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·16 maggio 2026

Kane, Karl & Bischof glänzen bei Meisterparty – der FC Bayern in der Einzelkritik

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Am 34. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga empfing der bereits feststehende deutsche Meister FC Bayern München den 1. FC Köln, für den es nach dem gesicherten Klassenerhalt um nichts mehr ging. Entsprechend dieser Vorzeichen, dass die Bayern eine schöne Meisterparty feiern wollten und die Kölner nicht mehr mussten, endete diese Partie letztlich auch deutlich mit 5:1 für den FC Bayern. Wie gut dabei die einzelnen auf dem Platz stehenden Münchner spielten, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik. 

Manuel Neuer: Nachdem er am Freitag vorzeitig bis Sommer 2027 verlängert hatte und die Gerüchte um eine mögliche WM-Teilnahme zuletzt noch einmal Fahrt aufnahmen, konnte Neuer an diesem Tag keine große Werbung für sich machen. Beim Gegentreffer durch Sais El Mala konnte er zwar nichts machen, hatte danach aber kaum noch Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Nach einer Stunde wurde der 40-Jährige mit zwickender Wade für Jonas Urbig ausgewechselt. (Note: 3,5)


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Konrad Laimer: Wie immer fleißig und lauffreudig, sah der Österreicher beim zwischenzeitlichen 1:2 durch Said El Mala nicht gut, als der deutsche U-Nationalspieler und mögliche WM-Fahrer Laimer im Laufduell mühelos abschüttelte und der Münchner dabei die letzte Entschlossenheit vermissen ließ. Hiernach schmiss sich der 28-Jährige noch in viele Zweikämpfe, in denen er aber nicht immer gut aussah. Zur Pause blieb Konrad Laimer dann in der Kabine und für ihn kam Josip Stanišić in die Partie. (Note: 3,5)

Dayot Upamecano: Auch der französische Innenverteidiger sah im Laufduell gegen Said El Mala bei dessen Tor ziemlich alt aus und konnte den Kölner auch durch robusten Körpereinsatz nicht stoppen, machte ansonsten aber eine sehr ordentliche Partie, in der er sowohl bei der Arbeit gegen den Ball als auch im Spielaufbau seine Qualitäten zeigte. (Note: 3)

Jonathan Tah: Sehr abgeklärt und mit gutem Auge organisierte der deutsche Nationalspieler die bajuwarische Abwehr und ließ dabei wenig zu. Insgesamt spielte Tah gewohnt konservativ, machte keine Fehler, traute sich aber auch keine Experimente zu. In der 67. Spielminute konnte der 30-Jährige einmal in größter Not klären und so das mögliche 2:3 verhindern. (Note: 2,5)

Tom Bischof: Erneut als Linksverteidiger eingesetzt, rückte der 20-Jährige immer wieder ins Mittelfeld ein und unterstützte beim Spielaufbau. Zuletzt von Mannschaftskollegen Joshua Kimmich für seine exzellente Schusstechnik gelobt, konnte Bischof dies in der 22. Spielminute auch unter Beweis stellen, indem er aus dem Rückraum die Kugel präzise zum 3:1 ins flache Eck legte. Auch nach seinem Treffer machte der ehemalige Hoffenheimer eine richtig gute Partie, bei der er sowohl technische als auch defensive Finesse bewies und zeigte, wie wichtig er als Multifunktionswerkzeug er für den deutschen Rekordmeister sein kann. (Note: 1,5)

Joshua Kimmich: Dass Joshua Kimmich ein herausragender Mittelfelddirigent ist, dürfte wohl niemanden überraschen. Entsprechend seines Rufs hatte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft auch mal wieder einen starken Auftritt, bei dem er endlos viele Bälle forderte und diese mit enormer Präzision weiterleitete. Die ersten beiden Treffer von Harry Kane bereitete der 31-Jährige per Kopfverlängerung und Freistoßablage vor und hatte damit einen wesentlichen Anteil am Torreigen, den es an diesem Tag gab. (Note: 1,5)

Leon Goretzka: In seinem letzten (Bundesliga-)Spiel für den FC Bayern München wurde Leon Goretzka seinem Ruf als absoluter Vollprofi gerecht, indem er diese Partie von Beginn an ernst nahm, sich viel bewegte, immer wieder in die gegnerische Box vorstieß, aber auch gegen den Ball seriös in die Zweikämpfe ging. Das 4:1 durch Harry Kane legte der deutsche Nationalspieler noch auf, hiervon abgesehen hatte der 31-Jährige allerdings keine herausragende Aktionen mehr und wirkte insgesamt recht unauffällig. In der 83. Spielminute durfte sich Goretzka nach acht Jahren in München seinen verdienten Applaus abholen und wurde für Nicolas Jackson ausgewechselt. (Note: 2,5)

Lennart Karl: Im letzten Bundesliga-Spiel dieser Saison konnte der 18-Jährige noch einmal kräftig Werbung für sich in Sachen WM-Nominierung machen, indem er auf seiner rechten Seite schon früh in der Partie für ordentlich Action sorgte. Beim 1:0 brachte Karl die Flanke nach innen, die von Kimmich minimal touchiert wurde und beim Torschützen Harry Kane landete, der eiskalt verwandelte. Das 3:1 von Tom Bischof bereitete der junge deutsche Nationalspieler ebenfalls durch eine überlegte Ablage in die Mitte vor. Auch abgesehen von seinen eineinhalb Assists zeigte Lennart Karl, welche besonderen Qualitäten er im Passspiel und besonders im Dribbling besitzt. Nach etwa einer Stunde wurde er dann für Michael Olise ausgewechselt. (Note: 1,5)

Jamal Musiala: Beim Treffer für die Kölner war es der 23-Jährige, der die Kugel im Zweikampf gegen Said El Mala verschlampte und dabei überhaupt nicht gut aussah. Davon abgesehen zeigte "Bambi" zwar immer wieder seine unnachahmlichen Dribbling, wodurch er beispielsweise auch den Freistoß herausholte, den Kane zum 2:0 verwandelte, wirkte phasenweise allerdings etwas verloren und konnte den guten Trend, den er sich in den letzten Monaten erarbeiten hatte, kurz vor der WM nicht noch einmal bestätigen. (Note: 4)

Luis Díaz: Der Kolumbianer machte erneut ein sehr solides Spiel, war aber nicht so auffällig wie sonst. Dennoch blieb Díaz stets bissig und versuchte viel, auch wenn ihm nicht alles gelingen wollte. Das 5:1 durch Nicolas Jackson bereitete der 29-Jährige dann doch vor und sammelte so in seiner ersten Bundesliga-Saison seine 14 Torvorlage. (Note: 2,5)

Harry Kane: Der erneute Bundesliga-Torschützenkönig konnte an diesem Tag seine Tore 34, 35 und 36 erzielen und zeigte dabei seine Vielseitigkeit als Torschütze, indem er beim 1:0 sich gut in der Box positionierte und die Hereingabe direkt verwertete, beim 2:0 einen von Kimmich abgestoppten Freistoß indirekt verwandelte und beim 4:1 einen Weitschuss aus etwa 25 Metern in die Maschen haute. Er kam, er traf, er siegte. (Note: 1)

Josip Stanišić (ab Spielminute 46): Für den nicht immer glücklich aussehenden Konrad Laimer nach der Pause eingewechselt, gliederte sich der Kroate direkt gut ein und sorgte für defensive Stabilität. Vorne hingegen wirkte Stanišić zuweilen etwas verloren und konnte nicht die Gefahr kreieren, wie es ihm zwischenzeitlich in dieser Saison schon gelungen war. (Note: 3)

Jonas Urbig (ab Spielminute 60): Kam für den mutmaßlich angeschlagenen Manuel Neuer in die Partie, hatte aber von einem eher harmlosen Abschluss abgesehen praktisch gar nichts zu tun, blieb aber, wann immer es notwendig war, eine valide Anspielstation und war sauber im Passspiel. (Note: 3)

Michael Olise (ab Spielminute 61): Für Lennart Karl eingewechselt, hatte der Franzose zwar einige gute Dribblings auf Lager und konnte durch überlegte Pässe Torchancen kreieren, wirkte aber bei weitem nicht so auffällig, wie sonst und joggte die meiste Zeit sehr entspannt über den Platz. (Note: 3)

Raphaël Guerreiro (ab Spielminute 70): Ebenso wie Leon Goretzka machte auch Raphaël Guerreiro sein letztes Heimspiel für den FC Bayern München und bekam von Trainer Vincent Kompany als Verabschiedung noch einige Minuten, in denen er jedoch praktisch überhaupt nicht zu sehen war. Mit Ball am Fuß dennoch sehr sicher, wirkte der Portugiese in den Zweikämpfen allerdings etwas schlafmützig. (Note: 3,5)

Nicolas Jackson (ab Spielminute 83): Auch für Nicolas Jackson war es der letzte Auftritt als Bayern-Spieler in der Allianz Arena, da die Chelsea-Leihgabe nicht festverpflichtet wird. Trotzdem konnte sich der Senegalese mit seinem Treffer zum 5:1 sehr versöhnlich verabschieden. Hiervon abgesehen hatte Jackson aufgrund der wenigen Minuten, die er auf dem Platz stand, keine großen Aktionen mehr. (Note: 2)

Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images 

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