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·1 aprile 2026
Spanien verurteilt antimuslimische Gesänge - Polizei ermittelt

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·1 aprile 2026

Beim Testspiel Spanien gegen Ägypten skandierten Fans islamfeindliche Parolen. Justizminister, RFEF und Nationaltrainer verurteilten die Vorfälle, die Polizei ermittelt.
Vertreter aus Fußball und Politik haben die antimuslimischen Sprechchöre bei Spaniens Testspiel gegen Ägypten verurteilt - und auch die Polizei ermittelt nun. Fans im RCDE-Stadion in Barcelona hatten vor der Partie des Europameisters am Dienstag (0:0) die gegnerische Hymne ausgebuht und während der ersten Halbzeit herabwürdigende Parolen skandiert.
Medienberichten zufolge sangen die Anhänger: "bote, bote, bote musulman el que no bote" (übersetzt: "Spring, Spring, Spring, wer nicht springt, ist ein Muslim"). Der Stadionsprecher forderte die Fans daraufhin mehrmals auf, die Äußerungen zu unterlassen.
"Rassistische Beleidigungen und Sprechchöre sind eine Schande für unsere Gesellschaft. Die extreme Rechte wird keinen Raum vor ihrem Hass verschonen, und wer heute schweigt, macht sich mitschuldig", schrieb Felix Bolanos, Spaniens Justizminister, bei X. Gleichzeitig teilte die Polizei mit, dass sie Ermittlungen aufgenommen habe.
Zuvor hatten bereits der spanische Fußballverband (RFEF) und Nationaltrainer Luis de la Fuente die Vorgänge scharf kritisiert. "Wir haben diese Art von Verhalten verurteilt und deutlich gemacht, dass sich so etwas nicht wiederholen darf", sagte Rafael Louzán, Präsident des spanischen Verbands, in einem Statement. Er bezeichnete es als "einzelne, isolierte Vorfälle".
Auch de la Fuente war erzürnt. "Das ist unerträglich. Gewalttätige Menschen nutzen den Fußball, um sich einen Platz zu verschaffen", so der 64-Jährige - und fügte an: "Sie müssen aus der Gesellschaft entfernt, identifiziert und so weit wie möglich ferngehalten werden."
Das Spiel war wegen des Krieges im Nahen Osten aus Katar nach Barcelona verlegt worden und diente als Vorbereitung auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli). Spanien trifft in der Gruppe H dann auf Uruguay, Saudi-Arabien und Neuling Kap Verde. Ägypten bekommt es in der Staffel G mit Belgien, Iran und Neuseeland zu tun.
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