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·25 marzo 2026
News zum Afrika-Cup 2026: Senegal zieht vor den CAS

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Der senegalesische Fußballverband hat nach der Aberkennung seines Afrika-Cup-Titels wie angekündigt Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof eingelegt. Der Schritt folgt darauf, dass der Kontinentalverband CAF den umstrittenen Finalausgang neu gewertet und den Titel nachträglich dem Finalgegner Marokko zugesprochen hatte. Der CAS in der Schweiz bestätigte den Eingang der Berufung und kündigte eine möglichst zeitnahe, zugleich sorgfältige Entscheidung an. Im Zusammenhang mit dem Fall steht weiterhin das chaotische Endspiel vom 18. Januar in Rabat, das kurz vor dem Abbruch gestanden hatte — eine Entwicklung, die auch die Debatte um den Afrika-Cup 2026 beeinflusst.

Fans von Senegal feiern während des Fußballspiels der Gruppe A der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Ecuador und Senegal im Khalifa International Stadium in Doha am 29. November 2022 das Weiterkommen ihres Landes. (Foto: MANAN VATSYAYANA / AFP)
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) bestätigte am Mittwoch formal den Eingang des Rechtsmittels gegen die Entscheidung der CAF. In der Mitteilung des in der Schweiz ansässigen CAS hieß es ausdrücklich: „Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) bestätigt den Eingang einer Berufung des senegalesischen Fußballverbands gegen den afrikanischen Fußballverband und den königlichen marokkanischen Fußballverband“. Gleichzeitig betonte das Gericht, dass das Verfahren mit der gebotenen Sorgfalt und so zügig wie möglich durchgeführt werden solle.
Der FSF geht in Berufung, nachdem Afrikas Fußballverband (CAF) in der vergangenen Woche das von Tumulten überschattete Finale des Afrika-Cups 2025 neu gewertet hatte. Die CAF hat Senegal den Titel nachträglich aberkannt und ihn Finalgegner Marokko zugesprochen. Der Verband handelte damit auf einen Einspruch des marokkanischen Verbandes hin; der FSF hatte bereits angekündigt, rechtliche Schritte zu prüfen und diese Erklärung nun umgesetzt.
Hintergrund der CAF-Entscheidung war das chaotische Endspiel vom 18. Januar in Rabat, das zeitweise kurz vor dem Abbruch gestanden hatte. Nach einem späten Elfmeterpfiff für Marokko verließen Senegals Spieler aus Protest zwischenzeitlich den Platz; erst nach längerer Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Brahim Diaz vergab den Strafstoß, und in der Verlängerung traf Pape Gueye (94.) zum 1:0-Endstand für Senegal. Diese Spielhandlung — Elfmeter, Platzverlassen, Fortsetzung und das spätere Tor — bildet den Kern des Streits um die Siegerschaft.
Die CAF begründete ihre Neubewertung damit, dass das Verhalten der senegalesischen Spieler vor dem Diaz-Strafstoß als Verstoß gegen die Artikel 82 und 84 gewertet worden sei. Aufgrund dieser Einschätzung gab der Kontinentalverband einem Einspruch des marokkanischen Verbandes statt und sprach Marokko den Titel zu. Die Zitierung der spezifischen Artikel unterstreicht die juristische Grundlage der Entscheidung und ist Teil der offiziellen Argumentation der CAF.
Der CAS betonte, dass er eine Entscheidung anstrebe, die sowohl zügig als auch sorgfältig sei, weil Teams und Fans auf ein klares Ergebnis warten. In diesem Zusammenhang sagte CAS-Generaldirektor Matthieu Reeb wörtlich: „Wir verstehen, dass Teams und Fans gespannt auf die endgültige Entscheidung warten, und wir werden sicherstellen, dass das Schiedsverfahren so zügig wie möglich durchgeführt wird, wobei das Recht aller Parteien auf ein faires Verfahren gewahrt bleibt“. Damit stellt der CAS klar, dass das Rechtsmittelverfahren den ordentlichen Ablauf der Entscheidungsfindung respektieren soll.









































