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·21 gennaio 2026
Manchester City: Pep Guardiolas Ausreden verdecken Versagen auf ganzer Linie

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·21 gennaio 2026

Nach der Niederlage in Norwegen droht Manchester City der Gang in die Champions-League-Play-offs. Haaland kritisiert den Auftritt, Guardiola spricht von Pech.
Manchester City verliert 1:3 bei FK Bodö/Glimt, einem Klub aus einer norwegischen Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern. Das ist keine Niederlage, das ist eine Bankrotterklärung. Und Erling Haaland, der Stürmerstar, der in seiner Heimat eigentlich triumphieren wollte, findet dafür die richtigen Worte: "Wir sind Manchester City – so können wir nicht auftreten."
Er hat recht. Und er hat noch mehr recht, wenn er sagt, dass offensichtlich etwas fehlt. Die Frage ist nur: Was genau? Und warum findet niemand bei diesem Klub eine Antwort darauf?
Star-Trainer Pep Guardiola flüchtet sich in Fatalismus. Seit Beginn des neuen Jahres laufe alles gegen sie, sagt der Katalane. Alles, was schiefgehen könne, gehe schief. Das klingt nach Schicksal, nach höherer Gewalt, nach Pech. Aber Pech erklärt nicht, warum eine Mannschaft mit diesem Kader, diesem Budget und diesem Trainer von einem norwegischen Außenseiter vorgeführt wird. Pech erklärt nicht, warum City auch in der Premier League seit vier Spielen nicht mehr gewinnen kann.
Die Wahrheit ist unbequemer: Diese Mannschaft hat ein strukturelles Problem. Die Abhängigkeit von Rodri, dem Strippenzieher im Mittelfeld, ist längst dokumentiert. Dass er gegen Bodö/Glimt mit Gelb-Rot vom Platz flog, passt ins Bild einer Saison, in der nichts mehr zusammenläuft. Aber selbst mit Rodri auf dem Platz fehlte City in den ersten 62 Minuten jede Kontrolle. Kasper Högh traf doppelt innerhalb von zwei Minuten, Jens Petter Hauge setzte mit einem Traumtor den Schlusspunkt. Das war keine Glücksserie der Norweger, das war systematisches Versagen der Engländer.
Haaland fordert mehr Verantwortung von seinen Mitspielern. Er will niemandem die Schuld geben, sagt er. Aber zwischen den Zeilen schwingt Frustration mit. Der beste Stürmer der Welt kann nicht alleine gewinnen. Er braucht Zuspiele, er braucht Räume, er braucht eine Mannschaft, die funktioniert. All das fehlt derzeit.
Manchester City droht nun der Gang in die Play-offs der Champions League. Eine direkte Qualifikation fürs Achtelfinale hat der Klub nicht mehr in der eigenen Hand. Für einen Verein, der sich als europäische Spitze versteht, ist das eine Demütigung. Für Guardiola, den Perfektionisten, muss es sich anfühlen wie ein persönliches Scheitern.
Die Krise bei City ist real. Sie lässt sich nicht mehr mit einzelnen Ausfällen oder Pechsträhnen erklären. Dieser Klub braucht Antworten – und zwar schnell. Sonst wird aus dem Mitfavoriten ein Frühaussteiger.







































