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·24 febbraio 2026
Schafft Juve gegen Galatasaray das Wunder? 3 Thesen zur Champions League

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·24 febbraio 2026

Viele Tore gab es in den Champions-League-Partien der vergangenen Woche zu bestaunen. Nach den Hinspielen der Playoffs scheinen allerdings mehrere Partien bereits so gut wie entschieden zu sein. Gibt es noch einige Überraschungen?
Zu den Rückspielen der Champions-League-Playoffs formuliert Jakob Haffke drei mehr oder minder steile Thesen zu den anstehenden Partien und dem generellen Geschehen in der Königsklasse.
Der Sieg von Galatasaray gegen Juventus Turin im Hinspiel kam durchaus überraschend. Besonders die Höhe des Ergebnisses sorgte für große Aufmerksamkeit. Im Rückspiel muss die „Alte Dame“ mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen, um überhaupt in die Verlängerung einzuziehen. Eine große Aufgabe für das Team von Luciano Spalletti. Am Wochenende musste Juve in der Serie A zudem die nächste Niederlage hinnehmen und verlor mit 0:2 gegen Como.
Ein frühes Tor könnte im heimischen Stadion jedoch für knisternde Atmossphäre und Aufbruchsstimmung sorgen. Allerdings hat Galatasaray schon vielfach gezeigt, dass sie offensiv immer wieder gefährlich werden können. Auch defensiv ist das Team von Okan Buruk durchaus in der Lage das eigene Tor zu verteidigen. Gerade mögliche Konter über, den zuletzt überragenden, Victor Osimhen könnten zum großen Problem bei Juves angestrebter Aufholjagd werden. Zudem verfügt Galatasaray über genügend Erfahrung, um auch bei einem frühen Rückstand den Kopf nicht zu verlieren. So wird Juventus zwar den ehrbaren Versuch einer Aufholjagd starten, am Ende allerdings Gala ins Achtelfinale einziehen.
Meine These daher: Juve sorgt mit einem frühen Tor für Spannung, am Ende wird die Hypothek aus dem Hinspiel aber zu groß sein. Galatasaray besteht in Turin und zieht ins Achtelfinale der Champions League ein.

Foto: Getty Images
Der Tiefpunkt der vergangenen Spielrunde der Champions League war ohne Frage die mutmaßliche rassistische Beleidigung von Gianluca Prestianni gegen Vinicius Junior. Auch im Anschluss sorgten die Reaktionen aus dem Umfeld Benficas für großes Unverständnis und heftige Kritik, unter anderem von Bayern-Trainer Vincent Kompany. Relativierungen von Rassismus und völlig krude Begründungen, wie die Äußerung Mourinhos, dass mit Eusebio die größte Legende Benficas schwarz sei und es deswegen aus Reihen des Vereins keinen Rassismus geben könne, waren im Anschluss an die Geschehnisse völlig fehl am Platz. Es bleibt abzuwarten, wie und ob die UEFA die Vorfälle im Nachhinein noch sanktioniert.
Sportlich gesehen hat Real vor dem Rückspiel im Estadio Santiago Bernabeu, dank des Traumtors von Vinicius, eine gute Ausgangsposition. Die Umstände dürften außerdem für zusätzliches Feuer und Motivation auf Seiten der Königlichen sorgen. Prestianni selbst wird zwar nicht zum Einsatz kommen, den Portugiesen dürfte trotzdem ein feuriger Empfang durch das Heimpublikum bevorstehen. Die Spieler von Real Madrid wiederum dürften bis in die Haarspitzen motiviert sein, auf dem Platz die passenden Antwort zu geben. Angesichts der Ausgangslage und der individuellen Überlegenheit der Königlichen wäre alles andere, als ein klarer Sieg Real Madrids, eine große Überraschung.
Meine These daher: Real gibt auf dem Platz die passende Antwort auf Prestiannis Verhalten und den schlechten Umgang Benficas mit den Rassismus-Vorwürfen und schießt die Portugiesen in Madrid ab.

Foto: Getty Images
Mit Inter Mailand musste, neben Juventus, ein weiterer italienischer Vertreter eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Da auch Atalanta gegen den BVB mit einem 0:2-Rückstand eine große Aufgabe zu bewältigen hat, könnte das Achtelfinale sogar gänzlich ohne Serie-A-Beteiligung stattfinden. Inter hat jedoch die vermeintlich beste Chance gegen Bodö/Glimt den Rückstand des Hinspiels zu egalisieren. In der Liga hält sich das Team von Cristian Chivu weiterhin schadlos. Die Offensive Inters ist, mit ihrer individuellen Qualität, zudem immer in der Lage den nötigen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuschießen.
Zwar hat Bodö/Glimt mit einem Sieg bei Atletico Madrid und dem Unentschieden in Dortmund gezeigt, dass sie auch auswärts zu guten Leistungen im Stande sind. Trotzdem ist es für Inter von Vorteil nicht in der norwegischen Kälte auf Kunstrasen spielen zu müssen. Gerade bei einer frühen Führung wird die Atmosphäre im San Siro elektrisierend sein. Auf dieser Grundlage erwartet die Norweger ein sehr schweres Spiel. Die offensive Wucht Inters ist, auch ohne Kapitän Lautaro Martinez, sehr schwer zu verteidigen.
Es stellt sich außerdem die Frage, ob es eventuell doch ein Nachteil sein könnte, dass Bodö/Glimt in der Liga weiterhin noch nicht im Einsatz ist. Gerade in einer möglichen Verlängerung könnte auch die Tiefe im Kader der Nerrazurri zum Vorteil Inters werden.
Meine These daher: Inter schafft die Wende, gewinnt gegen Bodö/Glimt und zieht als einziges italienisches Team ins Achtelfinale der Champions League ein.
Jakob Haffke









































