Nur die Raute
·2 marzo 2026
„Komische Energie“ und ungewohnte Stille: Volksparkstadion wird zum Ruhebereich!

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·2 marzo 2026

Vier Monate lang war das Volksparkstadion eine schier uneinnehmbare Festung. Sogar gegen Top-Teams wurde ausnahmslos gepunktet.
Doch beim jüngsten 1:2 gegen RB Leipzig war von dieser elektrisierenden Energie wenig bis gar nichts zu spüren. Statt Euphorie und Bundesliga-Lust herrschte – zumindest phasenweise – eine ungewohnte Stille vor.
Dabei war die Arena wie immer ausverkauft. Vor dem Anpfiff setzte es Proteste gegen die fanunfreundliche Anstoßzeit um 19.30 Uhr. Auf der Nordtribüne prangte die Botschaft: „Eingeführt für Europapokalteilnehmer. Umgesetzt für HSV – Scheiß RB. Lügner, Heuchler, Fußball-Feinde. Pro Samstag 15.30 Uhr.“ Tennisbälle flogen aufs Feld, die Partie wurde früh unterbrochen.
Auch Trainer Merlin Polzin meinte später: „Man kann sicherlich über die Anstoßzeit sprechen.“ Gleichzeitig stellte er klar: „Das sollte jetzt nicht ablenken von der Leistung, mit der ich heute einfach nicht zufrieden bin.“ Mittelfeld-Abräumer Nicolai Remberg sprach sogar von einer „komischen Energie“ auf dem Platz.

Foto: Getty Images
Dabei begann der Abend verheißungsvoll. Als Fábio Vieira in der 22. Minute zur Führung traf, bebte das Stadion wie gewohnt. Doch die Gegentore durch Rômulo (36.) und Yan Diomande (50.) zogen Mannschaft wie Fans den Stecker. Selbst der gehaltene Strafstoß von Daniel Heuer Fernandes brachte nicht die erhoffte Wende. „Ich war froh, dass ich den Elfmeter halten konnte“, sagte der Keeper und betonte: „Wir haben immer im Bewusstsein, dass wir mit einer Aktion noch ein Tor machen können.“
Dazu kam es am Sonntagabend nicht. Polzin führt diesen Umstand ausdrücklich auf die Leistung seiner Mannschaft zurück: „Das Letzte, womit wir hier beim HSV anfangen werden, ist, die Energie von den Rängen zu bemängeln. Wir müssen auf dem Platz gewisse Dinge zeigen, um eine Energie im Stadion zu entfachen.“
Am Ende stand eine 1:2-Niederlage gegen einen Klub mit Champions-League-Ambitionen – soweit, so undramatisch also. Trotzdem zeigte das Spiel klar und deutlich auf, wie sehr der HSV einen Volkspark in Hochform für seinen Erfolg benötigt.









































