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·29 gennaio 2026

Kovacs BVB stößt an seine Grenzen: Der Wow-Effekt ist weg

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Auf dem Papier spielt der BVB eine starke Saison. Der biedere Auftritt gegen Inter beweist jedoch: Die spielerische Entwicklung bleibt aus.

Mit einem Sieg gegen die Mailänder hätte Borussia Dortmund die Restchance auf einen Platz unter den besten Acht gewahrt und ein Zeichen an die Konkurrenz gesendet, dass im heimischen Signal Iduna Park jede Mannschaft große Probleme bekommen kann. Stattdessen unterlag die Elf von Niko Kovac Inter mit 0:2 und das, obwohl die Italiener selbst keine Glanzleistung an den Tag legten.


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Das Problem war – wie so oft in der laufenden Spielzeit – die uninspirierte Offensive. Während die Abwehr weitestgehend stabil stand und gegen ebenfalls unkreative Gäste nicht viel zuließ, tat sich Schwarz-Gelb einmal mehr schwer, klare Chancen herauszuspielen. Dabei bot Kovac sogar drei nominelle Mittelstürmer von Beginn an auf. Doch Nationalspieler Maximilian Beier erwischte einen rabenschwarzen Tag, ihm versprangen reihenweise die Bälle, Fabio Silva war bemüht, sucht aber weiter nach seiner Torgefahr. Auch aus dem Mittelfeld mit Jobe Bellingham und Felix Nmecha kamen zu selten Impulse, die Außen waren weitestgehend abgemeldet.

BVB zahlt hohen Preis für die neue Konstanz

Und dann ist da ja noch Serhou Guirassy. Der Guineer, der an guten Tagen ein Weltklasseangreifer ist, steckt weiter im Formtief. Die Selbstverständlichkeit, mit der er in seiner ersten Saison beim BVB 34 Tore in 44 Einsätzen schoss und mit 13 Treffern Torschützenkönig in der Champions League wurde, ist komplett verschwunden. Symptomatisch war die Szene in der elften Minute, als dem 29-Jährigen der Ball am Fünfmeterraum vor die Füße fiel, Guirassy das Leder jedoch kaum erwischte und Yann Sommer quasi in die Arme passte. „In der letzten Saison macht er den wahrscheinlich rein“, räumte Kovac am DAZN-Mikrofon ein.

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Foto: Getty Images

Die toxische Kombination aus einer ideenlosen Offensive, einer primär auf defensive Stabilität ausgelegten Taktik und einem Top-Stürmer, der derzeit kein Top-Stürmer ist, bringt Borussia Dortmund im Konzert der europäischen Größen schnell an die eigenen Grenzen. In der Bundesliga hangelt sich der BVB von Sieg zu Sieg, ohne dabei die Sterne vom Himmel zu spielen. Gegen Teams wie Inter reicht das jedoch nicht.

Der Borussia eine Krise anzudichten, ist angesichts von Platz zwei bei nur einer einzigen Niederlage in der Bundesliga und der Qualifikation für die Zwischenrunde der Champions League polemisch. Allerdings frustriert es die Anhänger des Traditionsklubs zunehmend, wie ihre Mannschaft auftritt. Selten war der BVB so stabil und gewann die Spiele, die sie gewinnen müssen in einer solchen Regelmäßigkeit. Für diese Konstanz hat Kovac allerdings den Wow-Effekt eingetauscht – und gerade der war es, der in den letzten Jahren regelmäßig für große Abende gegen deutlich besser besetzte Teams in der Königsklasse gesorgt hat.

Wenn die Saison in der Champions League nicht in der ersten K.O.-Runde enden soll, muss Kovac beweisen, dass er eine Mannschaft nicht nur stabilisieren und aus der Krise führen, sondern auch spielerisch entwickeln kann. Die Zeit drängt, denn schon im Februar stehen die Play-offs an. Übersteht die Borussia die Zwischenrunde gegen Atalanta oder Leverkusen wartet übrigens entweder der FC Bayern oder Arsenal im Achtelfinale auf die Schwarz-Gelben. Die beiden dominanten Klubs der Ligaphase hätten mit dem BVB aus der Inter-Pleite wohl leichtes Spiel.

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