REAL TOTAL
·12 febbraio 2026
Nach einem turbulenten Jahr: Asencio feiert 23. Geburtstag

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Feliz cumple! Raúl Asencio del Rosario feiert seinen 23. Geburtstag und blickt dabei womöglich auf das turbulenteste Jahr seiner noch jungen Karriere zurück. Kaum ein anderer Spieler aus der jüngeren Vergangenheit hat bei Real Madrid in so kurzer Zeit einen derartigen Wandel erlebt: Vom umstrittenen Talent aus der zweiten Reihe hin zu einem ernstzunehmenden Bestandteil der ersten Mannschaft.
Asencio hat sich beim spanischen Rekordmeister etabliert – Foto: Angel Martinez/Getty Images
Dabei begann alles mit einem echten Durchbruch. Nachdem eigentlich kaum jemand den Namen Asencio kannte, er aber am 9. November 2024 erstmals von Carlo Ancelotti in den Kader berufen wurde, kam es zum Glück im Unglück. Denn als sich Éder Militao erneut einen Kreuzbandriss zuzog, schlug seine Stunde und er nutzte das generelle Verletzungspech in der königlichen Abwehr aus – und das direkt mit einer Traumvorlage auf Jude Bellingham.So nutzte er im Laufe der Saison 2024/25 seine Chance(n) und spielte sich überraschend in den Fokus. Verletzungen im Abwehrzentrum öffneten ihm die Tür und der Spanier, der am 13. Februar 2023 in Las Palmas geboren wurde, überzeugte mit mutigen Auftritten und einem bemerkenswerten Maß an Selbstvertrauen für sein Alter. Plötzlich war er nicht mehr nur Ergänzung, sondern eine echte Option für die Startelf.
Asencio für Real
Doch parallel zum sportlichen Aufstieg wurde Asencio auch mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Ein alter Skandal holte ihn medial wieder ein, verbunden mit Ermittlungen und massiver öffentlicher Kritik. Zur Erinnerung: Bei einer Razzia im Herbst 2023 auf Reals Trainingsgelände in Valdebebas wurden vier Canteranos beschuldigt, ein Sexvideo mit einer Minderjährigen verbreitet zu haben. Drei dieser Jugendspieler wurden danach vom Klub entlassen, Asencio – damals noch quasi ein 20-jähriger Unbekannter – blieb, weil er jenes Video scheinbar nur besaß, um das Opfer zu warnen. In mehreren Interviews brach der Innenverteidiger schließlich sein Schweigen und stellte klar, dass er sich keines kriminellen Verhaltens schuldig gemacht hab, „Ich habe mich nicht an einem Verhalten beteiligt, das die sexuelle Freiheit einer Frau, geschweige denn einer Minderjährigen, verletzt hat. Dies wird durch den Beschluss des genannten Gerichts bestätigt.“ Der psychische Druck war dennoch enorm, was sich auch in den Stadien bemerkbar machte. Wiederholt wurde Asencio Opfer von geschmacklosen Todesrufen, in der Partie gegen Real Sociedad sogar derartig massiv, dass er zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Trotzdem blieb der Innenverteidiger bemerkenswert gefasst. Statt sich zu verstecken, suchte er die Selbstreflexion. Nach schwächeren Auftritten, unter anderem bei der Klub-WM, ging er öffentlich mit sich selbst ins Gericht und sprach offen über Fehler und Lernprozesse. Eine Haltung, die beim spanischen Rekordmeister auf großen Respekt stieß.
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Der Lohn folgte wenig später: Die Blancos nahmen den Canterano offiziell in den Profikader auf, statteten ihn mit einem Vertrag bis 2031 aus. Parallel dazu wurde er erstmals für die spanische Nationalmannschaft nominiert, ohne den Umweg über die U21 – spätestens jetzt war er kein No-Name mehr. Ein deutliches Signal, wie stark seine Entwicklung wahrgenommen wird. Inzwischen gilt Asencio, trotz hitzigem Gemüt, als Stabilitätsfaktor in der Defensive. Nicht spektakulär, aber konstant, taktisch diszipliniert und voller Einsatz. Viele sehen in ihm bereits einen neuen Nacho: Vielseitig einsetzbar, loyal, mannschaftsdienlich und ohne Starallüren, so spielt er schon seit Monaten mit Problemen am Schienbein und beißt auf die Zähne. Genau jene Art Spieler, die bei Real Madrid oft unterschätzt wird, aber langfristig enorm wertvoll ist. Zum 23. Geburtstag steht Raúl Asencio sinnbildlich für einen Reifeprozess unter Extrembedingungen. Zwischen öffentlichem Druck, sportlichen Höhen und persönlichen Tiefschlägen hat er sich behauptet und ist heute näher an der Stammelf als je zuvor.
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