Miasanrot
·15 maggio 2026
Roter Teppich adé! Ab jetzt muss der FC Bayern bei Manuel Neuer Klarheit schaffen – ein Kommentar

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·15 maggio 2026

Manuel Neuer hat seinen Vertrag beim FC Bayern um ein Jahr verlängert. Der FCB sollte ab jetzt mehr Klarheit in die Situation bringen. Ein Kommentar.
Manuel Neuer bleibt dem FC Bayern München also noch ein weiteres Jahr erhalten. So würde man es wohlwollend formulieren. Einige würden vielleicht sagen: Beide Seiten können erneut nicht loslassen.
Wo man in der Sache auch stehen mag: Es gibt durchaus Gründe für diese Entscheidung. Vor allem dann, wenn man das Vakuum an Transparenz mit Interpretationen füllt, die den bestmöglichen Verlauf für alle Beteiligten zur Folge hätten.
Denn zwei große Fragen werden nun zu klären sein: Um wie viel wurde das Top-Gehalt von Neuer reduziert? Angeblich soll er bisher pro Saison bis zu 20 Millionen Euro brutto verdient haben. Und wie geht es weiter mit Jonas Urbig? Wird der designierte Nachfolger einen weiteren Sprung nach vorn machen, was seine Spielzeit angeht? Wird er zudem auch häufiger in wichtigen Spielen auf dem Feld stehen, um wichtige Erfahrungen zu sammeln?
Ein großes Problem der Bewertung von Neuers Verlängerung liegt darin, dass der FC Bayern nichts durchblicken lässt. Die Pläne sind vollkommen unklar und lassen Raum für Spekulationen.
Einerseits ist das komplett nachvollziehbar. Warum jetzt öffentlich auf etwas festlegen, was einem in den kommenden Monaten um die Ohren fliegen könnte? Es gibt direkt nach der Verlängerung noch keinen Grund zur Eile.
Aber eines ist trotzdem klar: Neuers Situation war einer der großen Unruheherde dieser Saison. Stets gut moderiert von Vincent Kompany, Max Eberl und Christoph Freund, aber dennoch omnipräsent und für viele fast schon nervtötend. Neuer, Neuer, Neuer – egal, ob bei Spielen der Männer oder zuletzt sogar der Frauen. Immer wieder wurden die Verantwortlichen mit diesem Thema befragt.
Bayern nahm dabei eine sehr passive Rolle ein. Der Tenor: Wenn Neuer noch ein Jahr dranhängen will, dann darf er das tun. Es wurde ein roter Teppich für einen verdienten Spieler ausgerollt. Auch das ist bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar. Nur ist dieser Punkt spätestens jetzt erreicht.
Der FC Bayern täte gut daran, bis spätestens Winter Klarheit in dieses Thema zu bringen. In Sachen Spielzeit wird sich das ohnehin von allein erledigen. Im Winter kann man bereits gut erkennen, wie sehr Urbig in die sportlichen Pläne eingebunden ist und ob er weitere Schritte nach vorn machen kann.
Gerade in Sachen Vertragslaufzeit sollte man aber nicht wieder in eine Situation laufen, in der erst Mitte Mai geklärt wird, ob Urbig jetzt zur Saison 2027/28 die Nummer eins wird oder nicht. Das wäre nicht nur dem 22-Jährigen gegenüber ungerecht, der sich seine Chance als Stammtorhüter rein sportlich eigentlich jetzt schon verdient gehabt hätte.
Irgendwann muss er als Stammspieler in eine Saison gehen und eine weitere späte Verlängerung Neuers würde ihm die Chance nehmen, rechtzeitig Pläne für die darauffolgende Saison zu schmieden. Es wäre aber auch unfair der Mannschaft gegenüber. Zwar ist zu bezweifeln, dass die vor allem mediale Unruhe einen großen Einfluss auf die sportlichen Leistungen hatte, aber dieser omnipräsente Fokus auf Neuer erzeugt dennoch eine Wucht, die mindestens nervig ist. Für alle.
Bayern sollte seine bisherige Haltung jetzt nach der Verlängerung ablegen. Der rote Teppich sollte jetzt eingerollt werden und spätestens im Winter sollte man den Mut aufbringen, ihm klar zu kommunizieren, dass Urbig ab der darauffolgenden Saison der Stammtorhüter sein wird. Der bisherige Umgang war nachvollziehbar und passt zum FC Bayern. Dieses weitere Übergangsjahr kann sinnvoll sein für den 22-Jährigen. Es kann ihn nochmal weiter nach vorn bringen. Je nachdem, wie es konkret gestaltet wird.
Weiterhin mit Neuer diesen Weg zu gehen, kann ebenfalls sinnvoll sein. Aber der Punkt ist jetzt erreicht, an dem das Verbeugen vor einem der ganz Großen in der Klubgeschichte in der sportlichen Führung aufhören muss. Nicht Neuer sollte in der kommenden Saison entscheiden, ob und wie er beim FC Bayern weitermacht. Der FC Bayern sollte entscheiden. Zum Wohle eines Übergangs, der sich nicht ewig ziehen kann und darf.
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