Menschenrechtsgruppen warnen: WM 2026 wird „Paradies für Sportswashing“ | OneFootball

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·29 aprile 2026

Menschenrechtsgruppen warnen: WM 2026 wird „Paradies für Sportswashing“

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Die WM 2026 wird nicht nur wegen ihrer sportlichen Bedeutung mit Spannung erwartet. Auf politischer Ebene steht das Turnier in der Kritik.

Dem englischen Guardian zufolge befürchten Menschenrechtsorganisationen, dass die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ein „Paradies für Sportswashing“ werden könnte. Diese Bedenken äußerte unter anderem Micky Worden von Human Rights Watch.


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„Dies sollte die erste Weltmeisterschaft überhaupt mit einem Menschenrechtsrahmen sein: mit wichtigen Schutzmaßnahmen für Arbeiter, Fans, Spieler und Gemeinden. Stattdessen bergen das brutale Vorgehen der US-Regierung gegen Einwanderer, ihre diskriminierende Politik und die Bedrohungen der Pressefreiheit die Gefahr, dass das Turnier von Ausgrenzung und Angst geprägt sein wird“, befürchtete Worden: „Ich denke, wir sind hier, um zu sagen, dass das Problem des Sportswashings nach wie vor besteht und diese Weltmeisterschaft ein gefundenes Fressen für Sportswashing sein wird.“

Nach Katar: Wird auch die WM in den USA zur Farce?

Als Sportswashing wird die Praxis bezeichnet, durch beliebte Sportgroßereignisse positive Berichterstattung und Eindrücke zu vermitteln, die Missstände im Gastgeberland überstrahlen sollen. Die letzte WM in Katar galt als „Paradebeispiel“ für Sportswashing. Die Menschenrechtsverletzungen beim Gastgeber und die vielen Menschenleben, die der Bau der Stadien gekostet hat, sollte durch Bilder von feiernden Fans und mitreißenden Fußballspielen in den Hintergrund rücken.

„In den Vereinigten Staaten hat Donald Trump alles darangesetzt, den Sport als Waffe einzusetzen, um sowohl die aggressive Einwanderungspolitik zu verschleiern als auch den Eindruck zu erwecken, diese Weltmeisterschaft sei ein sicheres und unterhaltsames Ereignis“, so Worden weiter: „Unsere heutige Botschaft lautet: Sie ist weder sicher noch besonders unterhaltsam und steht vor beispiellosen Herausforderungen.“

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Foto: Getty Images

Für Martin Endemann ist das Turnier in Nordamerika ein großes Fragezeichen. „Normalerweise haben wir gewisse Erwartungen, aber ich habe absolut keine Ahnung“, zitiert der Guardian den Head of Policy bei Football Supporters Europe: „Ich weiß nicht, was nach dem ersten Protest im Stadion passiert. Ich weiß nicht, was beim ersten Protest außerhalb des Stadions passiert, vielleicht von der Zivilgesellschaft, vielleicht von der Gemeinde, vielleicht von Fans. Und ich weiß nicht, wie die Polizei in den USA auf kleinere Vergehen reagiert.“

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