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·31 marzo 2026
Neue Entwicklung im Poker um Julian Alvarez - Barça & Arsenal dran

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·31 marzo 2026

Atlético Madrid soll die "feste Absicht" haben, Julian Alvarez einen neuen Vertrag anzubieten, der ihn zum bestbezahlten Spieler des Vereins machen würde, um das Interesse des FC Arsenal und FC Barcelona abzuwehren.
Alvarez’ Position in der spanischen Hauptstadt ist eigentlich ziemlich sicher. Der Weltmeister steht unter Vertrag, der noch vier Jahre läuft und eine Ausstiegsklausel in Höhe von 500 Millionen Euro enthält. Allerdings hat sich Alvarez nicht gerade zu Atlético bekannt, als er kürzlich auf eine Frage zu seiner Zukunft mit der bewusst vagen Antwort "Wer weiß?" reagierte.
"Vielleicht ja, vielleicht nein, man weiß es nie", fügte er wenig hilfreich hinzu.
Atlético ist geneigt, dieses "vielleicht" mit einer Vertragsverlängerung in eine Gewissheit zu verwandeln, die Alvarez laut MARCA ein Nettogehalt von zehn Millionen Euro einbringen würde – eine deutliche Steigerung gegenüber seinem derzeitigen Jahresgehalt von sieben Millionen Euro. Diese Summe würde den 26-Jährigen auf das gleiche Gehaltsniveau wie den Topverdiener des Vereins, Jan Oblak, katapultieren.
Die Gespräche haben noch nicht offiziell begonnen, auch wenn Alvarez sich der Absichten von Atlético bewusst sein soll. Klar ist, dass sich der Argentinier vor einem möglicherweise entscheidenden Sommer-Transferfenster in einer Position der Stärke befindet.
Arsenal verfügt über die finanzielle Stärke der Premier League, während Barcelona so knapp bei Kasse ist, dass der Verein in den letzten Jahren das kostenlose Frühstück für die Nachwuchsspieler streichen musste. Und doch sind es paradoxerweise die Katalanen, denen es möglicherweise leichter fällt, ein Finanzpaket zu schnüren, das mit dem von Atlético konkurrieren kann.
Die von MARCA genannten Zahlen gelten als nach Abzug der Steuern. Das Angebot von Atlético würde somit einem Bruttobetrag von etwa 18,9 Millionen Euro pro Jahr entsprechen.
Zum Vergleich: Bukayo Saka wurde kürzlich mit einem Jahresgehalt von umgerechnet 18,1 Millionen Euro zum bestbezahlten Spieler bei Arsenal. Die Gunners sind Berichten zufolge gezwungen, in diesem Sommer Spieler zu verkaufen, um sicherzustellen, dass sie die Finanzvorschriften der Premier League weiterhin einhalten, nachdem sie über mehrere Jahre hinweg umfangreiche Ausgaben getätigt haben, die durch minimale Einnahmen nicht ausgeglichen wurden. Seit der Saison 2021/22 hat nur ein Verein im Weltfußball höhere Nettoausgaben verzeichnet als Arsenal.
Im krassen Gegensatz dazu wurde der FC Barcelona im gleichen Zeitraum von Norwich City übertrumpft. Präsident Joan Laporta erbte einen Verein, der aufgrund einer Kombination aus chronischem Missmanagement und der Corona-Pandemie mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte. Dank einiger geschickter "Palancas" – Hebel (oder Schlupflöcher) – konnten die wenigen Mittel, die der Verein aufbringen konnte, jedoch direkt wieder in den Kader fließen. Wie Barcelonas legendärer ehemaliger Spieler und Trainer Johan Cruyff einmal sagte: "Das Geld sollte auf dem Spielfeld sein. Nicht auf der Bank."
Vor diesem Hintergrund konnte Barcelona das Gehalt von Robert Lewandowski finanzieren. Der bestbezahlte Spieler des Vereins verdient Berichten zufolge rund 24 Millionen Euro – deutlich mehr, als Alvarez zugesagt wurde. Hinzu kommt, dass Lewandowskis Vertrag diesen Sommer ausläuft und er den Verein verlassen könnte, wodurch ein Platz im Kader und im Budget frei wird, in den Alvarez perfekt hineinpasst.
Allerdings gibt es da noch die kleine Angelegenheit der Ablösesumme. Atlético dürfte wohl äußerst zögerlich sein, mit einem direkten Rivalen Geschäfte zu machen, doch wäre es nicht der erste Transfer zwischen den beiden Vereinen. Antoine Griezmann verließ die Hauptstadt 2019 bekanntlich für satte 120 Millionen Euro in Richtung Barcelona. Dieser Deal ging so spektakulär nach hinten los, dass Barça nur drei Jahre später davon überzeugt war, den Franzosen für rund 30 Millionen Euro zurück an Atlético zu verkaufen.
Es scheint, als könnten beide Vereine finanziell mit Atlético mithalten, aber ob einer von beiden bereit ist, ein so teures Risiko einzugehen, ist eine ganz andere Frage.









































