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·4 agosto 2026
Polzin begründet Dompe-Rauswurf und verrät, was ihn besonders enttäuscht hat

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·4 agosto 2026

Jean-Luc Dompe soll den Hamburger SV verlassen – und das so schnell wie möglich. Dafür ziehen die Rothosen sogar knallharte Bandagen an, indem sie den Flügelspieler nicht einmal mehr für das Trainingslager in Herzogenaurach berücksichtigten.
Nun hat sich HSV-Trainer Merlin Polzin zu der Maßnahme geäußert und gegenüber der Mopo klargestellt, dass "nichts weiter vorgefallen" sei. "Es ist dann einfach die Summe, wie wir uns verändern wollen und wie es dann auch im Umgang zusammenpasst."
Gleichwohl ließ Polzin auch durchblicken, dass er von Dompes Verhalten enttäuscht ist. "Natürlich hat sich die Beziehung verändert mit dem, was im Januar vorgefallen ist", spielte er auf die damalige Alkoholfahrt des Angreifers an, in dessen Folge Dompe kurzfristig suspendiert worden war. Doch selbst nach der Begnadigung fand wohl kein Umdenken in dem Maße statt, wie Polzin es sich erhofft hatte: "Wenn du ihn von außen weiter verteidigst oder verteidigen willst, aber wenn du so gar nicht das Gefühl hast, dass von der anderen Seite etwas kommt, dann tut das schon weh, auf jeden Fall."
Dass Dompe nun nicht mehr zur Mannschaft gehört, habe bei seinen Teamkollegen "ehrlicherweise nicht so nachgewirkt", betonte Polzin. "Natürlich gibt es Spieler, die mit ihm enger zu tun hatten, da ist es dann aber, glaube ich, eher etwas Persönliches. Die Entscheidung an sich trägt aber jeder mit und kann auch jeder nachvollziehen."
Hamburgs Trainer gab zu verstehen, dass keine Partei davon profitieren würde, wenn er weiterhin beim Team geblieben wäre: "Am Ende hat er nichts davon, wir haben nichts davon, und da muss man sich dann auch einfach in die Augen schauen und sagen: 'Okay, das passt halt nicht mehr'", so die lapidare Erklärung.
Trotzdem wollte Polzin es nicht versäumen, auch Dompes Verdienste hervorzuheben. Von der Zusammenarbeit hätten beide Seiten zwischenzeitlich profitiert, "am Ende auch beide darunter gelitten", meinte der 35-Jährige. "Ich wünsche ihm natürlich alles Gute und dass er das Glück findet, das er sich jetzt erhofft – mit seiner Family, mit seiner sportlichen Karriere. Es ist nicht so, dass da jetzt irgendwie böses Blut ist oder ich ihm jetzt irgendwie etwas Negatives wünsche, ganz im Gegenteil."
Konkrete Angebote soll es für Dompe bislang nicht geben. Große Steine wird man ihm in Hamburg aber sicherlich nicht in den Weg legen, denn Polzins Aussagen zeigen klar, dass dieses Kapitel geschlossen ist.
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