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·11 aprile 2026

So knackten die Bayern den ewigen Torrekord der Bundesliga

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Die magische Schallmauer zu durchbrechen, oblag letztlich Leon Goretzka. Der Mittelfeldspieler traf in der 53. Minute zum 2:0 beim FC St. Pauli und trug sich damit in die deutschen Fußball-Annalen ein. Es war das 102. Saisontor der Münchner, die damit einen 54 Jahre währenden Bundesliga-Rekord knackten. In der Saison 1971/72 hatte die große Bayern-Generation um Gerd Müller, Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß & Co. einst 101 Treffer in einer Spielzeit erzielt. Dieser lange für ewig gehaltene Rekord ist damit am 11. April 2026 gefallen – und das schon fünf Spieltage vor Saisonende. Hier lest Ihr, wie sich die 102 Tore zusammensetzen:

Ein derart außergewöhnlicher Erfolg verteilt sich natürlich auf viele Schultern. Ganze 18 Profis aus dem aktuellen Kader trugen sich beim FC Bayern in der laufenden Saison in die Torschützenliste ein – mehr als bei jedem anderen Team. Hinzu kommen noch der Leverkusener Loïc Badé (beim 3:0-Heimsieg im November) sowie die beiden Wolfsburger Moritz Jenz und Kilian Fischer (jeweils beim (8:1 im Januar), die per Eigentor sehr unfreiwillig am Rekord beteiligt waren. Den Löwenanteil sicherte sich jedoch das magische Dreieck in der Offensive um Harry Kane (31 Saisontore), Luis Díaz (15) und Michael Olise (11), die allein für 56 Prozent verantwortlich zeichneten.


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Nicht immer hatten die Bayern beim Toreschießen so leichtes Spiel wie Lennart Karl beim 1:0 gegen Mainz Mitte Dezember. Der musste den Ball nach feiner Vorarbeit von Serge Gnabry nur noch aus rund vier Metern über die Torlinie drücken. Laut der Daten der Statistik-Experten von Opta hatte kein anderer FCB-Treffer einen so hohen xG-Wert (0,94) – also der Marke: „Den hätte ja meine Oma gemacht!“. Geht man nach diesem Wert, hätte dagegen Harry Kanes 5:0 im Eröffnungsspiel gegen Leipzig mit einem xG von 0,02 fast nicht fallen dürfen – nur zwei von 100 Torschüssen hätten laut Statistik wie bei Kane den Weg durch die eigentlich gut positionierte Gäste-Abwehr gefunden.

Es war nicht das einzige Mal, dass der Engländer mit seiner Extraklasse ein Tor schier erzwungen hat. Beim 5:0 in Stuttgart am 13. Spieltag drosch Kane den Ball aus 25 Metern mit 128 km/h ins Eck – mit einer derart hohen Geschwindigkeit schlug bis dato kein anderer Ball in dieser Saison im Netz ein. Mit ähnlich viel Willenskraft ging auch Luis Díaz bei seinem Treffer zum 1:1 bei Union Berlin zu Werke, als er den Ball aus beinahe unmöglichen Winkel fast von der Grundlinie aus in den Winkel zirkelte. „Wenn ich das Tor sehe, kann ich das nicht so recht glauben, dass ich da getroffen habe“, beschrieb der Kolumbianer seinen Kunstschuss, der später auch zum Tor des Jahres 2025 gekürt worden war.

Aber nochmal zurück zum xG. Der liegt bei Elfmetern bei 0,77 – und ist damit ein weiterer Indikator dafür, auf welchem Level das Team von Vincent Kompany in dieser Saison agiert. Dank Harry Kane (zehn Elfertore) und Jamal Musiala (eins) landeten nämlich 100 Prozent der FCB-Strafstöße im Netz – einzig die Bayern selbst waren in der Saison 1980/81 (13 Elfmetertore) noch treffsicherer vom Punkt. Überhaupt sind die Münchner mit 28 Standardtoren die Könige des ruhenden Balls – neben den elf Elfmetern fielen noch 13 Tore im Anschluss an eine Ecke sowie vier nach einem Freistoß.

Offensive sucht ihresgleichen

Selbst ohne diese Standardtore würden die Bayern die aktuelle Torschützenliste der Bundesliga-Clubs locker anführen – so wie selbstverständlich auch andere Kategorien. Der Rekordmeister traf am häufigsten in der ersten Halbzeit (43-mal), nach dem Seitenwechsel (59), wie auch nach Kontern (12) – und vor allem: in jedem Spiel. Kein Bundesliga-Spieltag verging in dieser Saison ohne Bayern-Tor. Ihre unglaubliche Konstanz führte die Mannschaft von Vincent Kompany noch zu ganz anderen Rekorden in dieser Spielzeit. Im Januar trafen die Münchner beim 5:1 gegen Leipzig im saisonübergreifend 26. Heimspiel in Folge mindestens doppelt und setzten so eine neue Bestmarke im Wettbewerb. Auch die zwischenzeitlich acht Auswärtsspiele, in denen der FCB saisonübergreifend von April bis Oktober 2025 jeweils Minimum drei Tore erzielt hatte, gab es so noch nie zuvor.

„Es sind diese Momente, in denen es 5:1, 6:1 oder 7:1 steht und wir trotzdem weitermachen, weiter pressen und versuchen, noch mehr Tore zu schießen. Das mag ich sehr“, erklärte Vincent Kompany den Münchner Torhunger im Januar nach dem Spiel gegen Wolfsburg, in dem die Münchner beim 8:1 ihren höchsten Saisonsieg gefeiert hatten. Dieser Wille sowie ein Mix aus Können, Konstanz und Kaltschnäuzigkeit sorgten dafür, dass die Bayern den 101-Tore-Rekord aus den Siebzigern übertreffen konnten. Und noch ist die Saison ja nicht vorbei – wir sind gespannt, welche Aufgabe der Rekordmeistern kommenden Generationen hinterlassen wird.

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