FC Bayern München
·1 aprile 2026
Mit Torhunger nach Freiburg: Bayern bereit für Real-Generalprobe

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Mit einem 4:0 vom 21. März gegen Union Berlin reist der FC Bayern nach der Länderspielpause mit ordentlich Rückenwind in den Breisgau – und mit einer Menge beeindruckender Zahlen im Gepäck. Gegen die Eisernen feierten die Münchner nicht nur einen nie gefährdeten Sieg, sie betrieben dabei regelrechten Chancenwucher: 31 Abschlüsse und ein Expected-Goals-Wert von 5,1 zeigen, wie viel Offensivpower die Bayern aktuell auf den Platz bringen. Nur einmal lag der xG-Wert unter Vincent Kompany höher – beim 5:1 gegen die TSG Hoffenheim. In einem Spiel ohne Elfmeter war der Wert noch nie so hoch wie gegen Union, 31 Abschlüsse hatte es unter dem Belgier zuvor nur beim 10:0 gegen Auckland City bei der Klub-WM gegeben.
Der Torhunger der Bayern spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Nach 27 Spieltagen steht der Rekordmeister bei 97 Saisontoren, nur vier Treffer fehlen noch auf den Bundesliga-Saisonrekord von 101 Toren aus der legendären Spielzeit 1971/72. Beim jüngsten 4:0 traf der FC Bayern bereits zum 21. Mal in dieser Bundesliga-Saison mindestens dreifach – eine Marke, die in dieser Häufigkeit bisher nur die Münchner selbst in der Vorsaison erreicht haben. Dazu winkt ein weiterer Meilenstein: Zum vierten Mal nach 2012/13, 2020/21 und 2021/22 könnten die Bayern in jedem Spiel einer Bundesliga-Saison treffen. Mit 70 Punkten nach 27 Partien spielen die Münchner zudem ihre drittbeste Bundesliga-Saison – nur 2012/13 und 2013/14 waren sie zu diesem Zeitpunkt noch besser unterwegs.
Spannend: In einer Kategorie liegen Freiburg und Bayern aktuell gleichauf – bei den Comeback-Qualitäten. Dem SC Freiburg drohten auf St. Pauli beim Zwischenstand von 0:1 erstmals in dieser Bundesliga-Saison zwei Niederlagen in Folge, doch ein Doppelpack von Igor Matanović drehte die Partie in ein 2:1. Sowohl der Sport-Club als auch der FC Bayern holten in dieser Saison bereits 19 Punkte nach Rückständen, mehr als jeder andere Verein. Fünfmal drehte Freiburg einen Rückstand noch in einen Sieg – geteilter Ligahöchstwert, gemeinsam mit den Münchnern.
Trotz dieser Moral wackelt Freiburgs Heimstärke. Mit dem 0:1 gegen Union Berlin riss eine Serie von elf ungeschlagenen Bundesliga-Heimspielen, nun drohen erstmals in dieser Saison zwei Heimniederlagen in Folge. Und: Gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte sprang in 13 Spielen nur ein Sieg heraus, dazu fünf Unentschieden und sieben Niederlagen – ein Wert aus dem Tabellenkeller der Statistik.
Auf Münchner Seite steht ein Spieler besonders im Fokus: Serge Gnabry. Beim 4:0 gegen Union Berlin erzielte er seinen ersten Bundesliga-Doppelpack seit fast drei Jahren und steht nun bei 99 Bundesliga-Treffern. Sein nächstes Tor wäre sein 100. im Oberhaus, 78 davon erzielte der 30-Jährige für den FC Bayern. Unter den aktuellen Bundesliga-Spielern hat bislang nur Andrej Kramarić diese Marke bereits geknackt – Gnabry liegt in dieser Rangliste auf Rang zwei und hat mit seinem 78. Treffer für den Rekordmeister zudem mit Legende Roy Makaay gleichgezogen.
Auch Michael Olise reist mit Spitzenwerten und starken Erinnerungen an den kommenden Gegner an. Beim 4:0 gegen Union Berlin sammelte der 24-Jährige seine 28. direkte Torbeteiligung in dieser Bundesliga-Saison (elf Tore, 17 Assists) und hat seine Vorsaison bereits übertroffen. Im Hinspiel gegen den SC Freiburg lieferte Olise eine Gala-Vorstellung: Beim 6:2 war der Franzose an fünf Toren direkt beteiligt (zwei Treffer, drei Vorlagen) – eine Marke, die in Europas Top-Fünf-Ligen in dieser Saison kein anderer Spieler erreicht hat. Nur Harry Kane und Erling Haaland kommen aktuell auf mehr direkte Torbeteiligungen als der Bayern-Offensivmann.
Die Ausgangslage vor dem Duell ist klar: Der FC Bayern führt die Bundesliga mit 22 Siegen, vier Unentschieden, nur einer Niederlage und einem Torverhältnis von 97:25 souverän an. Freiburg kämpft um Europa, bringt Comeback-Qualitäten mit, tut sich aber vor allem gegen Topteams schwer. Die Bayern dagegen jagen Torrekorde, persönliche Bestmarken und das nächste Statement im Titelkampf – die Fakten versprechen ein intensives Duell im Schwarzwald. Noch dazu mit Blick auf den darauffolgenden Dienstag: Da reist der FC Bayern zum Champions League-Viertelfinale ins Bernabéu zu Real Madrid.









































