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·24 febbraio 2026
Nach fünf Pleiten in Folge: Holstein Kiel trennt sich von Rapp

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Drei Tage nach der 1:3-Niederlage beim Karlsruher SC hat Holstein Kiel am Dienstag die Reißleine gezogen und sich von Cheftrainer Marcel Rapp getrennt. Auch Co-Trainer Alexander Hahn muss gehen. Damit reagieren die Störche auf die bislang enttäuschende Saison. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Nur 24 Punkte in 23 Spielen, erst sechs Siege und in der Tabelle lediglich auf Platz 14 - bei nur noch einem Punkt Vorsprung vor dem Abstiegsrelegationsplatz: Nach dem Abstieg aus der Bundesliga spielt Holstein Kiel bislang eine schwache Saison. Am Samstag unterlagen die Störche mit 1:3 beim Karlsruher SC und kassierten damit die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Folge. Insgesamt sind die Kieler bereits seit sechs Partien sieglos. Die Konsequenz: Marcel Rapp ist mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden.
Wie die Störche mitteilten, sei diese Entscheidung "nach langen, internen Diskussionen" einvernehmlich getroffen worden, "um einen neuen Impuls auf der Trainerposition zu setzen". Ausschlaggebend sei die "sportliche Entwicklung in den vergangenen Wochen" sowie die "Gesamtsituation in der laufenden Saison" gewesen, heißt es. "Trotz großem Engagement und hoher Identifikation mit dem Verein konnte die Mannschaft gemeinsam mit dem Trainerteam zuletzt nicht die erhofften Ergebnisse erzielen."
Die Verantwortlichen sehen daher in einem Trainerwechsel einen notwendigen Schritt, um damit neue Energien freizusetzen, wie Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe erklärt: "Nach eingehender Analyse der sportlichen Entwicklung und intensiven Gesprächen mit meinen Präsidiumskollegen und dem Aufsichtsrat sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine Veränderung braucht." Gleichzeitig dankt er Rapp, der mit seinem Team "KSV-Geschichte geschrieben" habe. "Seine Arbeit, sein Engagement und sein Umgang mit den Menschen war außergewöhnlich und wird immer in Erinnerung bleiben – gerade deshalb fällt uns dieser Schritt sehr schwer." Allerdings sei man nach umfassender Bewertung der aktuellen Situation zu der Überzeugung gelangt, dass im Sinne der sportlichen Zielsetzung ein neuer Impuls gesetzt werden müsse, so Rebbe weiter.
Mit dem Rapp-Aus geht beim KSV Holstein eine Ära zu Ende, schließlich stand der 46-Jährige über vier Jahre an der Seitenlinie der Störche. Sein größter Erfolg war der Bundesliga-Aufstieg im Mai 2024. Zwar ging es für Norddeutschen direkt wieder zurück in die 2. Liga, dennoch blieb Rapp im Amt. Nach 24 Spielen ist nun jedoch Schluss. Insgesamt saß der 46-Jährige in 160 Partien auf der Bank - bei 60 Siegen und 35 Unentschieden, was einem Punkteschnitt von 1,34 entspricht.
Rapp blickt "mit großer Dankbarkeit und ebenso großer Überzeugung“ auf seine Zeit bei Holstein Kiel zurück. Man habe "eine klare sportliche Identität entwickelt, Strukturen aufgebaut und mit dem Aufstieg in die Bundesliga Vereinsgeschichte geschrieben". Dieser Erfolg sei "das Ergebnis harter, kontinuierlicher Arbeit und einer starken Geschlossenheit innerhalb des gesamten Klubs" gewesen. Nach dem Umbruch im Sommer habe sich der Verein "in einem anspruchsvollen, aber aus meiner Sicht sehr gut geplanten Entwicklungsprozess" befunden. Er sei überzeugt, "dass wir die sportlichen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich gemeistert und die Saison stabil gestaltet hätten".
Die Entscheidung des Vereins respektiere er und gehe "mit voller Energie" weiter seinen Weg. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten ihn "als Trainer weiter gefestigt“. Holstein Kiel werde "immer ein besonderer Klub bleiben", der Mannschaft wünsche er "für die Restsaison und darüber hinaus viel Erfolg". Wer auf Rapp folgen wird, steht noch nicht fest. Über die Nachfolgelösung will die KSV "zeitnah" informieren. Bis dahin übernimmt das bestehende Trainer- und Funktionsteam um Co-Trainer Dirk Bremser die Verantwortung für das Training.
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