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·12 maggio 2026

Körperliche Vorteile, kein Spielmacher, dafür mit gewissem Extra

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Mit Sam Klein hat der FC St. Pauli bereits einen Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Das Global Soccer Network bewertet diesen Transfer – je nach Liga-Zugehörigkeit – unterschiedlich.(Titelfoto: Paul Kane/Getty Images/via OneFootball)

Alexander Blessin wollte bisher noch nicht wirklich über Sam Klein sprechen, sagte nur: „Er ist ein talentierter Spieler, hat viele Facetten, viele Möglichkeiten, viel Potenzial“, lenkte den Fokus dann aber wieder direkt auf das Saisonfinale des FC St. Pauli. Davon, in welcher Liga der FCSP in der kommenden Saison spielen wird, dürfte laut Global Soccer Network auch abhängen, wie groß der Impact von Neuzugang Sam Klein sein wird.


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Zentraler Mittelfeldspieler mit klarer Doppelrolle

Sam Klein ist in Ballbesitzphasen laut GSN ein Spieler, der Verbindung sucht und gibt. Er könne das Spiel mit seinem Passspiel beruhigen oder beschleunigen, ist dadurch auch Rhythmusgeber des Teams. Gegen den Ball sei er am stärksten, wenn er seitlich absichern und Passwege schließen kann. Da er nicht unbedingt die Zweikampfstärke eines klassischen Sechsers und auch nicht die Kreativität eines Zehners besitzt, aber eben von Beidem etwas (und allgemein ein gut ausgebildeter Fußballer ist), ist Klein auf der Achterposition zu Hause.

Alexander Blessin betont im Zuge der Verpflichtung, dass Sam Klein in beiden Phasen von Fußballspielen seine Stärken hat: „Er kombiniert eine gute Vororientierung mit Übersicht und einem sauberen Passspiel, sucht darüber hinaus selbst den Abschluss. Defensiv agiert er aggressiv und mutig, um Ballgewinne zu kreieren.“ Auch Andreas Bornemann hebt diese Eigenschaft von ihm hervor: „Sam kann im Spiel mit Ball und in der Defensive Akzente setzen.“

„Bringt echte Zusatzwaffe mit“

Zu den Stärken von Sam Klein zählt das Global Soccer Network den ersten Kontakt des 22-jährigen. Pässe könne er auch unter Druck gut verarbeiten und er lege sich den Ball „häufig so vor, dass der nächste Kontakt bereits eine Pass- oder Abschlussoption vorbereitet.“ Das sei besonders im Spielfeldzentrum wertvoll, da er dadurch auch in Drucksituationen das Tempo hoch halten und sofort in die nächste Linie weiterspielen kann.Sam Klein ist 1,92m groß, was für einen Spieler auf seiner Position eher etwas ungewöhnlich ist. Und er weiß diese Körpergröße einzusetzen. In der A-League hat er mehrere Treffer per Kopf erzielt, ist also in gegnerischen Strafräumen in der Luft präsent. Laut GSN ist er das auch gegen den Ball, weil er dadurch zweite Bälle nach langen Zuspielen sichern, defensive Klärungen unterstützen und bei Standards zusätzliche Präsenz bieten kann.

Torgefahr ist sowieso etwas, was Sam Klein auszeichnet, das Global Soccer Network bezeichnet seine Qualität bei Distanzschüssen sogar als „echte Zusatzwaffe“. Das Erzielen von Treffern gehört auch zu seinen liebsten Tätigkeiten auf dem Feld, erklärte er selbst im Vorstellungsvideo des FC St. Pauli. Das Global Soccer Network hebt hervor, dass Klein nicht permanent den Abschluss suche, aber bei freien Räumen vor dem Strafraum mit sauberer Technik und wenig Ausholbewegung abschließen könne. Zudem rückt er auch immer wieder mit in den Strafraum rein und sucht dort die freien Räume. Mit Erfolg: Sam Klein hat in den letzten zwei Spielzeiten für Brisbane Roar insgesamt neun Treffer erzielt. Torgefahr aus dem zentralen Mittelfeld wäre für den FCSP zweifelsohne extrem wichtig, denn aktuell fehlt sie nahezu komplett. Es ist also quasi das „gewisse Extra“, das Sam Klein mitbringt.

Trotz Größe auffällig beweglich

Zurück zur Körpergröße, weil die ja oft auch dazu führt, dass Spieler zwar in der Luft präsent sind, aber am Boden Probleme haben. Das dürfte im Fall von Sam Klein nicht der Fall sein. Laut GSN sei Klein zwar kein klassischer Dribbler, aber seine Technik ist „für seine Größe auffällig sauber.“ Gleiches gelte für seine Grundschnelligkeit und seinen Antritt sowie seine Beweglichkeit: „Er kann Richtungen ausreichend schnell wechseln, um im Zentrum Anschluss zu halten und nicht zu statisch zu wirken.“ Zudem sei er sehr ausdauernd, auch in intensiven Spielphasen, was für Spieler auf seiner Position Pflicht ist, um überhaupt mithalten zu können.

Insbesondere das taktische Verhalten wird vom Global Soccer Network zu den Stärken von Sam Klein gezählt. Er lese zweite Bälle und offene Räume früh, positioniere sich entsprechend. Dadurch könne er im Spiel gegen den Ball Passwege schließen. Auch im Spiel mit dem Ball bewege er sich gut, positioniere sich häufig so, dass er als Rückpassoption erreichbar bleibt und erkenne, wann er absichern muss und wann er höher in die Halbräume schieben kann. Zudem ist er laut GSN ein Spieler, der sehr diszipliniert in seiner taktischen Rolle agiert.

Agressivität und Kreativität fehlen (noch)

Zwar ist Sam Klein körperlich präsent, allerdings setzt er diesen laut GSN in Zweikämpfen nicht immer zielgerichtete ein, muss vor allem am Timing arbeiten. Zudem „wirkt er gegen den Ball eher kontrollierend als attackierend, stellt Räume zu, geht aber nicht immer mit letzter Schärfe in Kontaktduelle.“ Der Klassiker unter den Entwicklungsfeldern junger Spieler ist das defensive Positionsspiel, Klein hat da auch noch Potenzial, was vor allem bei schnellen diagonalen oder vertikalen Spielverlagerungen des Gegners deutlich werde.

Auch im Spiel mit dem Ball hat das Global Soccer Network bei Sam Klein Entwicklungsfelder ausgemacht. So sei er niemand, der sehr kreativ im letzten Drittel ist, er spielt selten überraschende letzte Pässe durch enge Defensivblöcke. Das hängt womöglich auch mit fehlendem Mut in Ballbesitzphasen zusammen. Zumindest erklärt GSN, dass Klein in Drucksituation teilweise die sichere Lösung wähle, ob ein progressiver Pass oder ein aktiver Vorstoß möglich wäre.

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Sam Klein hat zwar die körperlichen Voraussetzungen, um in Zweikämpfen erfolgreich zu sein, muss laut Global Soccer Network aber noch am Timing arbeiten. // (Bradley Kanaris/Getty Images/via OneFootball)

„Kann helfen, wenn es nach Ballgewinn nicht sofort chaotisch werden soll“

In welches taktische Konzept passt Sam Klein? Auch hierzu liefert das Global Soccer Network eine Einschätzung: Klein passe grundsätzlich zu einem intensiven, vertikalen FC St. Pauli, aber nicht als aggressiver Balleroberer, sondern als verbindender Achter. Dabei könne er Flügel- oder Schienenspieler absichern, zweite Bälle aufnehmen und nach Ballgewinn den ersten sauberen Pass spielen.Der „saubere Pass“ ist dann, zumindest aktuell, auch das, was man von ihm laut GSN erwarten kann: „Er ist kein kreativer Hauptspielmacher, aber ein Spieler, der Ballverluste reduzieren, Rhythmus herstellen und das Spiel nach links oder rechts fortsetzen kann.“ Er könne dem FC St. Pauli also in Ballbesitzphasen helfen, wenn das Spiel nach Ballgewinn nicht sofort chaotisch werden soll.In der Arbeit gegen den Ball müsse er aggressiver werden beziehungsweise ein besseres Timing für direkte Duelle entwickeln. GSN: „In grundsätzlich pressingintensiven Systemen wäre entscheidend, dass seine Rolle klar definiert bleibt: nicht als alleiniger Abräumer, sondern als Achter, der Passwege schließt, nachschiebt und zweite Bälle sichert.“

Die 2. Liga wäre für Klein vermutlich der passende Start in Europa

Der GSN-Index von Sam Klein liegt aktuell bei 54,3, er ist damit als durchschnittlicher Zweitligaspieler einzuordnen. Sein potenzieller Index wird auf 61,3 beziffert, womit er an der Schwelle zu Bundesliga stehen würde. Er ist laut GSN damit keine „kurzfristige Notlösung“, sondern soll vor allem mittelfristig helfen. Wie schnell Klein bereits auf dem Rasen eine tragende Rolle beim FC St. Pauli einnehmen kann, dürfte auch stark von der Ligazugehörigkeit des FCSP abhängen.

Das Global Soccer Network kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie auch Petar Petrov: Für Sam Klein persönlich könnte es hilfreich sein, wenn der FC St. Pauli kommende Saison in der 2. Liga spielt. GSN: „Wenn St. Pauli 26/27 in der Bundesliga spielt, wäre Klein zunächst klar als Kaderergänzung einzuordnen, denn das Tempo, die Zweikampfschärfe und die Pressingqualität würden seine Schwächen in Aggressivität, Mut und Zweikampfstabilität stärker aufdecken. Seine Rolle würde sich beschränken auf Trainingsintegration, situative Minuten, Einsätze bei Belastungssteuerung oder in Spielen, in denen mehr Größe und Struktur im Zentrum gefragt sind. Wenn St. Pauli 26/27 in der 2. Bundesliga spielt, wäre seine Rolle deutlich näher an der aktiven Rotation, mit realistischen Chancen auf regelmäßige Minuten als Achter oder absichernder Verbindungsspieler. Dort könnte er schneller Rotationsminuten sammeln, in der Körperlichkeit wachsen und über Spielpraxis den nächsten Schritt machen.“

Völlig klar ist aber natürlich, dass Sam Klein sich nicht dagegen wehren würde, wenn er kommende Saison Teil eines Bundesligakaders wäre und damit auch höhere Ansprüche an ihn gestellt würden, um auf Einsatzminuten zu kommen. Egal, in welcher Liga der FC St. Pauli kommende Saison spielen wird: Sam Klein ist ein sehr interessanter Spieler, dem durchaus eine positive Entwicklung zuzutrauen ist, sofern er lernt, wie er seine körperlichen Vorteile im zentralen Mittelfeld auch im europäischen Fußball gewinnbringend einsetzen kann. Ich persönlich bin allein schon aufgrund des Zeitpunkts des Transfers positiv gestimmt. Denn wenn der FCSP Transfers bereits vor Saisonende bekannt gibt, dann ist das immer ein Zeichen, dass da nicht auf Marktentwicklungen gewartet wird, sondern der FCSP hier die proaktive Rolle eingenommen hat. Wie erfolgreich diese ist, haben Transfers der letzten Jahre gezeigt: Die Verpflichtungen von Arek Pyrka, Philipp Treu, Hauke Wahl, Manos Saliakas und Connor Metcalfe sind alle vor Saisonende bekanntgegeben worden (oder waren bereits vor Saisonende fix) und all diese Spieler haben beim FC St. Pauli in den letzten Jahren entscheidend zum Erfolg des Clubs beigetragen. Sehr, sehr gerne darf Sam Klein nun ebenfalls so eine Rolle einnehmen.

// Tim

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