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·8 maggio 2026
Kahn kritisiert Kompany-System: „Es gibt keinen Plan B“

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·8 maggio 2026

Das Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain sorgt beim FC Bayern für intensive Diskussionen. Besonders die Spielweise unter Vincent Kompany steht zunehmend im Fokus. Nun hat sich auch Bayern-Legende Oliver Kahn kritisch zum System des Belgiers geäußert – und dabei vor allem die defensive Anfälligkeit der Münchner bemängelt.
Beim 1:1 im Halbfinal-Rückspiel gegen PSG kassierte der FC Bayern bereits nach wenigen Minuten den entscheidenden Rückschlag. Ousmane Dembélé traf früh zur Führung für die Franzosen und erhöhte den Druck auf die Mannschaft von Vincent Kompany enorm.
Für Oliver Kahn war genau diese Szene symptomatisch für die Probleme der Bayern. Im Gespräch mit Sky äußerte der ehemalige Weltklasse-Keeper deutliche Kritik an der taktischen Ausrichtung der Münchner. „Man hat in den vergangenen Wochen gesehen, dass das System von Kompany sehr viel Risiko beinhaltet“, erklärte Kahn.
Vor allem dann, wenn die Kontrolle im Spiel verloren gehe, werde die Mannschaft extrem anfällig. „Wenn in diesem System ein bisschen die Kontrolle abhanden geht, dann sieht man sehr schnell, wie anfällig das sein kann“, kritisierte der frühere Bayern-Kapitän.
Besonders die vielen Gegentore der vergangenen Wochen sieht Kahn kritisch. Trotz spektakulärer Aufholjagden und Offensiv-Spektakel habe die defensive Instabilität ihre Spuren hinterlassen. „Spieler machen sich immer Gedanken, auch wenn du 4:3 gewinnst, nachdem du 0:3 zurückgelegen hast“, sagte Kahn.
Genau diese Unsicherheit habe sich aus seiner Sicht auch gegen PSG bemerkbar gemacht. „Und dann passiert genau das, was jetzt gegen Paris passiert ist. Es dauert keine zwei, drei Minuten…“, erklärte der 56-Jährige mit Blick auf den frühen Gegentreffer.

Foto: Getty Images
Besonders die Abstimmung in der Defensive sieht Kahn als Problem. Vor dem 0:1 hatte Khvicha Kvaratskhelia die Bayern-Abwehr mit einem tiefen Lauf vor große Probleme gestellt. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Dayot Upamecano und Konrad Laimer sei dabei „nicht optimal“ gewesen, analysierte Kahn.
Wenn diese Abstimmung nicht funktioniere, gehe das System von Kompany „ruckzuck nach hinten los“, warnte der ehemalige Nationalkeeper.
Gleichzeitig kritisierte Kahn, dass sich der FC Bayern zuletzt zu sehr auf seine enorme Offensivqualität verlassen habe. „Du kannst nicht immer, wenn du zwei, drei Tore bekommst, auch vier schießen“, stellte er klar.
Tatsächlich hatten die Münchner in den Wochen zuvor mehrfach spektakuläre Spiele gedreht – unter anderem beim 4:3 gegen Mainz nach 0:3-Rückstand oder beim dramatischen Viertelfinal-Erfolg gegen Real Madrid.
Gegen PSG fehlte aus Sicht Kahns jedoch die taktische Flexibilität. Einen echten Plan B habe der Rekordmeister im Halbfinale nicht gezeigt. „Im modernen Fußball kommt es nicht darauf an, ein System starr zu spielen, sondern viele verschiedene Ideen umsetzen zu können“, erklärte die Bayern-Legende.
Die Aussagen von Kahn dürften die Diskussionen um die Balance zwischen Spektakel und Stabilität beim FC Bayern weiter anheizen. Gerade nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen PSG stellt sich zunehmend die Frage, ob die Münchner für den ganz großen Triumph defensiv noch stabiler werden müssen.







































