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·14 maggio 2026
PK-Kompakt vor Hoffenheim: Polanski fordert Borussias wahres Gesicht

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·14 maggio 2026

Borussia Mönchengladbach steht vor dem letzten Bundesliga-Spiel der Saison. Am Samstag geht es im Borussia-Park gegen die TSG Hoffenheim. Auf der Pressekonferenz vor der Partie machten Cheftrainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder deutlich, worauf es zum Abschluss ankommen soll: mehr Intensität, mehr Konsequenz und eine klare Reaktion auf den schwachen Auftritt in Augsburg.
Polanski zog zunächst ein erstes persönliches Zwischenfazit seiner ersten Monate als Bundesliga-Cheftrainer. Er sei in eine Situation gekommen, „die man erahnen konnte“, weil junge Trainer häufig dann eine Chance bekämen, wenn es sportlich nicht laufe. Gleichzeitig betonte er, dass er im Verein viel Unterstützung erhalten habe.
Das klare Ziel sei erreicht worden. Zwei Spieltage vor Schluss stand fest, dass Borussia die Klasse hält. Trotzdem sieht Polanski weiter großen Entwicklungsbedarf. „Wir haben Dinge gut gemacht, aber auch Dinge einfach noch zu verbessern“, sagte der Trainer.
Ein großes Thema war die Niederlage beim FC Augsburg. Polanski widersprach dabei der einfachen Erklärung, es sei nur eine Frage der Einstellung gewesen. Für ihn ging es tiefer.
„Ich glaube, es ist erklärbar und es ist meiner Meinung nach auch keine Einstellungssache, sondern eine Charaktersache“, sagte Polanski. Besonders störte ihn, dass Borussia zwar Phasen mit Ballbesitz hatte, dem Gegner aber nicht wirklich wehgetan habe. Kontrolle bedeute für ihn nicht, „angenehm für den Gegner“ zu sein.
Der Trainer machte deutlich, dass die Mannschaft nach Rückschlägen stabiler werden müsse. Es gehe darum, an die eigene Qualität und an den Matchplan zu glauben, aber auch eine Wut zu entwickeln, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen.
Auch Schröder wurde deutlich. Augsburg sei exemplarisch für Abläufe gewesen, die der Klub nicht sehen wolle. Besonders die schwankenden Leistungen ärgern die Verantwortlichen. Gegen Dortmund habe Borussia gezeigt, wie gut es gehen kann. In Augsburg folgte dann wieder ein Rückschritt.
Mit Hoffenheim wartet nun ein Gegner, der selbst noch große Ziele verfolgt. Polanski lobte die TSG ausdrücklich. Hoffenheim spiele eine sehr konstante Saison und gehöre in vielen Intensitätswerten zur Ligaspitze.
Vor allem bei Läufen, intensiven Läufen und Tiefenläufen hinter die Kette sei Hoffenheim laut Polanski „das Nonplusultra dieser Liga“. Genau darauf müsse Borussia vorbereitet sein.
Polanski will das Spiel aber nicht aus Angst vor dem Gegner angehen. „Ich bin eher der Typ, der Lösungen sucht“, sagte er. Hoffenheim habe nach dem Sieg gegen Bremen nun sein Finale. Borussia wolle daran beteiligt sein und im eigenen Stadion eine Atmosphäre schaffen wie gegen Dortmund.
Die Forderung ist klar: Borussia soll mit Leistung, Intensität und einer unangenehmen Art auftreten und noch einmal das wahre Gesicht zeigen.

Das Ende von Reitz in Gladbach – Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images
Personell muss Borussia auf Rocco Reitz verzichten. Der Mittelfeldspieler liegt laut Polanski weiter krank im Bett und wird nicht einsatzfähig sein. Damit verpasst Reitz ausgerechnet sein letztes Heimspiel im Borussia-Park vor seinem Wechsel zu RB Leipzig.
Polanski zeigte Verständnis und sprach über Reitz mit viel Respekt. Sein letztes Heimspiel sei damit das Dortmund-Spiel gewesen, das Borussia gewonnen habe. Dort habe Reitz eine gute Leistung gezeigt und sich komplett in den Dienst der Mannschaft gestellt.
Ebenfalls nicht dabei ist Nathan Ngoumou, der weiter muskuläre Probleme hat und individuell trainierte. Jens Castrop fehlt gesperrt. Haris Tabakovic ist dagegen wieder fit und hat seit Mittwoch normal trainiert.
Auch Shuto Machino war ein Thema auf der Pressekonferenz. Polanski gab offen zu, dass er sich von dem Japaner mehr erwartet habe. Gleichzeitig erklärte er, warum das erste Jahr für Machino schwierig gewesen sei. Der Offensivspieler kam spät, war angeschlagen und musste sich in einem neuen Umfeld mit neuer Sprache zurechtfinden.
Der Trainer sieht dennoch Potenzial. Machino sei selbst unzufrieden mit seiner Saison. Genau das könne ein wichtiger Ausgangspunkt sein, um besser zu werden.
Auch Schröder nahm den Japaner in die Pflicht. Machino sei kein junger Spieler mehr, sondern ein gestandener Profi und japanischer Nationalspieler. Er müsse mehr Selbstvertrauen zeigen, sich der Konkurrenz stellen und seine Qualität auf den Platz bringen. Schröders klare Botschaft: „Brust raus und zeigen, was man kann.“
Bei Franck Honorat sieht Schröder aktuell keinen klaren Wechselwunsch. Der Franzose habe eine schwierige Phase hinter sich und wirke nachdenklich, sei aber weiterhin fest eingeplant.
Schröder betonte, Honorat sei ein sehr wertvoller Spieler für Borussia. Gleichzeitig ließ er die übliche Transferrealität offen. Im Fußball könne man grundsätzlich nichts ausschließen. Stand jetzt plant Borussia aber mit Honorat für die neue Saison.

Gladbach zieht Herold Klausel – Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
Auch zur Personalie David Herold äußerte sich Schröder. Der Linksverteidiger gilt als Kandidat für Borussia. Perfekt ist der Transfer aber noch nicht. Laut Schröder steht unter anderem noch der Medizincheck aus, unterschrieben sei ebenfalls noch nichts.
Trotzdem bestätigte der Sportchef, dass Herold Attribute mitbringe, die Borussia sucht. Vor allem Intensität, Sprints und Laufvolumen passen zum Profil, das die Verantwortlichen im Kader verstärken wollen.
Vor dem Spiel gegen Hoffenheim wird Borussia mehrere Spieler verabschieden. Schröder kündigte an, dass der Klub auch Leihspieler ordentlich verabschieden werde, die zunächst zu ihren Vereinen zurückkehren.
Verabschiedet werden unter anderem Rocco Reitz, Marwin Friedrich, Haris Tabakovic, Jannik Engelhardt, Ko Itakura und Saka. Friedrichs Vertrag läuft aus, Reitz wechselt nach Leipzig. Bei den Leihspielern bleibt offen, wie es langfristig weitergeht.
Schröder erklärte dazu sinngemäß: Wenn ein Spieler später doch wiederkomme, bekomme er eben einen neuen Blumenstrauß. Für den Moment wolle Borussia die Verabschiedungen sauber und respektvoll durchführen.
Die Pressekonferenz machte deutlich: Es geht gegen Hoffenheim nicht mehr nur um Punkte. Es geht um Haltung, Intensität und ein Signal für die neue Saison. Polanski und Schröder wollen sehen, dass die Mannschaft aus dem Augsburg-Spiel gelernt hat.
Borussia hat gegen Dortmund gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Energie, Zweikampfführung und Spielidee zusammenkommen. Gegen Hoffenheim soll genau dieses Gesicht wieder zu sehen sein.
Was meint ihr: Zeigt Borussia gegen Hoffenheim noch einmal eine Reaktion oder endet die Saison mit der nächsten Enttäuschung?
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📷 Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images und Christian Kaspar-Bartke/Getty Images







































