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·10 gennaio 2026
Neues Jahr, alte Fehler: Warum Frankfurt und der BVB auf der Stelle treten

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Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund waren zum Restart der Bundesliga an einem 6-Tore-Spektakel beteiligt. Geschichten gab es einige, unter anderem das Debüt von Arnaud Kalimuendo, der als Joker eine Vorlage gab oder das erste Tor von Younes Ebnoutalib, dem anderen neuen Stürmer der Hessen.
Ein BVB-Ausgleich in letzter Sekunde war auch mit dabei beim 3:3 in der Frankfurter Arena, zudem erzielte Mo Dahoud, ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub, ein absolutes Traumtor. Phasenweise war das Spiel richtig knackig mit zahlreichen Zweikämpfen, Fouls, die teilweise auch sehr an der Grenze waren.
Vor allem für die neutralen Zuschauer war es eine sehr gute und unterhaltsame Partie. Man darf aber nie den Fehler machen, unterhaltsam auch automatisch mit gut gleichzusetzen. Dieses Spiel am Freitagabend hatte zweifellos seine guten Momente, aber teilweise reihte sich auch eine Unachtsamkeit an die nächste.
Und es gab sie trotzdem, die positiven Stimmen. Lars Ricken analysierte: „Mit so einem Spektakel kann die Bundesliga mal aus der Winterpause kommen. Es war Werbung für die Liga. Man hat gesehen, dass wir uns viel vorgenommen hatten.“ Werbung für die Liga? Schon, ja. Aber beide Klubs hatten sich dieses Spiel sicher anders vorgestellt. Denn es zeigte, dass die Probleme, die beide bisher in dieser Saison hatten, noch sehr präsent sind. Daran ändert auch die Wintervorbereitung offenbar nicht allzu viel.

Foto: Getty Images
Beginnen wir bei den Hessen. Die Eintracht investierte in die Offensive, holte aber keinen Defensivspieler. Das war schon in Sommer ein Krösche-Versäumnis, wird aber, glaubt man den Aussagen der Verantwortlichen, auch im Winter nicht behoben. Die SGE-Defensive, die schon mit 30 Gegentreffern in die Winterpause ging, war auch am Freitagabend wieder löchrig. Vor dem 0:1 stand Nathaniel Brown zu weit weg von Gegenspieler Julian Ryerson, bekam vor dessen Hereingabe auch gar keinen Zugriff auf den Dortmunder. Mitunter stimmte die Abstimmung überhaupt nicht, was dazu führte, dass es einige freie Kopfbälle für die Schwarzgelben gab.
Auch beim undurchsichtigen Ausgleich zum 3:3 hatte im Chaos keiner den Überblick. Frankfurt bekam zudem nicht immer Zugriff auf das BVB-Mittelfeld, teils konnte vor allem Felix Nmecha recht unbehelligt durch das Mittelfeld laufen und in seine Dynamik kommen. Das kennt man aus der bisherigen Hinrunde der Eintracht nur zu gut. Klar, offensiv gab es neuen Schwung, aber defensiv tritt man weiter auf der Stelle. Und beim BVB? Dort hat man es wieder nicht geschafft, nach einer Führung souverän zu bleiben. Diesmal war es ein individueller Blackout von Serhou Guirassy, der zum Ausgleich führte. Im Anschluss gab es dann nur wenige Phasen, in denen die Kovac-Elf die Hessen komplett kontrollierte.
Dortmund schaffte es wie schon in der Hinrunde über weite Strecken, die Basics auf den Platz zu bekommen, aber eben nicht allzu viel Finesse darüber hinaus zu zeigen. Offensiv gab es gute Ansätze, aber keine Stringenz, zudem ist Guirassy in seiner Form, die er schon länger präsentiert, kein Gewinn für das Spiel der Schwarzgelben. Defensiv gab es einige technische Fehler, Emre Can brachte nach seiner Einwechslung überhaupt keine zusätzliche Sicherheit. Und dem Mittelfeldzentrum fehlt weiterhin ein Spieler, der eine klare 6er-Rolle einnimmt und strukturiert und abräumt zugleich. So herrschte quasi über 90 Minuten keine Klarheit im Zentrum. Und genau das kennt man so vom BVB.









































