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·4 febbraio 2026
Sepp Maier hat recht: Die Neuer-Debatte muss endlich aufhören

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·4 febbraio 2026

Die Torwart-Legende kritisiert die wiederkehrenden Spekulationen um eine Neuer-Rückkehr ins DFB-Tor. Oliver Baumann sei jetzt die klare Nummer eins.
Sepp Maier hat recht. Und zwar in allen Punkten. Kaum ist Marc-André ter Stegen verletzt, beginnt das alte Spiel von vorne. Die Reflexe sind eingeübt, die Schlagzeilen vorhersehbar: Kommt Manuel Neuer zurück? Muss Julian Nagelsmann umdenken? Ist der 38-Jährige nicht doch die bessere Lösung? Es ist ermüdend.
Der Weltmeister von 1974 bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, dass ihn dieses Thema nervt. Denn genau das ist es: ein Thema, das niemanden weiterbringt. Nicht die Nationalmannschaft, nicht Oliver Baumann, nicht einmal Manuel Neuer selbst. Es ist eine Debatte, die sich aus Nostalgie speist und aus dem Unvermögen, Veränderungen zu akzeptieren.
Neuer war über Jahre der beste Torhüter der Welt. Er hat das Torwartspiel revolutioniert, Titel gesammelt, Maßstäbe gesetzt. Das steht außer Frage. Aber seine Zeit im DFB-Tor ist vorbei. Das hat der Bundestrainer entschieden, und diese Entscheidung verdient Respekt. Wer bei jeder Gelegenheit nach dem alten Helden ruft, untergräbt die Autorität des Trainers und destabilisiert die Mannschaft.
Sepp Maier fordert Klarheit, Ruhe und Vertrauen. Das sind keine Phrasen, sondern die Grundvoraussetzungen für sportlichen Erfolg. Oliver Baumann ist jetzt die Nummer eins. Punkt. Dahinter gibt es weitere gute Torhüter. Deutschland ist nicht hilflos, nur weil ter Stegen ausfällt.
Die Verletzung des langjährigen Barcelona-Keepers ist bitter, keine Frage. Ter Stegen hat lange auf diese Rolle hingearbeitet, hat über Jahre auf absolutem Weltklasse-Niveau gespielt. Sein Ausfall ist ein Verlust. Aber er ist kein Grund zur Panik und schon gar kein Anlass, alte Baustellen wieder aufzureißen.
Was die Nationalmannschaft jetzt braucht, ist eine geschlossene Haltung. Hinter Baumann, hinter dem Bundestrainer, hinter der eingeschlagenen Richtung. Wer ständig zurückblickt, kann nicht nach vorne gehen. Das gilt im Fußball wie im Leben.
Maier hat als Torwart-Legende die Autorität, diese Dinge auszusprechen. Er kennt das Geschäft, er kennt den Druck, er kennt die Mechanismen der öffentlichen Debatte. Wenn er sagt, man solle aufhören, über eine Rückkehr zu spekulieren, dann sollte man das ernst nehmen.
Manuel Neuer bleibt Weltklasse. Aber eben nicht mehr im DFB-Tor. Damit sollte es auch gut sein. Diese Worte sind keine Herabsetzung, sondern eine Würdigung. Sie erkennen an, was war, und akzeptieren, was ist. Der deutsche Fußball hat genug echte Probleme. Die Torwartfrage gehört nicht dazu.








































