Borussia Dortmund
·25 marzo 2026
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·25 marzo 2026
Am Montag wurde bekannt, dass Ole Book neuer Sportdirektor von Borussia Dortmund wird. Am heutigen Mittwoch hat er seine Arbeit beim BVB aufgenommen. „Die ersten drei Stunden waren durchaus intensiv. Wir hatten zunächst Gelegenheit, Staff und Trainerteam zu begrüßen. Einige Spieler waren auch vor Ort. Auch viele Mitarbeiter der Geschäftsstelle durfte ich schon kennenlernen. Das hat viel Spaß und Lust auf mehr gemacht.“ Am Mittag stand die offizielle Vorstellung vor den Journalisten im Pressekonferenzraum des SIGNAL IDUNA PARK an.
„Viele weitere Termine werden noch folgen. Das ist gerade das Wichtigste: alle Menschen, die Prozesse, die Abläufe kennenzulernen. Das ist eine schöne Aufgabe, auf die ich mich freue. Dann werden wir ganz schnell auch ins sportlich-inhaltliche Arbeiten kommen“, so Book. „Ich freue mich, mit diesen positiven Eindrücken der ersten Stunden bei meinem Herzensverein in der Heimat loslegen zu können.“
Obwohl Book kurzfristig aus dem saarländischen Elversberg nach Dortmund gewechselt ist, war der Umzug das geringste Problem: Der neue Sportdirektor kommt ursprünglich aus Beckum. Die Familie ist auch in seiner Elversberger Zeit dort wohnen geblieben, sodass der Weg zur neuen Arbeitsstätte nicht allzu lange dauert: „Heute Morgen dauertes es gut eine halbe Stunde, das war gut zu machen.“
Ole Book über seine Verbundenheit zum BVB:„Die Verbundenheit reicht so weit zurück, wie ich mich erinnern kann. Das erste prägende Erlebnis war die knapp verpasste Meisterschaft am letzten Spieltag 1992. Etwas später war ich mit meinem Vater das erste Mal im Stadion. Alle zwei bis drei Jahre habe ich ein Trikot bekommen. Es gab auch viele Poster im Zimmer.“
… die Ausstiegsklausel für den BVB in seinem Vertrag bei Elversberg: „Es war ein berufliches Ziel, erfolgreich bei Borussia Dortmund zu arbeiten und hier mit allen Mitarbeitern anzupacken. Und ja, es war bestimmt ein Zeichen von Selbstvertrauen.“
… die Anfrage des BVB: „Ich bin mein Leben lang Fan, mein Vater ist Fan und mein Sohn und die meisten, die ich kenne. Also ist das natürlich etwas Besonderes. Auf der anderen Seite mache ich den Job jetzt auch schon seit über acht Jahren. Lars, Carsten und ich haben schnell gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Was sich Borussia Dortmund vom Teamgedanken und vom Miteinander wünscht, deckt sich mit dem, was ich zu bieten habe.“
… das Finden von „Perlen“ für die zweite Liga und die Bundesliga:„Gute Fußballer sind auch ligaübergreifend gute Fußballer. Natürlich ist es ein anderes Niveau, aber die Bundesliga und Borussia Dortmund kenne ich gut. Auch den internationalen Fußball habe ich in den letzten Jahren sehr intensiv verfolgt. Am Ende des Tages geht es immer darum: Was passt zusammen? Was passt in die Mannschaft? Was passt zu dem, was der Trainer spielen möchte? Da wollen wir in enger Zusammenarbeit Perlen finden – um im Bilde zu bleiben –, die Borussia Dortmund helfen. Die Vorgehensweise ist eine sehr ähnliche. Ich habe jetzt noch andere Möglichkeiten im Scouting und der Analyse. Es ist noch ein bisschen mehr Teamarbeit.“
… seine Ausrichtung: „Grundsätzlich stand und stehe ich für mutigen und offensiven Fußball. Am Ende des Tages wollen wir aber als Team den Kader analysieren und genau durchgehen, was wir leisten können, was wir bieten können und wie wir erfolgreich sein wollen. Das Wichtigste und was über allem steht, ist der Erfolg der Mannschaft und von Borussia Dortmund. Das ist kurzfristig, mittelfristig und langfristig zu sehen. Für alle Perspektiven fühle ich mich verantwortlich und allen will ich auch gerecht werden. Deswegen darf jetzt nicht erwartet werden, dass wir nur die jüngsten Spieler der Welt suchen, aber es ist auch ein Element, das für die Weiterentwicklung wichtig ist. Wir wollen Spieler finden, die in unser System passen, die zu unserem Trainerteam passen, zu den Werten, die der Verein lebt. Die Passung ist das Entscheidende bei allen Spielern. Dann werden wir gemeinsam sehen, wie der neue Weg aussehen kann.“
… die Eingewöhnungszeit:„Es sollte auf jeden Fall sehr schnell gehen. Ich fühle mich absolut bereit, direkt durchzustarten. Ich bin mir bewusst, dass es von der öffentlichen Wahrnehmung einige Schritte zwischen Elversberg und Dortmund sind. Mehr als dieses Bewusstmachen kann man vorher nicht tun, den Rest muss ich erleben. Ich habe ein erfahrenes Team um mich herum, das mich begleitet und mir helfen kann.“
… seine Arbeitsweise:„Es geht in erster Linie um die Analyse des Kaders und dabei sind alle gefragt. Da geht es um eine enge Zusammenarbeit mit dem Trainerteam, den Analysten, dem Scouting, allen Kollegen. Und natürlich werde ich auch ganz stark meine Ideen und Impulse einbringen. Von dieser Analyse ausgehend wollen wir einen guten Kader in jedem Detail planen. Wir möchten ein Team aufs Feld schicken, bei dem jedes Rad ins andere greift. Das ist ganz klare Detailarbeit. Fleiß ist die Basis des Scoutings, und Scouting ist die Basis der Kaderplanung, und die Kaderplanung ist die Basis des Erfolgs von Borussia Dortmund. Deswegen sollten wir erstmal mit Fleiß anfangen.“
… die Zusammenarbeit mit Trainern: „Mit Niko habe ich gestern das erste Mal telefoniert. Ich habe ein gutes Gefühl und glaube auch, dass er sich auf die Zusammenarbeit freut. Ich freue mich auf jeden Fall total darauf. Die Zusammenarbeit des Sportdirektors mit dem Cheftrainer ist einer der wichtigsten Schnittpunkte in jedem Fußballverein. Mir liegt ganz viel daran, dass wir ein super Vertrauensverhältnis aufbauen, dass wir ganz offen und transparent miteinander reden.“
Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung, und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nutzten die Pressekonferenz auch, um sich noch einmal bei Sebastian Kehl zu bedanken. „Ich möchte Sebastian Kehl im Namen von Borussia Dortmund ganz herzlich Danke sagen, nicht nur für seine Tätigkeit als Sportdirektor, sondern auch für all das, was er im Trikot auf dem Rasen geleistet hat. Es gibt kaum einen Spieler, kaum einen Menschen, der sich so auf Borussia Dortmund eingelassen hat wie Sebastian Kehl“, so Cramer.
Carsten Cramer über die Neuausrichtung: „In den letzten Wochen und Monaten haben wir aufgezeigt, dass wir eine Menge Mut aufbringen wollen, dass wir Lust haben, Borussia Dortmund noch besser zu machen. Mit der Entscheidung, auf dieser Position eine Veränderung vorzunehmen, nicht nur den Reset-Button zu drücken, sondern wirklich ein Update zu starten, wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir als Borussia Dortmund eine Menge vorhaben. Ich habe den Eindruck, dass wir in Person von Ole jemanden an Bord holen konnten, der für den neuen BVB steht. Das Puzzlestück mit Ole passt.“
Lars Ricken über Ole Book: „Neben mir sitzt jetzt die Zukunft. Es fühlt sich wirklich wie ein Neuanfang an. Ole steht natürlich auch für das Gespür für junge Talente, aber auch genauso dafür, einen Kader zu bauen, der erfolgreich ist. Er hat extrem gute Arbeit gemacht und hat sich so auch ein hervorragendes Netzwerk aufgebaut. Dass er eine gewisse BVB-Sympathie besitzt, ist für uns nicht von Nachteil gewesen. Sonst wäre es uns auch nicht möglich gewesen, ihn so kurzfristig zu verpflichten, weil er sich eine Ausstiegsklausel nur für Borussia Dortmund in seinen Vertrag hat schreiben lassen. Das zeigt natürlich auch Selbstbewusstsein und Weitsicht.“









































