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·12 giugno 2026
Kritik nimmt zu: Brasilien wartet weiter auf Neymar

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Als Carlo Ancelotti die obligatorische Tracht Prügel kassierte, war von Neymar nichts zu sehen. Grinsend lief der Nationaltrainer durch ein enges Spalier, die Spieler der brasilianischen Nationalmannschaft „schlugen“ ihm auf den Rücken. Die Laune zu Ehren des 67. Geburtstages der Trainerlegende schien ausgelassen. Doch sorgenfrei ist „Don Carlo“ kurz vor dem WM-Auftakt gegen Marokko (Sonntag, 0 Uhr MESZ/MagentaTV und ZDF) nicht: Superstar Neymar fehlt dem Rekordweltmeister weiterhin.
Zuletzt sprach Ancelotti immer wieder von „Fortschritten“ und davon, dass sich der 34-Jährige „hoffentlich gut erholt“. Neymar sei schließlich „eine Legende des brasilianischen Fußballs“, so der Italiener. Noch aber fehlt der Fanliebling, den eine Muskelverletzung plagt, auf dem Platz. Die Zweifel am Rekordtorschützen (79 Tore) wachsen – selbst bei einer Rückkehr gegen Haiti (20. Juni) oder Schottland (25. Juni).
„Neymar war mal ein Weltklasse-Fußballer, heute ist er nur noch eine Marketing-Maschine“, sagte Bayern-Ikone Giovane Elber der Sport Bild: „Es tut mir aber leid, ich hätte ihn nicht nominiert. Vielleicht überrascht Neymar mich und spielt so gut wie vor einigen Jahren. Aber daran glaube ich nicht.“
Tatsächlich war die Nominierung eine Überraschung. Seit dem 18. Oktober 2023, fast 1000 Tagen also, hat Neymar kein Länderspiel mehr absolviert. Zuletzt lief er, wenn der Körper es zuließ, in der Heimat für den FC Santos auf. Davor war er zwei Jahre bei Al-Hilal in Saudi-Arabien. In einen konstanten Spielrhythmus kam er jeweils nicht. „Wie soll das nun bei der WM funktionieren? Aus meiner Sicht müssen die besten Spieler zur WM – und müssen auch fit sein“, sagt Elber.
Zuletzt betonte Ancelotti, der seit 2025 im Amt ist, Neymar sei ein „wichtiger Spieler“. Gesetzt sind in der Offensive aber längst andere wie etwa Raphinha vom FC Barcelona oder Vinicius Junior von Real Madrid.
Die Vorfreude des Superstars, dessen Social-Media-Kanäle derzeit fleißig bespielt werden, bremst das nicht. „Ich fühle mich wie ein Kind, wie ein 18-Jähriger, der zu seiner ersten WM fährt“, sagte Neymar: „Ich bin sehr stolz und glücklich, hier zu sein. Ich werde jede Sekunde, jeden Moment dieser WM genießen und hoffe, dass sie etwas ganz Besonderes wird.“
Auf etwas Besonderes, den sechsten WM-Triumph, warten die brasilianischen Fans seit 2002. In Rio de Janeiro sind die Straßen bunt geschmückt. Doch ein erfolgreicher Sommer blüht nach Ansicht von Elber nicht. „Das Viertelfinale kann Brasilien erreichen. Aber um den Titel zu gewinnen, müsste schon vieles zusammenpassen – und das passiert in so kurzer Zeit nicht.“







































