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·20 maggio 2026

Tor-Spektaktel und Derby-Irrsinn: Die Top-Spiele der 2. Bundesliga

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Die Saison in der 2. Bundesliga ist im Kasten, einzig die Relegation steht noch aus. Höchste Zeit, sich nochmal an die spektakulärsten Spiele des Jahres zu erinnern.

Es war mal wieder eine mitreißende Spielzeit im Unterhaus. Sei es der Schalker Aufstieg, der bittere Absturz in die 3. Liga der Fortuna, das Fußballmärchen bei der SV Elversberg oder die Ernüchterung bei Traditionsklubs wie Hertha, Hannover und Bochum – die Saison war vollgepackt mit spannenden Geschichten und denkwürdigen Spielen. Auf fünf davon blicken wir zurück.


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Kleeblatt und Magdeburg begeistern doppelt: 9:9 nach 180 Minuten

Dass ein Spiel im Profifußball mit 5:4 endet, ist alleine schon eine Seltenheit. Die SpVgg Greuther Fürth und der 1. FC Magdeburg legten am 21. Spieltag der 2. Bundesliga jedoch noch einen drauf. Der FCM feierte im Sportpark Ronhof nicht nur einen immens wichtigen Sieg im Abstiegskampf, sondern revanchierte sich auch für die Niederlage im Hinspiel. Denn am vierten Spieltag entführte das Kleeblatt alle drei Punkte aus Magdeburg – mit einem 5:4.

Kurz nach Saisonbeginn nahm das erste Spektakel seinen Lauf. Magdeburgs Alexander Ahl-Holmström egalisierte jeweils die ersten beiden Führungen der Fürther, die daraufhin jedoch durch Noel Futkeu und Felix Klaus auf 4:2 davonzogen. Die Gastgeber aus Magdeburg waren zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt, weil Alexander Nollenberger mit Gelb-Rot vom Platz musste. Trotzdem kam der FCM durch Rayan Ghrieb zum Anschluss und durch Noah Pesch in der Nachspielzeit tatsächlich zum Ausgleich. Die letzte Pointe gebührte allerdings den Gästen, Marco John gelang in der neunten Minute der Nachspielzeit der Siegtreffer.

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Foto: Getty Images

Beim Wiedersehen am 21. Spieltag war das Ergebnis zwar das gleiche, der Spielverlauf jedoch ein anderer. Fürth war inzwischen auf den 18. Tabellenplatz abgerutscht und lag gegen Petrik Sanders Magdeburger schon nach 33 Minuten mit 1:5 zurück. Zwar verkürzten Doni Arifi und Jan Elvedi jeweils nach einer Ecke noch vor der Pause, mehr als das 4:5 durch Sayfallah Ltaief war im zweiten Durchgang jedoch nicht mehr drin.

Magdeburg beendete die Saison schließlich als 14. Fürth verließ den letzten Tabellenplatz im restlichen Saisonverlauf und rettete sich am letzten Spieltag in die Relegation.

Düsseldorf-Drama im Sportpark Ronhof

Und wie! Im direkten Duell mit der Fortuna aus Düsseldorf war klar: Ein Sieg ist Pflicht. Dabei musste das Kleeblatt mit drei Toren Unterschied gewinnen, um am direkten Gegner vorbeizuziehen und nicht auf Schützenhilfe angewiesen zu sein. Dank einer fulminanten Anfangsphase sollte das Wunder tatsächlich gelingen.

Im Mittelpunkt stand dabei ausgerechnet Ex-Fortune Felix Klaus. Der Routinier erzielte das 1:0 in der 2. Minute selbst und erzwang wenig später ein Eigentor von Elias Egouli. Noel Futkeu krönte sich noch vor der Pause mit seinem 19. Saisontor zum Torschützenkönig der 2. Bundesliga.

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Foto: Getty Images

Am Ende fehlte Fürth nur ein Tor, um sogar noch auf Platz 15 zu springen. So geht es nun in der Relegation gegen Rot-Weiß Essen. Düsseldorf war dagegen völlig überrumpelt und musste trotz der deutlich besseren Ausgangslage den bitteren Gang in die 3. Liga antreten.

Schalkes wichtigster Schritt in Richtung Bundesliga

Es gibt in jeder Saison diese Spiele, die zwar rechnerisch noch nicht für eine Entscheidung sorgen, aber trotzdem eine Spielzeit in eine gewisse Richtung lenken. Der 3:2-Auswärtssieg des FC Schalke 04 beim SC Paderborn am 31. Spieltag war ein solches Spiel.

Im Duell des Tabellenzweiten gegen den -ersten lag der SCP schon nach 26 Minuten dank Laurin Curda und Stefano Marino mit 2:0 in Führung. Damit wären die Ostwestfalen am Spitzenreiter aus dem Ruhrgebiet vorbeigezogen und hätten wohl für Zweifel gesorgt, ob S04 tatsächlich bereit ist für den Sprung in die Bundesliga.

Doch es kam anders. Noch vor der Pause glichen die Winterzugänge Dejan Ljubicic und Adil Aouchiche für die Knappen aus. Sieben Minuten vor dem Ende der Partie machte erneut Ljubicic die Aufholjagd perfekt. Schalke distanzierte den Verfolger dadurch auf sechs Punkte. „Wir lassen uns das nicht mehr nehmen“, kündigte Trainer Miron Muslic, der das Thema Aufstieg bis dahin stets konsequent umschifft hatte, selbstbewusst an. Gesagt, getan. Zwei Wochen später stand der Wiederaufstieg auch rechnerisch fest.

Dresdens Initialzündung gegen desolate Preußen

Auch am anderen Ende der Tabelle gibt es diese prägenden Spiele. Bei Dynamo Dresden dürfte es nach dem 6:0 über den direkten Konkurrenten aus Münster keinen Zweifel mehr gegeben haben, dass man die Klasse halten wird. Nach der Hinrunde war Dynamo noch mit 13 Punkten Tabellenletzter, zeigte aber schon in den Wochen vor dem Schützenfest gegen Preußen Münster eine klar aufsteigende Tendenz.

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Foto: IMAGO

Vor heimischer Kulisse sorgte die SGD früh für klare Verhältnisse. Münster kam mit dem Druck der selbstbewusst aufspielenden Gastgeber nicht zurecht und lag nach Ben Bobziens Doppelpack und einem Konter durch Niklas Hauptmann bereits deutlich zurück. Auch im zweiten Durchgang blieb Dresden auf dem Gaspedal und machte – angeführt vom herausragenden Kapitän Hauptmann – das halbe Dutzend voll. Nach seinen zwei Vorlagen für Bobzien schnürte der Spielführer auch selbst den Doppelpack, ehe Vincent Vermeij und Jason Ceka das Ergebnis in die Höhe trieben.

Durch den Kantersieg sprang Dresden auf den zwölften Rang und distanzierte die Abstiegsplätze auf drei Punkte. Zwar sorgten im weiteren Saisonverlauf Niederlagen gegen Düsseldorf und Eintracht Braunschweig dafür, dass man sich erst am letzten Spieltag endgültig retten konnte, wirklich in Gefahr geriet der Klassenerhalt im Schlussspurt jedoch nicht mehr. Als viertbestes Team der Rückrunde schloss der Aufsteiger die Saison auf Platz elf ab.

Tor-Derby in Ostwestfalen

Mit dem Aufstieg der Bielefelder Arminia kehrte auch das Ostwestfalenderby in die 2. Bundesliga zurück. Am 9. Spieltag standen sich der SC Paderborn und Bielefeld in der Home Deluxe Arena gegenüber und lieferten sich beim 4:3-Sieg der Hausherren ein mitreißendes Duell.

Führungswechsel, drei Elfmeter, viele gelbe Karten – das Tor-Festival hatte über die gesamten 90 Minuten einen hohen Unterhaltungswert. Der stieg schon in der Anfangsphase steil an. Nach Chancen auf beiden Seiten verursachte Mattes Hansen gegen Monju Momuluh einen Strafstoß, den Joel Grodowski nach einer Viertelstunde zur Führung für die Arminia versenkte. Als Mika Baur zehn Minuten später ausglich, stellte Momuluh den alten Abstand postwendend wieder her.

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Foto: IMAGO

Nach der Halbzeitpause hatte sich der Aufsteiger aber offenbar irgendwo in den (überschaubaren) Katakomben in Paderborn verirrt. Zumindest erinnert die Mannschaft, die aus der Kabine kam, nur noch entfernt an die, die in den ersten 45 Minuten stark aufgespielt hatte. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff glich Steffen Tigges zum 2:2 aus, kurz darauf drehte Filip Bilbija das Derby per Elfmeter.

Erst nach Tigges zweitem Treffer in der 62. Minute erwachte Bielefeld aus dem Tiefschlaf und kam durch Tim Handwerker zum Anschlusstreffer. Mehr war aber nicht mehr drin für den Pokalfinalisten von 2025, der SC Paderborn feierte den ersten Erfolg im Ostwestfalenderby seit 2014. Ein wichtiger Sieg auf dem Weg in Richtung Relegation. Dort wartet nun der VfL Wolfsburg auf das Team von Ralf Kettemann.

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