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·29 gennaio 2026
Sontheimer: "So rutscht du in der 3. Liga schnell nach unten"

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Am 19. September holte der 1. FC Saarbrücken beim 2:1 gegen Schlusslicht Schweinfurt seinen letzten Saisonsieg. Seitdem warten die Saarländer auf den sechsten dreifachen Punktgewinn. Mit liga3-online.de spricht Patrick Sontheimer über Gründe für die sportliche Lage, den sich anbahnenden Abstiegskampf und das kommende Duell mit dem VfL Osnabrück.
liga3-online: Seit mehr als vier Monaten hat der 1. FC Saarbrücken nicht gewonnen, nur noch ein Punkt trennt das Team von den Abstiegsrängen. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation, Herr Sontheimer?
Patrick Sontheimer: Wir befinden uns in einer schwierigen Lage, die wir hätten vermeiden können. Wenn du aber zu viele Chancen auslässt, Tore fehlen und die Erfolge insgesamt ausbleiben, rutscht du in der 3. Liga schnell weit nach unten.
Der Anspruch ist in Saarbrücken eher, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Davon sind Sie weit entfernt. Wie gehen Sie mit der veränderten Situation um?
Klar: Der gesamte Verein hat andere Ansprüche. Fans, Vorstand, Spieler: Alle würden gerne ganz woanders in der Tabelle stehen. Aber wir müssen die Situation annehmen und akzeptieren, dass wir mittlerweile im Abstiegskampf angekommen sind. Wir haben nun jede Woche aufs Neue die Chance, das Ruder herumzureißen. Qualität haben wir genug im Kader. Aber wir müssen sie wieder mehr abrufen, um Spiele zu gewinnen.
Inwiefern sind auch Sie als Führungsspieler aktuell gefragt?
Ich will immer vorangehen – sowohl auf als auch neben dem Platz. Dass ich fast die gesamte Hinserie verletzt ausgefallen bin, war schwierig für mich. Dennoch habe ich versucht, dem Team eine Stütze zu sein. Jetzt geht es auch darum, noch enger zusammenzurücken und sich Schritt für Schritt aus der Lage zu befreien.
Wie schwer fällt es, positiv zu bleiben und immer wieder aufzustehen?
Es ist sicher nicht einfach. Vor allem, wenn der letzte Sieg so weit zurückliegt. Aber: Es bringt uns nicht weiter, die Köpfe hängen zu lassen. Wir machen immer weiter, um uns so schnell wie möglich wieder belohnen zu können und die Negativserie hinter uns zu lassen.
Was muss sich ändern, um zurück in die Erfolgsspur zu finden?
Wir müssen vorne effizienter werden und mehr aus unseren Chancen machen. Aber auch defensiv sind wir oft zu nachlässig und zu unkonzentriert. Es geht darum, griffiger zu sein und den Kampf in der 3. Liga noch mehr anzunehmen. Lange Zeit war es für unsere Gegner eklig, gegen uns zu spielen. Da wollen wir wieder hinkommen.
Auffällig ist auch: Kein Team spielt häufiger remis. Warum sind Sie immer wieder nah dran, aber bleiben trotzdem ohne Sieg?
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Es ist sehr individuell. Während wir beispielsweise beim 1:1 in Regensburg erst sehr spät den Ausgleich hinnehmen mussten, nachdem wir die Partie komplett dominiert haben, konnten wir beim 1:1 gegen Cottbus unsere Chancen nicht gut genug nutzen. Es ist doch auch so: Stehst du oben, kippen enge Spiele eher mal in deine Richtung. Stehst du unten, ist es häufig umgekehrt.
Am Samstag kommt der VfL Osnabrück nach Saarbrücken. Was können wir für eine Partie erwarten?
Der VfL hat eine starke Mannschaft, ist gefestigt und konnte sich im Winter noch einmal verstärken. Ich erwarte eine kampfbetonte Begegnung, in der es viel um zweite Bälle geht. Wir wollen endlich wieder dreifach punkten. Auch einen “dreckigen” Sieg würde ich sofort unterschreiben.








































