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·7 maggio 2026
Karriereende: Süles besonderer Abgang – und ein erfülltes Klischee

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·7 maggio 2026

Das Klischee eines Sportlers mit dem Faible für Fastfood bediente Niklas Süle in seinem letzten großen Interview als Fußballprofi nur allzu gern. „Ich habe Hunger“, sagte er lächelnd, holte eine Papiertüte hervor und biss beherzt in seinen Cheeseburger.
Ab Sommer kann er das machen, ohne sportliche Konsequenzen zu fürchten oder zu sehr auf sein Gewicht zu achten. Denn Süle hört auf, mit erst 30 Jahren ist Schluss, wie er am Donnerstag im Podcast „Spielmacher“ von 360Media verkündete.
53 Minuten lang spricht der Abwehrspieler dort ausführlichst über seine Beweggründe, seine Karriere – und seine Laster. „Das meiste habe ich mit meinem Talent geregelt“, erzählte Süle: „Dass ich fast 110 Kilo hatte und trotzdem 35 km/h gelaufen bin. Das ist mein Glück gewesen.“
Diese außergewöhnliche Gabe hat Süle eine große Karriere ermöglicht. Mit vielen Titeln, einzigartigen Momenten, aber auch Tiefschlägen und der ewigen Frage: Was wäre möglich gewesen, wenn er sich noch mehr dem Profifußball verschrieben hätte oder von Verletzungen verschont geblieben wäre?
Am Freitag (20.30 Uhr/Sky) steht gegen Eintracht Frankfurt sein letztes Heimspiel in Dortmund als Profi an. Seine Frau Melissa und die beiden Söhne sind dann ebenfalls dabei. Wenn nicht alles schiefläuft, wird Trainer Niko Kovac Süle sicher einige Minuten gönnen, es wäre dann der 300. Einsatz in der Bundesliga.
Fünfmal Meister, zweimal DFB-Pokalsieger, Champions-League-Sieger – dazu war er als deutscher Nationalspieler zweimal bei der WM und einmal bei der EM dabei. „Überragend“ sei seine Karriere, sagte Süle.

Foto: Getty Images
Jetzt freue er sich „unfassbar auf diese Zeit“, die nun kommt. Der Fußball habe ihm großes „Glück ermöglicht“, sagte Süle: „Ich kann machen, was ich will.“ Über Geld und Zeit muss er sich keine Gedanken machen: „Hoffentlich sind alle gesund. Ich bin sowas von dankbar.“
Süle hatte bei der TSG Hoffenheim den Sprung zu den Profis geschafft, wechselte dann 2017 zu Bayern München und spielt seit Sommer 2022 in Dortmund. Sein Vertrag läuft nun aus, beim BVB hatte er zwar einen sehr starken Start hingelegt, doch dann baute er deutlich ab. Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton sind gesetzt, auch bedingt durch Verletzungen kam Süle in dieser Bundesligasaison nur zehnmal zum Einsatz.
„Ich glaube schon, dass ich von der Qualität weiterhin Fußball spielen könnte“, sagte Süle: „Da bin ich ganz fest von überzeugt. Von der Birne wird es schwieriger, das muss man wirklich sagen.“ Trotz aller Erfolge hätte er hin und wieder „vielleicht ein bisschen Pech“ und „negative Gedanken“ gehabt. Oder ein „bisschen zu wenig gemacht einfach.“
Kreativ aber war Süle immer, schon zu Zeiten bei Bayern München. Weil Jupp Heynckes seine Spieler am Donnerstag zum Wiegen bat, habe Süle den gesamten Mittwoch über nichts gegessen und sich schließlich mit Regenjacke in die Sauna gesetzt. „Am nächsten Morgen hatte ich dann zweieinhalb Kilo weniger, und die anderen sechs Tage habe ich gelebt wie ein … Ich will es gar nicht sagen“, sagte er lächelnd.







































