90min
·20 marzo 2026
Rassimsus gegen Liverpool-Star: Reds greifen Social-Media-Unternehmen an

In partnership with
Yahoo sports90min
·20 marzo 2026

Auch im Jahr 2026 bleibt der Rassismus im Fußball leider fest verankert. Das jüngste Beispiel auf dem Platz lieferten dafür Real Madrids Vini Jr und Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon. Letzterer beleidigte den Brasilianer mutmaßlich rassistisch und trat damit erneut eine Debatte los.
Auch Abseits von Vini Jr. müssen sich dunkelhäutige Spieler häufiger als ihnen lieb ist mit Rassismus herumschlagen. Einer von ihnen ist Ibrahima Konaté, seines Zeichens Innenverteidiger beim FC Liverpool.
Der Franzose wurde nach dem Rückspiel gegen Galatasaray Istanbul im Achtelfinale der Champions League nach einem Zweikampf gegen Victor Osimhen angefeindet. Der Nigerianer musste im Anschluss mit einem gebrochenen Arm ausgewechselt werden. Sein Verein stellt sich dabei hinter den 26-Jährigen.
"Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel", hieß es in einer Stellungnahme der Reds über die Anfeindungen: "Es ist entmenschlichend, feige und von Hass getrieben. Rassismus hat im Fußball, in der Gesellschaft und nirgendwo sonst etwas verloren - weder online noch offline", erklärten die Reds in einem Statement.
Zudem ging der englische Rekordmeister die Unternehmen an, denen Instagram, TikTok & Co gehören. "So darf es nicht weitergehen", erklärte Liverpool und erklärte, dass die Betreiber der Netzwerke allzu oft beim Vorgehen gegen solche Vorkommnisse "versagen" würden.
Die Reds gegen aber sogar noch weiter. Sie betonen, dass der Entschluss, diese Art von Nachrichten keinen Einhalt zu gebieten, "eine bewusste Entscheidung" sei – "und eine, die Spielern, Familien und Gemeinschaften im gesamten Spiel weiterhin schadet"
"Unsere Spieler sind keine Zielscheiben. Sie sind Menschen", betonte Liverpool und bezeichnete die Beschimpfungen und Beleidigungen durch oftmals anonyme Accounts als "Schandfleck für das Spiel und die Plattformen, die dies ermöglichen".
Es ist ein sehr klares und vor allem starkes Statement. Bisher traute sich noch kein Fußballklub, die großen Social-Media-Unternehmen direkt verbal anzugreifen. Angesichts der nicht aufhörenden rassistischen Kommentare und der fehlenden Bestrafung ist das jedoch mehr als notwendig.
Live









































