RB Leipzig
·17 giugno 2026
"Stärker als je zuvor": Wie sich der "Gvardiator" zurückkämpfte

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·17 giugno 2026

Schienbeinbruch, monatelange Pause, WM in Gefahr: Für unseren ehemaligen Verteidiger Joško Gvardiol (2021–2023) hätte das Jahr 2026 kaum schlechter beginnen können. Der Kroate verletzte sich im Premier League-Spiel von Manchester City gegen den FC Chelsea schwer.
"Das ist eine schwere Zeit, aber sie wird mich niemals prägen. Ich weiß, wer ich bin und woher ich komme", gab sich der 24-Jährige auf Instagram gewohnt kämpferisch und machte klar: "Ich werde wieder aufstehen, stärker als je zuvor!"
Gesagt, getan: Mit der Rückkehr am 13. Mai nach fast fünf Monaten Verletzungspause lag Joško unter der zu erwartenden Ausfallzeit – Trainer Pep Guardiola beorderte ihn gegen Crystal Palace direkt in die Startelf. Kürzlich reiste Joško mit der Nationalmannschaft in die USA, wird dort seine zweite WM spielen. Glaube kann also doch Berge versetzen...
Dass Joško diese Herausforderung, seine bislang härteste Verletzung, meistern würde, kam daher kaum überraschend. Bereits in Leipzig zeichnete sich der Kroate neben seiner sportlichen Klasse durch seine Persönlichkeit aus.

Gvardiol hat bewiesen, dass "Comeback stronger" nicht bloß eine Floskel ist. Angst vor einem erneuten Rückschlag? Nicht mit dem Kroaten: "In der zweiten Woche gab es im Training bereits einen harten Zweikampf. Ich habe jetzt drei Schrauben im Bein, daher ist mein rechtes Bein stärker und stabiler als zuvor."
All das hält den Mann aus Zagreb nicht auf. 2022 vor der WM in Katar hatte sich Joško im Trikot von RB Leipzig einen Nasenbeinbruch zugezogen – und führte die "Vatreni" (zu deutsch: die Feurigen) einen Monat später auch mit Maske zur Bronzemedaille. Der Spitzname "Gvardiator" war geboren.
Der Schienbeinbruch erforderte noch einmal mehr seine Widerstandsfähigkeit. "Ich habe noch härter gearbeitet, um so schnell wie möglich zurückzukehren. Ich hatte die Weltmeisterschaft im Kopf. Das Ziel war es, ein paar Spiele zu bestreiten, aber vor allem war mein Hauptziel einfach nur, zurückzukommen", sagte Joško Gvardiol.

Doch Joško hat sein Ziel übertroffen: Nach einigen Spielen im Saisonendspurt mit Manchester City absolvierte er kürzlich zwei Länderspiele gegen Belgien (0:2) und Slowenien (2:1) – das zweite sogar über die volle Distanz. Mit einer Flanke bereitete er das Siegtor gegen die Slowenen indirekt vor. Trainer Zlatko Dalić kann auf seinen 1,85-Meter-Mann bauen.
Mit dem Weltranglistenelften bereitete sich Joško in Alexandria (Virginia) auf die Weltmeisterschaft vor. Nach der Ankunft in den USA schrieb Josko auf Instagram: "Die Reise beginnt. Das ist der Weg zum Ruhm." Nach der Vizeweltmeisterschaft 2018 und Platz drei 2022 ist die Vorfreude bei Joško und in ganz Kroatien groß. Die "Vetreni" zählen zum erweiterten Kreis der Favoriten.
Zum Auftakt heute Abend um 22.00 Uhr wartet ein echter Kracher: Es geht gegen England, den Hauptkonkurrenten um Platz eins in Gruppe L. Anschließend trifft man auf Panama und Ghana.

Die kroatische Nationalmannschaft wird einen fitten Joško Gvardiol brauchen, um bei der WM erneut weit zu kommen. Der 24-Jährige ist in einem Team, das als Gruppenerster durch die WM-Qualifikation marschierte, einer der Schlüsselspieler.
Es bestehen jedoch keine Zweifel, dass sich der ehemalige Leipziger wie bei der letzten WM schnell reinfindet und ein starkes Turnier spielt. Joško zählte in Katar zu den besten Akteuren, stand in allen sieben Partien von Anfang bis Ende auf dem Platz. Im Spiel um Platz drei ebnete er mit einem Kopfballtor den Weg zu Bronze.
Ob für Leipzig, Manchester oder Kroatien: Joško hat seine Robustheit überall bewiesen – Rückschläge scheinen ihn eher zu schärfen als zu bremsen.

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