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·4 aprile 2026
Köln schockt Rostock, Cottbus und VfL souverän, Aue verliert 3:5

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Überraschung an der Ostsee: Hansa Rostock unterlag mit 2:3 gegen Viktoria Köln und musste im Kampf um den Aufstieg einen herben Rückschlag hinnehmen. Souverän zeigten sich derweil der VfL Osnabrück und Energie Cottbus. Die Niedersachsen schlugen den 1. FC Schweinfurt 05 (4:0) und feierten damit den siebten SIeg in Folge, die Lausitzer besiegten den TSV Havelse (3:0). Während der TSV 1860 München einen Last-Minute-Ausgleich gegen den SV Waldhof Mannheim feierte (1:1), erlebte der FC Erzgebirge Aue einen rabenschwarzen Tag. Mit 3:5 ging das richtungsweisende Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim II verloren.
Vieles dreht sich derzeit um ein mögliches Löwen-Tattoo bei Markus Kauczinski im Falle eines Aufstiegs. Um dieses Szenario am Leben zu halten, war für die Münchner ein Sieg Pflicht – entsprechend druckvoll starteten die Löwen. Im Strafraum zog Haugen im Fallen ab, Nijhuis parierte. Die anschließende Ecke klärte Mannheim in den Rückraum, wo Althaus direkt abzog, den Ball aber knapp neben das Tor setzte (7.). In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der auch die Gäste gefährlich wurden: Ba legte im Strafraum per Kopf auf Hoffmann ab, der volley abschloss. Voet fälschte den Ball noch leicht ab, doch dieser ging neben das Tor (18.). Der Waldhof wurde zunehmend stärker – und belohnte sich: Thalhammer schickte Michel in den Strafraum, der aus spitzem Winkel abzog. Dähne konnte nur nach vorn abwehren, wo Bierschenk lauerte und abstaubte (27.). Kurz vor der Pause kamen die Gastgeber noch einmal auf: Haugen schickte Volland, der Nijhuis umkurvte. Abifade ging im letzten Moment noch dazwischen. Während die Sechzger Strafstoß forderten, entschied der Schiedsrichter auf Stürmerfoul (41.).
Wie schon im ersten Durchgang erwischte der TSV 1860 den besseren Start. Zunächst blockte Lohkemper einen Abschluss von Haugen aus fünf Metern. Den Abpraller nahm Volland von der Strafraumkante direkt, schlenzte die Kugel jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (48.). Die Münchner blieben dran: Danhof brachte eine Flanke in den Fünfmeterraum, wo Haugen einlief, den Ball aber völlig frei links am Tor vorbeiköpfte (53.). Keine 60 Sekunden später köpfte Hobsch aufs Tor, Mannheims Keeper lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. 1860 machte weiter Druck, ohne sich zunächst zwingende Chancen herauszuspielen. Bezeichnend dafür war eine Szene, in der Volland von rechts nach innen zog und abschloss, Ogbemudia jedoch im letzten Moment blockte (74.). Doch die Löwen belohnten sich schließlich: Volland flankte mit viel Schnitt in den Fünfmeterraum, wo Haugen per Kopf zum 1:1 traf (86.). Die Löwen wollten den Heimsieg, doch auch Mannheim hatte die Chancen auf die drei Punkte: Zuerst scheiterte Thill an Dähne, dann auch Ba (90.+3). Durch das dritte sieglosen Spiel in Serie verpasste es 1860, an das Spitzentrio heranzurücken und bleibt Siebter – fünf Punkte hinter Rang 3. Der Waldhof belegt weiterhin Rang 9.
Größer hätten die tabellarischen Unterschiede kaum sein können: Tabellenführer gegen Schlusslicht. Osnabrück wollte seiner Favoritenrolle gerecht werden und hatte früh die erste Chance. Meißner setzte sich im Zweikampf clever gegen Geis durch, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Stahl (7.). Der VfL blieb am Drücker: Kehl nahm einen Heber von Wiethaup stark mit der Brust mit und war frei durch, doch Stahl parierte den flachen Abschluss per Fußabwehr (16.). Nach knapp einer halben Stunde belohnten sich die Niedersachsen: Eine kurz ausgeführte Ecke konnte Schweinfurt nicht klären, Wiemann reagierte aus fünf Metern am schnellsten und stocherte den Ball über die Linie. Osnabrück blieb offensiv: Fabinski köpfte eine Kehl-Flanke aufs Tor, Stahl lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte (30.). Sieben Minuten später war er dann geschlagen: Meißner setzte sich im Laufduell durch, legte quer und Kehl schob zur 2:0-Führung ein (37.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schaltete der VfL Osnabrück einen Gang zurück und verwaltete die Führung. Nach einer Stunde machte der VfL dann den Deckel drauf: Kopacz startete einen Konter von der Mittellinie, verzögerte am Strafraum geschickt und steckte auf Meißner durch, der eiskalt vollendete (61.). Osnabrück kontrollierte in der Folge das Geschehen, während Schweinfurt das Risiko deutlich reduzierte – mit dem klaren Ziel, ein mögliches Debakel zu verhindern, statt noch einmal auf 1:3 zu verkürzen. Die endgültige Entscheidung fiel kurz vor Schluss: Tesche flankte in den Sechzehner, wo Christensen mit Anlauf wuchtig einköpfte (83.). Während Osnabrück die Tabellenführung mit dem siebten Sieg in Folge weiter ausbaut und vorerst neun Punkte vor Rang 3 liegt, bleiben die Schnüdel Schlusslicht.
Nach drei Spielen ohne Sieg stand Cottbus unter Druck – und trat von Beginn an entsprechend dominant auf. Die erste große Chance ließ jedoch etwas auf sich warten: Nach einer sehenswerten Kombination über Cigerci, Straudi und Hannemann scheiterte Letzterer per Hacke an Quindt (14.). Nur wenig später war es erneut Hannemann, der frei vor dem Keeper auftauchte, aus kurzer Distanz aber nur dessen Gesicht traf (17.). Beim dritten Versuch klappte es schließlich: Michelbrink steckte auf Borgmann durch, der vor Quindt cool blieb und zur Führung traf (20.). Keine drei Minuten später folgte das 2:0: Nach Ballgewinn ging es schnell nach vorn, Engelhardt legte in den Fünfmeterraum, wo Cigerci den Ball ins Tor verlängerte. Cottbus verpasste in der Folge mehrfach die Vorentscheidung – unter anderem scheiterte Borgmann frei vor Quindt. Auf der anderen Seite ließ Havelse den Anschluss liegen, als Müller freistehend kläglich vergab (34.).
Havelse kam mit viel Wut aus der Kabine, ließ jedoch erneut gute Chancen aus. Zunächst traf Müller nur das Außennetz (50.), fünf Minuten später erwischte er den Ball nicht sauber (55.). Das bestrafte Cottbus: Engelhardt setzte sich auf links durch, nahm Cigerci mit, der quer auf Hannemann legte – dieser musste nur noch einschieben (57.). Drei Minuten später erhöhte Engelhardt vermeintlich auf 4:0, stand dabei jedoch im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte. Das Ergebnis hätte dennoch deutlicher ausfallen können: Erst klärte Kolgeci auf der Linie, dann verfehlte Borgmann das lange Eck nur um Zentimeter (64./67.). Mit dem Sieg springt Cottbus vorerst auf Rang zwei, könnte jedoch noch von Essen oder Verl verdrängt werden. Havelse bleibt auf Platz 19 und verpasst es, an Aue vorbeizuziehen.
Hansa Rostock wollte gegen Viktoria Köln den dritten Sieg in Folge einfahren und begann entsprechend engagiert. Lebeau hatte früh die erste Chance, sein Distanzschuss war jedoch zu unplatziert (3.). Auch Krauß wurde gefährlich, doch Schulz lenkte seinen Abschluss noch um den Pfosten (5.). Rostock hatte mehr vom Spiel, doch Köln stellte den Spielverlauf auf den Kopf: Tonye eroberte den Ball und brachte ihn flach vor das Tor. Über Umwege landete der Ball bei Münst, der zur Führung einschob (29.). Kurz vor der Pause legte Köln nach: Handle flankte in den Fünfmeterraum, wo Otto völlig frei zum Kopfball kam. Seine Bogenlampe flog über Uphoff hinweg zum 2:0 ins Netz (41.).
Rostock kam mit Hoffnung und Energie aus der Kabine, Köln erstickte diese jedoch schnell im Keim. Otto legte im Strafraum auf Tonye zurück, der freistehend ins lange Eck einschob (55.). Hansa versuchte alles, um den Anschluss zu erzielen, doch es wirkte wie verhext: Holten verpasste knapp (64.), wenig später rettete Sponsel nach einem Abschluss von Lebeau in höchster Not (68.). Auch Kinsombi fehlten nur Zentimeter, nachdem er sich stark durchgesetzt hatte (74.). Zehn Minuten vor Schluss fiel dann doch noch der Treffer: Krauß flankte, Hummel setzte sich gegen Kloss durch und köpfte aus kurzer Distanz ein (81.). In der Nachspielzeit verkürzte Rostock sogar auf 2:3: Schulz reagierte nach einem Kopfball von Gürleyen stark, wehrte aber direkt auf den Kopf von Voglsammer ab. Der staubte ab. Für mehr reichte es aber nicht. Durch die Niederlage nach fünf Partien verpasst Hansa den Sprung auf den Relegationsplatz – der Rückstand könnte auf vier Punkte anwachsen. Viktoria Köln, das erstmals nach vier Niederlagen wieder gewinnt, knackt derweil die 40-Punkte-Marke und klettert auf Rang elf.
Im Kampf um den Klassenerhalt war das Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim II so etwas wie der letzte Strohhalm. Ungünstiger hätte die Partie für den FC Erzgebirge Aue jedoch kaum beginnen können: Nach einer halben Stunde lagen die Veilchen bereits mit 0:4 zurück. Zeitler eröffnete den Torreigen in der 6. Minute, als er von links nach innen zog und einschob. Fünf Minuten später erhöhte Duric, der eine Ablage nur noch über die Linie drücken musste. Weitere vier Minuten danach wurde Hennrich bedient, ließ Maloney aussteigen und überwand anschließend Männel. Obendrein sah Collins nach einem Foul als letzter Mann die Rote Karte (19.). Kurz darauf stellte erneut Duric auf 4:0 – nachdem Zeitler eigentlich abschließen wollte, den Ball jedoch verfehlte und so unfreiwillig auflegte. Durch Bär kam Aue zumindest noch vor der Pause zum Anschlusstreffer (40.).
Kurz nach dem Wiederanpfiff hatte Bär sogar das 2:4 auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Petersson. Statt einer möglichen Aufholjagd folgte die vermeintliche Entscheidung: Nach einem Pass von Eduardo musste Zeitler den Ball nur noch über die Linie drücken (51.). Zwar verkürzten Bär (56.) und Bornschein (85.) noch einmal, indem sie aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste, wirklich spannend wurde es jedoch nicht mehr. Aue bleibt nach der siebten Niederlage in Folge auf dem 18. Tabellenplatz, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt aktuell neun Punkte. Der 1. FC Saarbrücken könnte den Abstand am Sonntag weiter vergrößern. Hoffenheim II klettert derweil auf Rang 14.






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