FC Bayern München
·14 aprile 2026
Robben über FCB: „Eine Maschine, die bis zum Ende laufen wird“

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·14 aprile 2026

Arjen Robben kennt diese Abende wie kaum ein anderer. Flutlicht, volle Ränge, alles auf Messers Schneide, knisternde Atmosphäre – und irgendwo zwischen Druck und Ekstase entscheidet oft nur ein einziger Moment. Vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid blickt die Bayern-Legende im Interview mit fcbayern.com auf das Duell. Der heute 42-Jährige spricht über Dominanz und Details, über die besondere Aura der Königlichen und die Stärke der aktuellen Bayern-Mannschaft unter Vincent Kompany. Vor allem geht es um das, was diese Spiele wirklich entscheidet: Mentalität, Überzeugung – und das Gefühl, das große Nächte in der Allianz Arena unvergesslich macht, denn: „Im Fußball ist ein Spiel nie gelaufen“, warnt Arjen Robben.
Arjen, was sind Deine Eindrücke vom Hinspiel? „Bayern war für mich die bessere Mannschaft. Ich glaube, das Ergebnis war dafür vielleicht einen Tick zu wenig. Es bleibt Real Madrid. Das ist etwas, das der Trainer auch gesagt hat: Du musst gegen sie über 90, 95 Minuten wach sein und dabeibleiben. Auch wenn du denkst: ‚Wir sind 2:0 in Führung und es läuft.‘ Sie können aus dem Nichts ein Tor machen. Im Fußball ist ein Spiel nie gelaufen. Dafür ist Madrid das beste Beispiel.“
Hat Dir ein Spieler bei Bayern besonders gefallen? „Alle haben natürlich von Manu (Neuer, Anm. d. Red.) geschwärmt. Das hat mich richtig gefreut für ihn, weil ich ja auch sehr lange mit ihm gespielt habe. Für mich war er schon immer der beste Torwart der Welt. Und wenn er in seinem Alter – mit allem Respekt, er ist ja jetzt auch schon 40 – im Champions League-Viertelfinale so ein Spiel macht, zeigt das einfach noch einmal seine unglaubliche Klasse. Aber das hat mich überhaupt nicht überrascht. Es hat mich für ihn wirklich einfach sehr gefreut.“
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Michael Olise hat ebenfalls ein sehr gutes Spiel gemacht. Wie hast Du seine Leistung gesehen? „Er hat mir sehr gut gefallen. Das ist natürlich auch meine Position. Er war sehr gut – hat aktiv und kreativ gespielt und hatte sehr gute Ballaktionen.“
Er macht ja auch häufig die besondere Bewegung, die die Fans vor allem von Dir kennen: von rechts nach innen zu ziehen. Siehst du Parallelen zwischen ihm und Dir? „Es gibt sicherlich einige Parallelen. Aber man muss immer aufpassen mit Vergleichen. Ich mag das eigentlich nicht so, weil jeder Spieler seinen eigenen Spielcharakter hat. Natürlich gibt es bei uns gewisse Dinge, die ähnlich sind. Aber am Ende ist er ein anderer Spieler als ich. Er macht es einfach supergut. Das freut mich sehr und ich kann das auch genießen.“
Wie siehst Du generell die Entwicklung der Bayern-Mannschaft unter Vincent Kompany? „Du siehst: Das ist eine Mannschaft. Vincent Kompany hat das sehr gut gemacht. Sie marschieren nach vorne und nach hinten. Das zeichnet eine Top-Mannschaft aus, wie sie auch nach hinten sprinten und zusammen verteidigen. Es funktioniert aktuell eigentlich alles, jeder weiß, welche Aufgabe er hat. Sie haben einen klaren Plan und sind eigentlich in jedem Spiel überlegen.“
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Welche Parallelen siehst Du zur bis heute unvergesslichen Saison 2013, als ihr das Triple geholt habt? „Es ist schwierig, Parallelen zu ziehen. Es ist jetzt 13 Jahre später, der Fußball hat sich entwickelt, gerade im physischen Bereich und auch in weiteren Details. Wir waren damals über mehrere Jahre dominant, auch in Europa, mit mehreren Finals und Halbfinals in der Champions League. Wir haben dann einmal die Champions League gewonnen. Ich glaube, das hätte noch mindestens ein- oder zweimal mehr sein können. Wir waren eine sehr gute Truppe, mit vielen Spielern, die lange zusammengeblieben sind. Wir hatten immer einen Kern in der Mannschaft mit Spielern, die den Verein genau kannten – das Mia san mia, dieses Gefühl, für Bayern München zu spielen. Das ist wie eine Familie. Ich glaube, das ist das Allerwichtigste, wenn du so etwas als Verein aufbaust. Ich sehe das auch im Moment bei der Mannschaft. Wir sprechen zwar noch nicht über diese Dominanz über mehrere Jahre, aber zumindest in dieser Saison finde ich, dass sie sehr dominant sind. Ich habe auch schon zu ein paar Freunden gesagt – wir reden natürlich auch ständig über Fußball –, dass für mich Bayern der Favorit in der Champions League ist. Es ist die Art und Weise, wie sie spielen. Das ist schon sehr beeindruckend. Das war aber auch schon vor ein paar Monaten so, als ich gegen Brügge im Stadion war. Da habe ich gesehen, dass alles stimmt und alles passt.“
Am Mittwoch steht das Rückspiel gegen Real an. Was erwartest Du? Wieder ein Spiel mit vielen Chancen? Oder wird das eher ein taktisch geprägtes Duell? „Die Bayern werden versuchen, ihr eigenes Spiel durchzuziehen. Sie müssen ihre Taktik nicht wechseln. Der Spielplan funktioniert schon über die ganze Saison. Die Restverteidigung muss natürlich stehen, man muss kompakt angreifen. Es geht darum, mit voller Leidenschaft und Überzeugung das Spiel anzugehen. Du musst überzeugt sein und darfst keine Angst haben.“
Wenn Du an große Spiele in der Champions League denkst: Wie entscheidend ist die Mentalität? „Das ist das A und O. Aber ich sehe auch, dass die Mentalität im Moment stimmt. Die Mannschaft hat viel Erfahrung in solchen Spielen. Klar hast du auch ein paar junge Spieler dabei, aber diese Mannschaft bekommt in solchen Momenten keine Angst oder Stress.“
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Du hast selbst zwei Jahre bei Real gespielt. Was zeichnet diesen Club aus? „Man redet ja immer über die Königlichen. Es ist weltweit ein sehr großer Verein. Sie haben die meisten Champions League-Titel, das sagt schon genug. Sie sind immer auf der Suche nach der besten Mannschaft und wollen die besten Spieler zu sich holen. Früher hatten sie die Galácticos. Auch später mit Cristiano, Kaká oder Xabi Alonso hatten sie immer große Spieler und große Namen.“
Wie schätzt Du das aktuelle Real-Team ein? Und was macht diese Mannschaft so gefährlich – gerade in der Champions League? „Man kann Real nie abschreiben. Mich beeindruckt, dass sie immer ruhig bleiben. Sie fühlen sich auch mal wohl damit, tief zu verteidigen und dann auf einmal rauszukommen. Sie brauchen manchmal nur ein, zwei Momente. Darauf muss man aufpassen. Sie haben sehr viel individuelle Klasse. Aber ich glaube, dass Bayern als Mannschaft besser ist. Dazu haben sie auch individuell sehr starke Spieler, die ein Spiel entscheiden können.“
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Du hast selbst viele große Abende in der Allianz Arena erlebt – mit welchen Gefühlen blickst Du auf solche Spiele zurück? „Ich habe diese Spiele geliebt. Je größer, je wichtiger das Spiel war, umso schöner war es für mich. Ich habe dieses Gefühl immer noch in mir, auch wenn ich schon vor einigen Jahren aufgehört habe. Wenn ich so ein Spiel anschaue, dann fliege ich gedanklich rüber und spiele noch mit.“
Wie verfolgst Du so ein Spiel? „Einfach als Fan. Je länger es dauert, desto weniger Spieler sind dabei, mit denen ich noch gespielt habe. Im Moment sind es ja noch ein paar. Deswegen fiebere ich dann schon mit den Jungs. Ich gönne es ihnen von Herzen, wenn sie gewinnen. Wenn ich noch jemanden rausnehmen muss, dann ist das Manu. Er hat diese Saison noch einmal die Chance, das Ding zu holen, und das hoffe ich wirklich für ihn.“
Wie wichtig können auch die Fans bei solch einem Spiel in der Allianz Arena sein? „Bayern spielt im eigenen Stadion, mit den eigenen Fans im Rücken. Das ist noch einmal ein Vorteil. Das Stadion wird mit Sicherheit hinter der Mannschaft stehen.“
Wenn Du Dich festlegen müsstest – wer setzt sich durch und warum? „Bayern! Weil sie stabil sind und im Moment von A bis Z alles funktioniert. Das ist eine Maschine, die läuft, und ich glaube, dass sie bis zum Ende laufen wird! Aber es bleibt Fußball, es kann immer mal eine Situation geben, wo es eine Rote Karte oder so gibt. Davor muss man natürlich aufpassen. Du musst über diese 95 Minuten da sein. Wenn Bayern das schafft, gibt es für mich nur eine Mannschaft, die gewinnt.“
Die Fakten zum Spiel der Bayern gegen Real:









































