Roboterhunde bei der WM 2026: Monterrey wagt ein Experiment, das Respekt verdient | OneFootball

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·11 febbraio 2026

Roboterhunde bei der WM 2026: Monterrey wagt ein Experiment, das Respekt verdient

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Für rund 120.000 Euro hat Monterrey Roboterhunde angeschafft, die bei der Fußball-WM 2026 Polizisten in gefährlichen Situationen vorausgeschickt werden sollen.

Die Zukunft der Stadionsicherheit hat vier Beine und bellt nicht. Was die mexikanischen Behörden in Monterrey für die WM 2026 präsentieren, klingt zunächst wie Science-Fiction, ist aber knallharte Realitätspolitik: Roboterhunde sollen Polizisten in brenzligen Situationen vorausgehen und sie vor Gefahren schützen. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar. Bevor Beamte in eine unübersichtliche Lage geraten, schickt man eine Maschine vor. Sie liefert Videomaterial, analysiert die Situation, kann per Lautsprecher Anweisungen geben. Kein Mensch muss sich unnötig in Gefahr begeben, wenn ein Roboter die erste Erkundung übernehmen kann. Bei Auseinandersetzungen oder alkoholisierten Personen – beides keine Seltenheit bei Großveranstaltungen – könnte das tatsächlich Leben schützen. Für rund 120.000 Euro hat der Stadtrat von Monterrey diese Technologie angeschafft. Das ist, gemessen an den Gesamtkosten einer Weltmeisterschaft, ein überschaubarer Betrag. Die Frage ist nicht, ob das Geld gut angelegt ist, sondern ob die Erwartungen realistisch sind. Ein Roboterhund, der durch ein verlassenes Gebäude läuft und einen Bewaffneten zur Waffenabgabe auffordert, macht sich gut in einem Präsentationsvideo. Ob das im Chaos eines WM-Spieltags mit zehntausenden Fans genauso funktioniert, steht auf einem anderen Blatt. Die örtliche Polizei betont zu Recht, dass die Roboter keine Beamten ersetzen sollen. Sie sind Werkzeuge, nicht mehr. Aber genau hier liegt die Chance: Wenn Technologie dazu beiträgt, dass Polizisten besser informiert und weniger gefährdet in Einsätze gehen, ist das ein Fortschritt. Die WM 2026 wird ohnehin ein logistisches Mammutprojekt, verteilt auf drei Länder, darunter drei Spielorte in Mexiko. Monterrey geht mit diesem Ansatz einen eigenen Weg. Natürlich werden Kritiker einwenden, dass Roboterhunde auch Unbehagen auslösen können. Die Bilder von metallenen Vierbeinern, die durch Menschenmengen patrouillieren, haben etwas Dystopisches. Doch wer bei einer Weltmeisterschaft für Sicherheit sorgen muss, kann sich Romantik nicht leisten. Die Realität internationaler Großturniere ist geprägt von Hooligans, übermäßigem Alkoholkonsum und dem ständigen Risiko von Zwischenfällen. Mexiko probiert etwas aus. Das verdient Respekt, nicht Spott. Ob die Roboterhunde am Ende mehr sind als ein PR-Gag, wird sich zwischen dem 11. Juni und dem 19. Juli 2026 zeigen. Bis dahin gilt: Wer neue Wege geht, macht sich angreifbar. Wer nichts versucht, macht es sich zu einfach.

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