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·15 aprile 2026

Neuer patzt, Kimmich geht voran und Olise zaubert – der FC Bayern in der Einzelkritik

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Am Mittwochabend empfing der FC Bayern München im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals Real Madrid. In einer packenden Partie gewann der deutsche Rekordmeister am Ende mit 4:3 und zog so ins Halbfinale der "Königsklasse" ein. Wie sich dabei die einzelnen Spieler der Münchner verkauften, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik. 

Manuel Neuer: Bei den beiden Traumtoren von Arda Güler zum 0:1 und 1:2 sah der 40-Jährige nicht gut aus, indem er den jungen Türken zunächst durch einen katastrophalen Fehlpass einlud und dann beim direkten Freistoß des Spielmachers die nötige Spannung vermissen ließ, um die Kugel aus dem Winkel zu kratzen. In der zweiten Halbzeit hatte Neuer dafür zwei, drei gute Aktionen wo er sich auf der Linie noch einmal auszeichnen konnte. (Note: 4,5)


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Josip Stanišić: Der Kroate konnte mit dem Tempo von Vinícius Júnior und Kylian Mbappé nicht mithalten, weshalb er immer wieder überspielt wurde. Wenn Stanišić seinen Gegner mal stellen konnte, blieb er in den Zweikämpfen auch stabil, doch passierte dies zu selten. Vor dem 2:3 von Kylian Mbappé war es sein Ballverlust, der den Gegentreffer einleitete. Zur Pause wurde der 26-Jährige ausgewechselt und durch Alphonso Davies ersetzt. (Note: 4)

Dayot Upamecano: Licht und Schatten hatte der Auftritt des Franzosen, der zwar einerseits durch starke Tacklings auffiel, andererseits auch kleinere Ungenauigkeiten und Leichtsinnsfehler in seinem Spiel hatte. Das zwischenzeitliche 2:2 durch Harry Kane bereitete Upamecano dann durch einen schönen Pass vor. (Note: 2,5)

Jonathan Tah: Auch der deutsche Nationalspieler hatte enorme Probleme mit dem Tempo von Vinícius Júnior und Kylian Mbappé. So konnte er den Franzosen beim zwischenzeitlichen 2:3 auch nicht daran hindern, sich freizulaufen und einzuschieben. Insgesamt war es nicht der Abend des 30-Jährigen und er fand einfach nicht in die Zweikämpfe. (Note: 4)

Konrad Laimer: Der Österreicher war erneut auf dem ganzen Platz zu finden und spulte viele Meter ab. Dabei verwickelte er die Gäste immer wieder in Zweikämpfe und konnte auch besonders wichtige im eigenen Strafraum für sich entscheiden, im Mittelfeld prallte Laimer aber wiederholt an Jude Bellingham und Federico Valverde ab. (Note: 3)

Joshua Kimmich: Als Taktgeber der Münchner hatte Joshua Kimmich oft den Ball am Fuß und spielte viele geschickte, eröffnende Pässe. Darüber hinaus sorgte er über seine Eckbälle immer wieder für Gefahr und bereitete so den Ausgleich in der 6. Spielminute von Aleksandar Pavlović vor. Auch hiernach ging der 31-Jährige mit guter Körpersprache und enormer Galligkeit in den direkten Duellen voran. (Note: 2)

Aleksandar Pavlović: Früh konnte der 21-Jährige per Kopf nach einer Kimmich-Ecke den Ausgleich erzielen. Hiernach fungierte Pavlović als Metronom der Bayern, der kaum Fehlpässe spielte und so die hektische Partie beruhigte, was dem deutschen Rekordmeister in die Karten spielte. Insgesamt zeichnete sich der deutsche Nationalspieler vor allem durch seine hohe Pressing-Resistenz aus. (Note: 2)

Michael Olise: In der ersten Halbzeit war der Flügelstürmer durch Ferland Mendy weitestgehend abgemeldet, lud dann in der zweiten Hälfte aber immer wieder zum Tänzchen ein und erhöhte so den Druck auf die Madrilenen. Mehrfach zog der 24-Jährige in die Mitte und schloss mit seinem starken linken ab und zwang so Andriy Lunin zu Glanztaten. Unmittelbar vor Schluss spielte Michael Olise einen Konter sauber zu Ende und legte die Kugel traumhaft per Schlenzer an den Innenpfosten und machte so mit dem 4:3 den Deckel endgültig drauf. (Note: 1,5)

Serge Gnabry: Es war nicht das Spiel des Serge Gnabry, der sich zwar gut bewegte, dem aber mit dem Ball am Fuß nicht viel gelingen wollte. Grundsätzlich fand der 30-Jährige einfach nicht in die Partie und bekam keinen Zugriff, obwohl er sich dennoch sehr bemüht zeigte. Es war folgerichtig, dass der Angreifer nach einer Stunde durch Jamal Musiala ersetzt wurde, der den besseren Zugriff auf die Begegnung hatte. (Note: 4)

Luis Díaz: Lange Zeit war machte der Kolumbianer eine eher unglückliche Figur, da er mit dem Ball zu häufig die falsche Entscheidung traf und nicht richtig abwägen konnte, wann er ins Dribbling gehen und wann er lieber das Abspiel finden soll. Abseits des Balls bewegte sich der 29-Jährige allerdings sehr gut und sorgte für Räume, so auch vor dem zwischenzeitlichen 2:2 durch Harry Kane. In der 89. Spielminute hatte Luis Díaz dann dennoch seinen großen Moment und nagelte nach einem schönen Doppelpass mit Jamal Musiala zum 3:3 ins gegnerische Tor, wobei der Schuss entscheidend abgefälscht wurde. Beim 4:3 hatte der Flügelstürmer auch seine Füße im Spiel, als er geschickt Harry Kane freispielte, der schließlich den Assist auf Michael Olise spielte. (Note: 2)

Harry Kane: Das typische Spiel des Engländers, als verkappter Spielmacher, der sich weit fallen lässt, um durch lange Diagonalpässe Angriffe einzuleiten, ging zunächst nicht wirklich auf. Dennoch kann man den Mittelstürmer nicht abschreiben, denn in der 38. Spielminute schaffte er es, sich durch eine einfache Körpertäuschung seines Bewachers zu entledigen und anschließend das 2:2 zu erzielen. In der zweiten Halbzeit tauchte Kane etwas ab und konzentrierte sich vor allem aufs Passspiel. In dieser Funktion leitete der 32-Jährige in der Nachspielzeit die endgültige Entscheidung durch Michael Olise ein, der das 4:3 erzielte. (Note: 2)

Alphonso Davies (ab Spielminute 46): Zur Pause für den unglücklichen Josip Stanišić gekommen, konnte der Kanadier durch sein Tempo und seine Dynamik einen neuen Schwung ins Angriffsspiel der Bayern bringen und machte über seine linke Seite immer wieder Druck, indem er bis zur Grundlinie durchlief und Bälle in die Mitte spielte. Durch seine offensive Anspielbarkeit sorgte Davies vorm 3:3 für eine Überzahlsituation, die im Treffer durch Luis Díaz mündete. Trotz seiner offensiven Beiträge ließ der Kanadier hinter sich durchaus Räume, die Real Madrid trotz einiger Gelegenheiten nicht auszunutzen wusste. (Note: 2,5)

Jamal Musiala (ab Spielminute 61): Gleich mit seiner ersten Aktion nach seiner Einwechslung hätte "Bambi" um ein Haar einen Treffer vorbereitet, doch Luis Díaz löste sich zu spät von der Kugel. Dennoch brachte der 23-Jährige auch darüber hinaus seine Spielfreude mit, wodurch die Bayern gerade gegen Ende merklich an Momentum gewannen. In der 89. Spielminute bereitete Jamal Musiala dann das so wichtige 3:3 durch Luis Díaz per Hackenpass vor. (Note: 2)

Foto: Adam Pretty / Getty Images

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