„Real-Tor hätte nicht zählen dürfen“: Experte attackiert VAR nach Bayern-Sieg | OneFootball

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·16 aprile 2026

„Real-Tor hätte nicht zählen dürfen“: Experte attackiert VAR nach Bayern-Sieg

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Der spektakuläre 4:3-Erfolg des FC Bayern gegen Real Madrid sorgt auch nach dem Abpfiff noch für hitzige Diskussionen – vor allem rund um die Schiedsrichterentscheidungen. Nun hat sich mit Manuel Gräfe ein Ex-Bundesliga-Schiedsrichter zu Wort gemeldet – und übt deutliche Kritik am VAR.

Der frühere FIFA-Referee nahm insbesondere die Szene vor dem zwischenzeitlichen 3:2 für Real Madrid ins Visier. Aus seiner Sicht wurde dabei eine klare Fehlentscheidung getroffen, die direkten Einfluss auf den Spielverlauf hatte.


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Gräfe sieht in der Entstehung des Treffers ein eindeutiges Vergehen. „Das ist ein klares Foul von Rüdiger an Stanisic“, erklärte der 51-Jährige im Gespräch mit der BILD. Für ihn ist die Szene eindeutig: Der Real-Verteidiger sei „nur in den Mann gegangen“, wodurch der Ballverlust erst entstanden sei.

Besonders kritisch bewertet Gräfe dabei nicht nur die Entscheidung auf dem Platz, sondern vor allem das Ausbleiben eines Eingriffs durch den Video-Assistenten. Denn genau für solche Situationen sei der VAR schließlich eingeführt worden.

„Wenn man das nicht mit VAR-Hilfe zurücknimmt, dann können wir es mit dem VAR auch sein lassen“, stellte Gräfe unmissverständlich klar.

Scharfe Kritik am VAR-System

Der ehemalige Unparteiische geht sogar noch einen Schritt weiter und stellt die grundsätzliche Funktionsweise des VAR infrage. Seiner Meinung nach verliert das System an Glaubwürdigkeit, wenn selbst auf höchstem internationalen Niveau klare Szenen nicht korrigiert werden.

„So macht das auf Dauer keinen Sinn mehr – auch nicht auf internationaler Top-Ebene“, betonte Gräfe.

Dabei verwies er auch auf eine zunehmende Unzufriedenheit mit dem VAR – nicht nur in der Bundesliga, sondern mittlerweile auch in der Champions League. Gerade bei solch entscheidenden Spielen müsse die Technologie zuverlässig funktionieren, um Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Kritik an inkonsequenter Linie

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Foto: IMAGO

Ein weiterer Punkt, den Gräfe bemängelt: die fehlende Einheitlichkeit in der Bewertung von Szenen. Während in anderen Situationen sehr streng eingegriffen werde – teilweise sogar nach Standbildern – bleibe der VAR in spielentscheidenden Momenten überraschend passiv.

Für den ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter ist das ein klares Problem. Die Szene vor dem 3:2 sei ein Paradebeispiel dafür, dass der VAR nicht konsequent eingesetzt werde.

Der Auftritt von Schiedsrichter Slavko Vincic hatte bereits unmittelbar nach dem Spiel für heftige Reaktionen gesorgt – vor allem in Spanien. Die Aussagen von Manuel Gräfe geben der Debatte nun zusätzlich neue Nahrung.

Trotz aller Diskussionen bleibt sportlich festzuhalten: Der FC Bayern setzte sich in einem epischen Duell gegen Real Madrid durch und steht verdient im Halbfinale der Champions League.

Doch die Schiedsrichter-Thematik dürfte die Königsklasse auch in den kommenden Wochen weiter begleiten.

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