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·4 gennaio 2026

Testspiel: FC St. Pauli – Werder Bremen 0:0

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Testspiele? Nicht überbewerten. Grundsätzlich gefiel, was der FC St. Pauli zu Beginn des Jahres 2026 gegen Werder Bremen ablieferte. Nur vorne fehlte mal wieder ein Tor.Titelfoto: Stefan Groenveld

Vorgeschichte

Die erste offizielle Ankündigung des Testspiels gab es am 12. November 2025 und schon da hatte es im Umfeld die ein oder andere Stimme gegeben, dass das alles vielleicht nicht die beste Idee sei. Mal ab von der Belastung für den Rasen (der bekanntlich sonst immer geschont werden muss) wäre dieses Wochenende direkt nach Neujahr wohl auch noch ein durchaus gängiger Urlaubstermin für viele Personen gewesen, die auf vielfältige Weise in die Spieltagsorganisation eingebunden sind.


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Aber der Spielplan ist wie er ist, nächste Woche geht es an gleicher Stelle gegen RaBa Leipzig. Das Risiko einer kurzfristigen Absage aufgrund eines nicht bespielbaren Platzes in (zum Beispiel) Norderstedt wollte man wohl nicht eingehen. Also Augen zu und durch und auf einigermaßen Glück beim Wetter-Bingo hoffen – Letzteres leider vergeblich.Also gab es schon am Samstag vorsichtige Hinweise auf eventuell geschlossene Tribünen und Stornierungsoptionen, am Sonntag folgte dann der Aufruf zur Hilfe mit Schneeschiebern, um die Tribünen freizuräumen. Gegen 12.30h erfolgte die „Entwarnung“, es waren inzwischen so viele Leute vor Ort, dass man keine weitere Verstärkung mehr brauche.

Ebenfalls am Sonntagvormittag wurde dann die Möglichkeit kommuniziert, Tickets ganz unkompliziert bis zwei Stunden vor Anpfiff zurück in den Zweitmarkt zu geben, die dann vom Verein erstattet werden sollen. Auch für später eingestellte Tickets bemühe man sich um eine gute Lösung.Am Ende wurde 25.087 als offizielle Zuschauer*innenzahl durchgesagt. Beide Vereine zeigten sich sehr glücklich, eine Woche vor dem Pflichtspielstart nochmal unter Wettkampfbedingungen und vor Publikum getestet haben zu können.

Das Spiel

Alexander Blessin hatte schon vorab angekündigt, pro Halbzeit jeweils ein Team spielen zu lassen, um allen Spielern 45 Minuten Wettkampfpraxis zu ermöglichen.Der angeschlagene Louis Oppie fehlte im Kader ebenso wie Andréas Hountondji, Martijn Kaars und David Nemeth. Sowohl bei Kaars als auch bei Oppie besteht aber die leichte Hoffnung, sie schon Mitte der Woche wieder ins Teamtraining integrieren zu können, womit sie dann auch eine Kaderoption für nächsten Samstag wären.

Auf den Rängen war es für ein Testspiel zumindest teilweise recht stimmungsvoll. Allerdings merkte man bei den gestarteten Gesängen dann doch, wie sehr man sich inzwischen an die Taktvorgabe durch die Trommeln gewöhnt hat. Auch der Gästeanhang war ohne Ultras im Repertoire etwas eingeschränkt, es gab lediglich einige „Werder! – Bremen!“-Wechselgesänge.

Erste Halbzeit: FCSP – Werder 0:0

FCSP: Nikola Vasilj – Lars Ritzka, Karol Mets, Eric Smith, Hauke Wahl, Arkadiusz Pyrka – James Sands, Jackson IrvineDanel Sinani, Mathias Pereira Lage – Ricky-Jade Jones

Es dauerte, bis beide Teams ins Spiel kamen. Kein Torschuss in der ersten Viertelstunde dürfte Beleg genug sein. Als diese gerade abgelaufen war, weckte Sinani das Millerntor auf, indem er am rechten Strafraumrand in einen Rückpass spritzte, den Abschluss dann aber über das Tor setzte. Beim FCSP setzte man wie gewohnt auf Ballgewinne im Mittelfeld, um dann (meistens) durch den langen, flachen Pass in die Spitze wahlweise Jones, Lage oder Sinani in Szene zu setzen. Bei eigenem Ballbesitz war es ähnlich, nur wartete man hier mit Klatsch-Bällen im Zentrum auf den richtigen Moment. Werder konnte dies größtenteils aber ohne Probleme verteidigen.

Die erste größere Chance gab es in der 22. Minute, als Irvine eine Ecke per Kopf auf den langen Pfosten brachte, wo Hauke Wahl den Ball aber nicht an Backhaus vorbei bekam. Werder fand offensiv hingegen lange gar nicht statt, ein Distanzschuss aus der zweiten Reihe in der 33. Minute (in die zweite Etage) war das erste und nahezu einzige Lebenszeichen. Danach hatte Werder etwas mehr vom Spiel, auch bedingt durch ein paar leichtere braun-weiße Ballverluste im Aufbau. Bremen konnte daraus aber auch keine Chancen kreieren. Die Hälfte endete dann, wie sie begonnen hatte – unspektakulär.

Und: Erstmals hätte die Nachspielzeit auf der Anzeigetafel weiterlaufen sollen, die Neuerung in der DFL zum Jahr 2026. Aber so weit war die Stadionregie wohl noch nicht, die Uhr blieb bei 45:00 stehen. Dieses grandiose Schauspiel hätte aber ohnehin nur zwei Sekunden gedauert, dann pfiff der Hamburger Schiedsrichter Luca Jürgensen in der Kälte zum Pausentee.

Zweite Halbzeit: FCSP – Werder

Während Werder tatsächlich allen elf Spielern eine warme Dusche gönnte, „musste“ bei St. Pauli Vasilj zunächst weiterspielen. Ben Voll kam für ihn dann nach einer Stunde aufs Feld. Nick Schmidt kam außerdem zehn Minuten vor Schluß noch für Marwin Schmitz ins Spiel.

FCSP: Vasilj – Erik Ahlstrand, Jannik Robatsch, Tomoya Andō, Adam Dźwigała, Manolis Saliakas – Joel Chima Fujita, Marwin Schmitz – Oladapo Afolayan, Connor Metcalfe – Abdoulie Ceesay

Und die zweite Hälfte begann furios: Langer Ball auf links auf Ahlstrand, der wunderbar quer durch den Strafraum auf Schmitz spielte – der aber am herausstürzenden Karl Hein scheiterte. Da war noch nicht mal eine Minute gespielt. Überhaupt interpretierte Ahlstrand seine Rolle sehr offensiv, im Ballbesitz war es dann ohne ihn eher eine Viererkette.

Fünf Minuten später die nächste Chance: Saliakas von rechts flach ins Zentrum auf Afolayan, der allerdings den Ball über das Tor jagte. In der 69. Minute die nächste Chance, als Ceesay geschickt wurde und von rechts flach in die Mitte spielte, der Ball aber kurz vorm einschussbereiten Dapo noch weggespitzelt wurde.

Den vermeintlichen Schlusspunkt setzte Fujita in der 89. Minute, der nach einem Ballgewinn mangels Anspielstationen von halbrechts selbst abschloss – und ebenfalls an Hein scheiterte. Eine Minute später dann die tatsächlich letzte Szene. Fujita spielte sehenswert raus auf Ahlstrand, dessen Diagonalball an Freund und Feind vorbeirutschte – und damit auch zu überraschend für Dapo am langen Pfosten kam, der ihn sonst ins leere Tor hätte schieben können. Abpfiff, 0:0.Fehlen Euch die Chancen für Werder? Nun… es gab keine.

Zu Tomoya Andō: Körperlich präsent. Viel mehr lässt sich nach diesem Spiel einfach noch nicht sagen, da Werder ihn vor keinerlei große Herausforderungen stellte. Die kleineren Aufgaben löste er souverän. Die erhoffte Kopfballstärke bei Standards konnte er aufgrund der kaum vorhandenen Situationen auch noch nicht unter Beweis stellen. Andō war übrigens auch der Grund, warum Fujita in der Elf für die zweite Halbzeit stand – dadurch hatte Andō (dessen Englisch-Sprachskills noch überschaubar sind) zumindest eine Ansprechperson auf dem Platz.

Fazit

Am wichtigsten bei Testspielen, insbesondere in der Woche vorm Ligastart: Keine Verletzten.Dieses Ziel wurde erreicht, der Rasen scheint zudem auch keine größeren Blessuren davongetragen zu haben. Insofern: Alles gut.Spielerisch war dies ebenfalls okay. Defensiv ließ man gar nichts zu, offensiv erarbeitete man sich immerhin ein paar Chancen – konnte aber erneut keine davon nutzen. Same old story.

Nächste Woche also Spieltag 16 am Millerntor gegen Leipzig. Bring it on!

Forza St. Pauli!// Maik

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