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·11 febbraio 2026

Super League adé? Real und UEFA teilen Vereinbarung mit

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Čeferin (l.), Pérez (Mitte) und Al-Khelaifi (r.) konnten sich grundsätzlich einigen – Fotos: getty images

Gemeinsame Mitteilung von UEFA, Real und EFC

Real Madrid und die UEFA nähern sich doch noch an! Nach Jahren der Streitereien und Gerichtsurteile, aber auch Verhandlungen und Gesprächen rund um die 2021 kurzzeitig ins Leben gerufene Super League haben die Parteien am Mittwochnachmittag eine „Einigung zum Wohle des europäischen Klubfußballs“ verkündet. Konkret wurde man dabei zwar nicht, zumindest aber scheinen die Parteien sich allmählich wieder zu vertragen. Und das wohl auch, weil Real Madrid mittlerweile ein paar Asse im Ärmel hat, nachdem der Europäische Gerichtshof im Oktober 2025 bestätigt hatte, dass die UEFA ihre Macht und Monopolstellung illegalerweise ausgenutzt hatte. Und weil die Super-League-Teilnehmer durch die jahrelang ausgebliebenen Super-League-Einnahmen sogar ein Anrecht auf Schadensersatz hätten (die AS berichtete von angeblich 4,5 Milliarden Euro), war es wohl eher UEFA-Boss Aleksander Čeferin, der auf Florentino Pérez zugehen musste. Zumindest verkünden die Streithähne, darunter auch die mittlerweile in European Football Clubs umbenannte European Club Association, der bekanntermaßen PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi vorsitzt:


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Die UEFA, die European Football Clubs und Real Madrid erzielen eine Einigung zum Wohle des europäischen Klubfußballs.

Nach monatelangen Gesprächen zum Wohle des europäischen Fußballs geben die UEFA, die European Football Clubs und Real Madrid bekannt, dass sie eine Grundsatzvereinbarung zum Wohle des europäischen Klubfußballs erzielt haben, die den Grundsatz der sportlichen Leistung respektiert und den Schwerpunkt auf die langfristige Nachhaltigkeit der Klubs und die Verbesserung des Fanerlebnisses durch den Einsatz von Technologie legt.

Diese Grundsatzvereinbarung wird auch dazu dienen, ihre rechtlichen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Europäischen Super League beizulegen, sobald eine endgültige Vereinbarung umgesetzt ist.

Pérez’ Asse im Ärmel

Was all das genau bedeutet, bleibt entsprechend noch abzuwarten. Und zwar dürfte Pérez‘ Traum von der Super League oder des in 2024 noch in Unify League umbenannten Plans damit endgültig gestorben sein, trotzdem geht der 78-jährige Spanier nur bedingt als Verlierer aus diesem Fall hervor. Denn die UEFA wird das eine oder andere Eingeständnis und Entgegenkommen angeboten haben müssen. So hatte Real Madrid im Oktober noch mitgeteilt: „Real Madrid berichtet außerdem, dass im Jahr 2025 zahlreiche Gespräche mit der UEFA geführt wurden, um Lösungen zu finden. Es konnte jedoch keine Einigung über transparentere Führung, finanzielle Nachhaltigkeit, den Schutz der Gesundheit der Spieler und Verbesserungen des Fanerlebnisses erzielt werden, einschließlich kostenloser und weltweit zugänglicher Übertragungsmodelle.“ Aber für die jetzige Grundsatzvereinbarung wird die eine oder andere Forderung von Pérez und Co. verankert sein, auch um schlussendlich nicht nur von der milliardenschweren Schadensersatzforderung zurückzutreten, sondern auch von weiteren hunderten Millionen, die eigentlich von den vorzeitig ausgetretenen Klubs fällig wären. Zu Erinnerung: Als im April 2021 einige Seiten aus dem Super-League-Vertrag veröffentlicht wurden, war darin auch eine „Ausstiegsklausel“ von rund 150 Millionen Euro die Rede.

Mehr Mitspracherecht? Weniger Tebas-Macht? CL-Finale im Bernabéu?

Und Pérez und Co. waren spätestens durch das EuGH-Urteil endgültig im Recht, wenn auch alleine. Im Sommer 2023 hatte sich Juventus mehr oder weniger offiziell verabschiedet, da blieben auf dem Papier nur noch Real Madrid und der FC Barcelona. Aber am 7. Februar 2026 gab auch Barça den Ausstieg aus dem Projekt bekannt, oder anders formuliert: Pérez und Co. ließen auch die Katalanen gehen, scheinen auch hier auf die „Ausstiegsklausel“ zu verzichten, möglicherweise um auch hier bei den Verantwortlichen von UEFA und EFC ein weiteres Entgegenkommen erwirkt zu haben. Was das sein könnte? Da ist vieles denkbar, um ein paar zu nennen:

  • generelle Themen wie mehr Transparenz
  • das Konzept frei empfangbarer Champions-League-Spiele, vergleichbar zur Klub-WM
  • mehr Druck und Kontrolle über möglicherweise den spanischen Liga-Verband um Javier Tebas, der nicht nur aufgrund seiner USA-Pläne (die UEFA hatte diese widerwillig toleriert) einen Dorn in den Augen der Blancos darstellt
  • „kleinere“ Gesten, wie doch noch ein CL-Finale im Estadio Santiago Bernabéu, was zuletzt 2010 der Fall war

Bis es hier neue Entscheidungen und Änderungen von der UEFA bekanntzugeben gibt, wird es sicher noch dauern. Das Wichtigste ist aber: Alle Parteien scheinen wieder zusammen, statt gegeneinander zu arbeiten. Oder wie sie selbst sagen: zum Wohle des Fußballs. Mal sehen, wie lange dieser Waffenstillstand bestehen bleibt – Pérez dürfte nicht nur ein Ass im Ärmel haben.

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