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·25 febbraio 2026

Sieben Thesen für das letzte Saisondrittel

Immagine dell'articolo:Sieben Thesen für das letzte Saisondrittel

25 Spieltage sind absolviert, 13 stehen noch bevor: Mitten im kommenden Spieltag bricht rechnerisch das letzte Saisondrittel an. Vor allem im Aufstiegskampf ist enorme Spannung absehbar, während einige Absteiger womöglich schon früh feststehen. Was können wir noch vom Endspurt der 3. Liga 2025/26 erwarten? Wir stellen sieben Thesen auf – und prognostizieren die Wahrscheinlichkeit, dass sie eintreffen.

These 1: Der MSV Duisburg marschiert in die 2. Bundesliga

RB Leipzig, die Würzburger Kickers, Jahn Regensburg, die SV Elversberg, der SSV Ulm und Preußen Münster: Dieses Sextett schaffte seit 2009 den direkten Durchmarsch aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga. Nun schickt sich der MSV an, dies nachzumachen – es wäre der ultimative Beweis, wie gut das vermeintliche Desaster Viertliga-Abstieg einem Traditionsklub tun kann. Doch die Elf von Dietmar Hirsch muss sich in Acht nehmen: Primär leben die Zebras von ihrer Heimstärke, holten dort 30 von 36 möglichen Punkten ohne Niederlage.


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Das 1:6 in Wiesbaden zeigte manche Grenze auf, die direkte Reaktion gegen Schweinfurt war beachtlich. Größtes Problem auf der Mission Aufstieg ist die Konkurrenz: Cottbus und Osnabrück haben einen ziemlich langen Atem – und der SC Verl ist mit seiner Spielstärke unberechenbar.

Wahrscheinlichkeit: 55 Prozent

These 2: Schweinfurt wird der schwächste Drittligist der Geschichte

Drei Siege, ein Remis, 21 Niederlagen: Schwach ist kein Ausdruck für das, was ein heillos überfordertes Schweinfurt 05 im ersten Drittliga-Jahr präsentiert. Nach der vom Zeitpunkt her rätselhaften Trainerentlassung von Victor Kleinhenz vor wenigen Tagen darf sein Nachfolger Jermaine Jones die Saison zu Ende bringen – und sein vielleicht realistischstes Ziel könnte sein, die obige These zu widerlegen.

Mit 22 Punkten stellte einst die Reserve von Werder Bremen 2011/12 die schwächste (rein sportliche) Bilanz auf, Rot-Weiß Erfurt war nur aufgrund diverser Punktabzüge mal noch schwächer. Bei jetzt 10 Zählern müssten die Schnüdel noch jede Menge draufpacken, um diesen Tiefstwert nicht zu unterbieten. Doch das deutet sich absolut nicht an.

Wahrscheinlichkeit: 85 Prozent

These 3: Selbst 40 Punkte reichen für den Klassenerhalt

Wir kennen die 3. Liga als eine Spielklasse mit enormer Leistungsdichte, was nicht zuletzt dadurch unter Beweis gestellt worden ist, dass selbst 45 Punkte aus 38 Partien keine Garantie für den Ligaverbleib darstellen. In dieser Saison, das lässt sich wohl jetzt schon vorwegnehmen, wird dies anders sein. Schweinfurt und wohl auch Havelse sind abgeschlagen. Bleiben noch Aue (24 Punkte) und Ulm (23 Punkte), die Druck auf das fast enteilte hintere Mittelfeld ausüben könnten.

Doch die Spatzen haben ihr Zwischenhoch längst wieder beendet, die Veilchen noch kein einziges Rückrundenspiel gewonnen. Beide bestechen durch offensive Harmlosigkeit. Ja, eine plötzliche Serie ist immer zuzutrauen. Doch rein qualitativ geben beide Mannschaft wenig Anlass zur Beunruhigung für Aachen, Saarbrücken, Regensburg und alle, die sonst noch zittern.

Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent

These 4: Hoffenheim II muss bis zum letzten Spieltag bangen

Apropos zittern: Was ist eigentlich mit der Reserve der TSG Hoffenheim los? Kein anderes Team performt in der Rückrunde schlechter, und selbst die schwer verdaulichen Abgänge Ayoube Amaimouni-Echghouyab (Eintracht Frankfurt) und Ruben Reisig (RW Essen) erklären als Stürmer bzw. Mittelfeldspieler nur bedingt, warum es schon 18 (!) Gegentore in den letzten sechs Spielen hagelte.

Was angesichts von 47 erzielten Toren in 25 Partien verrückt klingt, könnte noch Realität werden: Der Aufsteiger, der in der Hinrunde gemeinsam mit dem SC Verl den klar besten Fußball aufs grüne Parkett brachte, könnte noch gewaltig abrutschen. Ein aufgrund der schwachen Konkurrenz im Keller noch unwahrscheinliches, aber nicht ganz auszuschließendes Szenario.

Wahrscheinlichkeit: 25 Prozent

These 5: Die beste Drittliga-Offensive (aller Zeiten?) wird nicht aufsteigen

2,4 Tore erzielt der SC Verl alle 90 Drittliga-Minuten – rechnet man dies auf die Gesamtsaison hoch, würden die Ostwestfalen bei 91 Treffern landen und damit einen Bestwert der Nachbarn vom SC Paderborn (90 Tore, 2017/18) überbieten. Mit schon jetzt neun erzielten Toren mehr als der zweitbesten Offensive aus Cottbus ist zumindest in dieser Spielzeit die Mannschafts-Torjägerkanone fast schon vergeben, zumal sich nicht andeutet, dass Verls Spielansatz völlig entschlüsselt ist.

Und doch hat das Nervenflattern begonnen: In Wiesbaden, Aachen und Verl gab es drei Auswärtsniederlagen, bei der Alemannia wurde der SCV förmlich entzaubert. Plötzlich wirkt es so, als könnten andere Teams doch nervenstärker sein als die Rasselbande von der Poststraße. Geht das anstehende Spitzenspiel in Cottbus (Samstag, 16.30 Uhr) auch noch schief, könnte der Sportclub noch weiter abrutschen.

Wahrscheinlichkeit: 60 Prozent

These 6: 1860 mischt doch nochmal oben mit

Die Erinnerung an den vergangenen Sommer, als 1860 München nach einer ganzen Reihe von nominellen Toptransfers serienweise als Titelfavorit genannt wurde, ist fast verblasst. Doch wie das im Fußball so ist: Nach zwei Siegen in Serie atmet der eine oder andere auf Giesings Höhen schon wieder Gipfelluft. Könnte es nicht genau in dem Moment, in dem jeder die Saison bereits abgehakt hatte, doch noch klappen?

Sechzig wäre nicht der erste Drittligist, der in dieser wichtigen Phase das Momentum auf seine Seite zieht. Doch selbst das kurios hohe 5:0 über zerfallende Havelser konnte und kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der TSV spielerisch immer noch gewisse Limits besitzt. Entsprechend müsste viel zusammenkommen, damit die Löwen bis Mai nochmal ganz dick ins Aufstiegsrennen einsteigen.

Wahrscheinlichkeit: 30 Prozent

These 7: Es werden noch maximal drei Trainer entlassen

Dominik Glawogger (SV Waldhof) war der Erste, Schweinfurts Victor Kleinhenz der bislang letzte von bereits 10 Drittliga-Trainern, die vorzeitig von ihren Aufgaben Abstand nehmen mussten. Der SSV Ulm sowie der 1. FC Saarbrücken, die nach der ersten verschossenen Patrone beide auf eine Interimslösung (Moritz Glasbrenner bzw. Jürgen Luginger) gesetzt hatten, tauschten sogar bereits zweimal. Bleibt es im Saisonfinale ruhiger?

Tatsächlich gibt es Indizien dafür, denn akut wackelt derzeit kein Coach – was im Tabellenkeller primär daran liegt, dass zahlreiche Entlassungen erst kürzlich getätigt wurden. Weiter oben haben selbst traditionell unruhige Standorte wie Essen und Rostock ihre Cheftrainer zu schätzen gelernt. Und auch im Mittelfeld dürften – mit Ausnahme der etwas schwächelnden Zweitvertretungen – die meisten Klubs derzeit zufrieden mit der Arbeit ihrer Übungsleiter sein.

Wahrscheinlichkeit: 80 Prozent

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