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·11 aprile 2026

Schlotterbeck-Verlängerung beim BVB: (K)ein Grund zur Freude?

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Nico Schlotterbeck hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund verlängert. Ein guter Deal für beide Seiten?

Nach monatelangen Verhandlungen hat Borussia Dortmund am Freitag die Verlängerung des Vertrags von Nico Schlotterbeck bekanntgegeben. Das neue Arbeitspapier des Innenverteidigers läuft bis 2031, zudem steigt er zum Topverdiener auf. Vor einigen Wochen hätte diese Nachricht wohl noch für große Freude bei den BVB-Fans gesorgt, nun sind die Reaktionen gespalten.


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Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen haben viele das Gefühl, dass Schlotterbeck den Klub unnötig lange hingehalten hat, zum anderen herrscht Enttäuschung über die Ausstiegsklausel, die der Vertrag laut Kicker bereits in diesem Sommer beinhaltet.

Der BVB sichert sich mit der Verlängerung ab

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Foto: Getty Images

Für den BVB ist die Verlängerung mit Schlotterbeck aus wirtschaftlicher Sicht nahezu einwandfrei. Der Klub läuft nun keine Gefahr mehr, den Nationalspieler in diesem Sommer für eine geringe Ablösesumme ziehen lassen zu müssen. Bei gescheiterten Verhandlungen wäre den Dortmundern angesichts des zuvor 2027 auslaufenden Arbeitspapieres nichts anderes übrig geblieben. Stattdessen besteht zumindest theoretisch die Chance, dass Schlotterbeck bis 2031 bleibt. Selbst wenn ein Klub mit Zugriff auf die Ausstiegsklausel in diesem Sommer gebrauch von dieser machen sollte, würden die Dortmunder wohl 50 bis 60 Millionen Euro einnehmen.

So hart das für Fußballromantiker klingen mag: Für Vereine wie Borussia Dortmund ist es im modernen Fußball fast nur noch mit solchen Ausstiegsklauseln möglich, Spieler des Kalibers von Schlotterbeck halten zu können. Daher ist die Verlängerung für die Klubführung um Carsten Cramer, Lars Ricken und den neuen Sportdirektor Ole Book als Erfolg zu werten.

Vertrag entspricht den Wünschen von Schlotterbeck

Schlotterbeck dürfte ebenfalls sehr glücklich mit dem neuen Arbeitspapier sein, da es nicht nur äußerst lukrativ ist, sondern ihm auch mehrere Optionen offen lässt. Der 26-Jährige betonte, dass er sich in der Blütezeit seiner Karriere befindet und sich deshalb gründlich überlegt hat, wie es weitergehen soll. Das ist sein gutes Recht. Nach Außen hin verkündete der Nationalspieler nun sein Ziel, mit dem BVB Titel gewinnen zu wollen. Die Wahrheit sieht eher so aus: Schlotterbeck will Titel gewinnen, egal wo.

Ansonsten wäre es ihm nicht so wichtig gewesen, eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag zu haben. Spielt er im Sommer eine herausragende WM, könnte er zu einem Klub, der nochmal ein Regal über den Dortmundern liegt, wechseln. Nochmal: Das ist Teil des Geschäfts.

Enttäuschung der BVB-Fans verständlich

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Foto: IMAGO

So glücklich der Verein und Schlotterbeck persönlich mit den Konditionen der Vertragsverlängerung sein dürften, so nachvollziehbar ist es auch, dass viele Anhänger es nicht sind. Schlotterbeck ist ein Publikumsliebling, ein Leistungsträger und war auf dem besten weg eine Identifikationsfigur zu werden. Bei den Fans hat er nun einiges an Kredit verspielt. Einerseits, weil die Dauer der Verhandlungen auf Unverständnis stößt und andererseits, weil die Ausstiegsklausel bereits in diesem Sommer alles andere als ein klares Bekenntnis zu den Schwarzgelben ist.

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