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·11 marzo 2026

Mission Possible: Warum Dieter Hecking den VfL Wolfsburg retten wird

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Der 61-Jährige soll den Tabellenvorletzten vor dem Abstieg retten. Vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und neun Spieltage bleiben dem erfahrenen Trainer.

Ich gestehe, meine erste Reaktion auf die Verpflichtung von Dieter Hecking in Wolfsburg war Verwunderung: "Ist der nicht schon Rentner?", fragte ich mich. Das liegt aber nur daran, dass ich nicht rechnen kann. Klar, er ist extrem lange im Geschäft – die Wölfe sind Heckings elfte Trainerstation in 26 Jahren. Und der Mann ist ja auch tatsächlich neuer Alterspräsident der Bundesliga – sein Stellvertreter: der Mainzer Urs Fischer (60).


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Trotzdem ist Hecking "erst" 61 Jahre alt, also weit entfernt von Rentenbewilligungsbescheid.

Hecking ist der Bumerang des Fußballs: Er kommt immer wieder zurück. Und das jedes Mal vollgestopfter mit Erfahrungen und Tricks, was diesmal einen stinkreichen, fehlgeleiteten Tabellenvorletzten retten könnte.

Schafft Hecking das Wunder?

Nun, ein Wunder wäre der Klassenverbleib kaum, schließlich übernimmt der Ex-Fußballprofi nicht Heidenheim (zehn Punkte Rückstand) oder Schweinfurt (18 Punkte in Liga drei), sondern VfL Wolfsburg, und zwar vom chronisch erfolglosen Vorgänger Daniel Bauer.

Das rettende Ufer ist machbare vier Punkte entfernt, die Restsaison neun Spieltage lang, und die Mannschaft des VfL hat was von Hauptsponsor VW: top Produkt eigentlich, aber irgendwas stimmt nicht, der Gewinn fällt und fällt und fällt.

Was mit Missmanagement erster Güteklasse zu tun hat, also ich spreche jetzt mangels Kfz-Fachwissen von der Fußballabteilung. Die Folge: Schiss.

"Das ist etwas, wo wir auch von der Psychologie her ranmüssen. Ich glaube, Angst hemmt", hat Hecking gesagt. Wobei ich glaube, dass man das mit der Angst nicht glauben muss, das ist so.

Es ist nicht überliefert, ob Hecking Psychologe studiert hat (überliefert ist, dass er drei Jahre als Polizist gearbeitet hat), aber ich bin ehrlich gesagt optimistisch. Und zwar nicht, weil er 2015 den DFB-Pokal mit Wolfsburg gewann, dafür kann man sich 2026 keinen halben Bundesligapunkt kaufen.

Nein, meine Zuversicht kommt woanders her: Hecking hat Zugriff auf seine Erfahrung plus auf einen Kader, von dem zum Beispiel die Verfolgten St. Pauli, Mainz oder Köln nur träumen können. Der neue Wolfsburg-Trainer schöpft aus 250 Millionen Euro Kader-Marktwert, mehr als der 1. FC Köln und der FC St. Pauli zusammen. Das hat was von Mercedes gegen Audi in der Formel 1.

Andererseits liefen Heckings letzten Stationen so lala. Mit Bochum stieg er trotz anderslautendem Auftrag ab, in Nürnberg sprang er nur ein, den HSV konnte er trotz anderslautendem Auftrag nicht in die erste Liga befördern.

Wie gesagt: Die Arbeitsbedingungen sind diesmal deutlich besser. Hecking kann auf eigentlich sehr gute Spieler wie Arnold, Eriksen, Amoura, Koulierakis etc. zurückgreifen.

Außerdem: Wenn Tom Cruise mit 63 die Welt retten kann, warum sollte dann für einen 61-Jährigen nicht Wolfsburg machbar sein? Mission Possible, Herr Hecking!

Als Nächstes geht es aber nach Hoffenheim.

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