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·9 aprile 2026
Nach dem Derby folgt der nächste Knall: Adali, Yalcin, Cerny und Agbadou an den PFDK verwiesen

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·9 aprile 2026

Die Nachwirkungen des Derbys zwischen Fenerbahce und Besiktas (1:0) gehen auf der Disziplinarebene weiter. Nach der Partie wurden der Besiktas-Klub selbst, Präsident Serdal Adali, Trainer Sergen Yalcin, Vaclav Cerny und Emmanuel Agbadou an den PFDK, den Disziplinarausschuss für Profi-Fußball, verwiesen. Damit weitet sich die ohnehin hitzige Derby-Debatte nun auch auf das juristisch-disziplinarische Feld aus.
Der Klub wurde nach dem Derby vom 5. April 2026 in zwei Punkten an den Ausschuss überwiesen. Zum einen geht es um „hässlichen und schlechten Jubel“ nach Artikel 53 der Fußballdisziplinarordnung, zum anderen um „Feldereignisse“ nach Artikel 52. Damit steht nicht nur das Geschehen auf dem Platz, sondern auch das Verhalten rund um die Partie im Fokus der Disziplinarinstanzen.
Für Besiktas bedeutet das, dass die Derby-Nachbereitung nun nicht mehr nur sportlich und medial geführt wird. Auch der Verein selbst muss sich wegen der Vorgänge im Stadion verantworten.
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Auch Präsident Serdal Adali wurde nach dem Spiel an den PFDK verwiesen. Hintergrund sind seine Aussagen auf dem offiziellen X-Account sowie seine Äußerungen in der Presse nach dem Derby. Die Vorwürfe beziehen sich auf eine mögliche Schädigung des Ansehens des Fußballs nach Artikel 38 der Disziplinarordnung.
Gerade nach dem emotionalen Verlauf des Derbys und den anschließenden öffentlichen Reaktionen war bereits abzusehen, dass bestimmte Aussagen ein disziplinarisches Nachspiel haben könnten. Nun ist klar, dass auch der Vereinspräsident persönlich Teil dieses Verfahrens wird.
Trainer Sergen Yalcin wurde ebenfalls wegen seiner Aussagen im Flash-Interview nach dem Spiel an den Ausschuss überwiesen. Auch bei ihm lautet der zentrale Punkt, dass seine Worte den Ruf des Fußballs beschädigt haben könnten. Grundlage dafür ist ebenfalls Artikel 38 der Fußballdisziplinarordnung.
Wichtig dabei ist, dass die Überweisung in seinem Fall ohne Vorsichtsmaßnahme erfolgte. Das heißt, das Verfahren läuft, ohne dass vorab eine unmittelbare disziplinarische Sperre oder Einschränkung ausgesprochen wurde.
Nicht nur Funktionäre und Trainer stehen im Fokus, sondern auch Spieler. Vaclav Cerny wurde wegen eines Beitrags auf seinem offiziellen Instagram-Account vom 6. April 2026 an den PFDK verwiesen. Auch hier lautet der Vorwurf, dass die Aussagen nach Artikel 38 geeignet gewesen sein könnten, dem Ansehen des Fußballs zu schaden.
Damit zeigt sich, dass die Disziplinarorgane die Derby-Nachwirkungen nicht nur in klassischen Interviews oder Presseerklärungen prüfen, sondern ausdrücklich auch Äußerungen in sozialen Medien einbeziehen.
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Am härtesten fällt die Lage zunächst bei Agbadou aus. Der Besiktas-Spieler wurde nach seinem Flash-Interview wegen Beleidigung gemäß Artikel 41 der Fußballdisziplinarordnung an den Ausschuss verwiesen. Im Unterschied zu mehreren anderen Fällen wurde gegen ihn zugleich eine Vorsichtsmaßnahme ausgesprochen.
Das macht seine Situation besonders brisant, weil hier nicht nur ein normales Verfahren läuft, sondern bereits vorab eine disziplinarische Schutzmaßnahme ergriffen wurde. Damit könnte der Fall von Agbadou schneller und spürbarer Folgen haben als die übrigen Vorgänge rund um das Derby.
Nach dem Spiel gegen Fenerbahce setzt sich der Druck auf Besiktas damit auf mehreren Ebenen fort. Sportlich bleibt die Partie ohnehin ein großes Thema, emotional war sie bereits hoch aufgeladen. Jetzt kommt zusätzlich eine breite disziplinarische Aufarbeitung hinzu, die den Verein, seinen Präsidenten, den Trainerstab und Spieler betrifft.
Vor allem die Vielzahl der Verweisungen zeigt, wie groß das Nachspiel dieses Derbys geworden ist. Mit Serdal Adali, Sergen Yalcin, Vaclav Cerny und Agbadou stehen gleich mehrere prominente Namen im Fokus – und bei Agbadou ist die Lage wegen der Vorsichtsmaßnahme bereits jetzt besonders ernst.
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