war in den beiden Zweitliga-Jahren als Stammkraft gesetzt, absolvierte 64 von 68 möglichen Spielen. Insbesondere seine Fähigkeiten auf der Linie werden höherklassig geschätzt, der 23-Jährige gilt trotz bestehenden Vertrages als klarer Verkaufskandidat. Zweit- und selbst Bundesligisten sollen Interesse am gebürtigen Schweinfurter zeigen, Preußen Münster dürfte längst ohne ihn planen. Herausforderer Morten Behrens (29) ist eine erprobte Alternative, Youngster Paul Ervens (18) wird intern viel zugetraut. Doch ein dritter Torhüter fehlt im Fall eines Schenk-Verkaufs noch.


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Verteidiger: Drei Stammspieler zieht es weg

Vieles deutet darauf hin, dass Münsters neuer Trainer Thomas Wörle ähnlich wie bei seiner vorherigen Station in Ulm mit einer Dreierkette agieren möchte. Dafür würde der SCP viele Innenverteidiger einplanen müssen, dazu schnelle und offensivdenkende Flügel. Vom Zweitliga-Kader bleibt allerdings nicht viel übrig: Das etablierte Duo im Zentrum, Paul Jaeckel und Jannis Heuer (Leihe aus Kaiserslautern), will in der 2. Bundesliga bleiben. Rechtsverteidiger Jano ter Horst zieht es für rund 250.000 Euro per Ausstiegsklausel zum SC Paderborn in die Bundesliga, und mit Marco Meyerhöfer und Mikkel Kirkeskov wurden die Verträge zweier erfahrener Außenverteidiger nicht verlängert.

Als Innenverteidiger übrig bleiben Antonio Tikvic (22) und Urgestein Simon Scherder (33), die beide aus einer langen Kreuzbandverletzung kommen – der international erfahrene Tikvic bringt viel Potenzial mit. Ein wichtiges Signal war die Verlängerung von Niko Koulis (27), der im Aufstiegsjahr 2023/24 sechs Tore beisteuerte und in der Teamhierarchie weit oben stand. Zu ihm und Torge Paetow (30), der auch im defensiven Mittelfeld agieren kann, gesellt sich Neuzugang Lucas Zeller (26/Schweinfurt 05). Ein sechster Innenverteidiger wird erwartet, denn die Belastbarkeit von Scherder und Tikvic ist nach ihren fast einjährigen Pausen nicht seriös vorherzusagen.

Und außen? Da klafft allen voran rechts noch ein großes Vakuum, während die linke Seite mit Ex-Mannheimer Luca Bolay (23) und Nachwuchsakteur Niklas Varelmann (19) nominell doppelt besetzt ist. Ein Kandidat, um den die Preußen zuletzt geworben haben sollen, ist Pascal Fallmann von Erzgebirge Aue. Wird Wörle nicht intern fündig, müsste aber noch ein zweiter Schienenspieler her. Leon Tasov (22) ist dort zwar auch heimisch, nach mehreren Leihen aber erst mal nicht mehr als eine Außenseiter-Lösung.

Zentrales Mittelfeld: Erfahrene Achse als Prunkstück

Oftmals zogen Verletzungsprobleme dem SCP in der Zweitliga-Saison den Zahn. Für die 3. Liga gilt umso mehr: Die erste Elf, sofern Münster sie einsatzfähig bekommt, kann sich auch im zentralen Mittelfeld absolut sehen lassen – und das trotz der Abgänge von Kapitän Jorrit Hendrix gen Düsseldorf sowie Yassine Bouchama, Tobias Raschl und (wahrscheinlich) Marcel Benger.

Denn die kürzliche Vertragsverlängerung von Sechser Rico Preißinger (29), auf die Routinier Marvin Schulz (31) am Montag mit seiner Unterschrift folgte, konserviert jede Menge Erfahrung aus der 2. Bundesliga. Dazu hat Münster mit Zidan Sertdemir (21) ein junges Talent in der Hinterhand, das phasenweise Zweitliga-Stammspieler war. Eigengewächs Jakob Korte (23) könnte nach einer erfolgreichen Regionalliga-Leihe zum FC Gütersloh bereit für die Drittklassigkeit sein.

Wie viele Neuverpflichtungen Preußen Münster für die zentralen Positionen noch tätigt, wird auch von Wörles Wunschformation abhängen: In einem 3-4-3 wären lediglich zwei Zentrumsspieler benötigt und der Bedarf entsprechend geringer. Auch um die taktischen Möglichkeiten zu erweitern, ist hier aber noch eine Verstärkung denkbar.

Offensive: Viel Auswahl, kleine Fragezeichen

Mit acht bis neun Stürmern schien Preußen Münster quantitativ zuletzt hervorragend besetzt, doch fielen etliche von ihnen verletzungsbedingt immer wieder aus. Nun folgt die Frischzellenkur: Etienne Amenyido, Lars Lokotsch sowie die Winter-Leihgaben Shin Yamada und Imad Rondic brechen ihre Zelte im Münsterland ab, auch "Allzweckwaffe" Charalambos Makridis und Marvin Benjamins tragen ab Juli nicht mehr Schwarz-Weiß-Grün. Oliver Batista Meier steht zwar noch unter Vertrag, soll aber eher kein Interesse an einer Rückkehr in die 3. Liga haben und darf deshalb gegen eine Ablösesumme – angeblich rund 400.000 Euro – ebenfalls gehen.

Für die drei Stürmerpositionen – ein Mittel- sowie zwei Halbstürmer – hätte Wörle dennoch schon jetzt prominente Auswahl, wenn die Fragezeichen hinter der Einsatzfähigkeit nicht gegeben wären. So war Oscar Vilhelmsson (22), der 2023/24 noch vier Bundesliga-Tore für Darmstadt 98 erzielte, über die Hälfte der Spiele im Vorjahr aufgrund von Muskelverletzungen außer Gefecht. Malik Batmaz (26), der die Preußen in der gleichen Saison zum Zweitliga-Aufstieg schoss, verpasste weite Strecken der beiden Zweitliga-Jahre aufgrund von Kreuzbandrissen in beiden Knien. Und auch Joshua Mees (30/170 Einsätze in der 2. Liga), der in seiner Karriere noch nie drittklassig spielte, sah eine halbe Saison von der Tribüne aus verletzt zu.

Auf Alternativensuche wurden Sport-Geschäftsführer Ole Kittner und Sportdirektor Jan Uphues bereits fündig: Ryan Johansson (25, SV Wehen Wiesbaden) und Mika Stuhlmacher (23, SV Meppen) gehen als Herausforderer für die beiden Halbpositionen ins Rennen. Marvin Schulz "II", 22-jähriges Talent, wird sich nach einer Leihe zu Viertligist SV Sandhausen ebenfalls empfehlen dürfen. Und doch ist auch in vorderster Reihe noch mindestens ein Transfer zu erwarten – speziell im Wissen, dass den Preußen ein zuverlässiger, gegen Verletzungen robuster Torjäger im Vorjahr schmerzlich abging.

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