Miasanrot
·14 gennaio 2026
Trotz Fehlstart! FC Bayern auch beim 1. FC Köln siegreich

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·14 gennaio 2026

Im letzten Spiel der Vorrunde blieb der Bayern weiter erfolgreich. Nach einer unsicheren ersten Halbzeit, drehte man die Partie in der zweiten Hälfte und gewann mit 3:1.
Zum Abschluss der Vorrunde konnte der FC Bayern mit dem 3:1 Sieg in Köln die beste Vorrunde der Bundesliga-Geschichte abschließen. Im Vergleich zum deutlichen 8:1-Erfolg gegen Wolfsburg nahm Bayern-Trainer Vincent Kompany vier Wechsel in der Startelf vor.
Für den verletzten Josip Stanišić (Kapselverletzung) sowie Dayot Upamecano, Tom Bischof und Lennart Karl (die zunächst auf der Bank saßen) rückten Hiroki Ito, Minjae Kim, Leon Goretzka und Serge Gnabry in die Anfangsformation.
Die erste Halbzeit in Köln war von einer zehnminütigen Unterbrechung geprägt, da dichter Pyrorauch die Sicht und die VAR-Technik massiv einschränkte. Der FC Bayern tat sich nach dem Wiederbeginn schwer. Insbesondere Michael Olise wirkte unkonzentriert und leistete sich drei leichtsinnige Fehlpässe ohne gegnerischen Druck. Trotz zunehmender bayerischer Dominanz und vergebener Halb-Chancen durch Ito und Olise ging jedoch der Außenseiter in Führung: Linton Maina nutzte einen Ballverlust von Serge Gnabry in der 41. Minute zu einem entschlossenen Solo und erzielte das 1:0.
In der elfminütigen Nachspielzeit reagierte der Rekordmeister. Nach einem schnellen Abwurf von Manuel Neuer schaltete Michael Olise blitzschnell um und bediente Gnabry, der seinen Fehler ausbügelte. Aus spitzem Winkel traf der Nationalspieler technisch höchst beeindruckend via Lattenunterkante zum 1:1-Pausenstand (45.+5) und korrigierte damit noch vor dem Halbzeitpfiff den bayerischen Fehltritt.
Die zweite Hälfte begann mit einer Schrecksekunde für die Bayern, als sich Hiroki Ito am Knie verletzte, nach einer kurzen Behandlung jedoch weiterspielen konnte. In der Folge dominierte der Rekordmeister die Partie mit viel Ballbesitz, während Köln durch Jakub Kaminski gefährliche Nadelstiche setzte. In der 56. Minute verhinderte Min-jae Kim mit einem starken Laufduell eine Großchance der Hausherren, kurz darauf parierte Manuel Neuer einen Distanzschuss von Kaminski.
Nach einer Reihe von Wechseln auf beiden Seiten übernahm der FC Bayern in der Schlussphase die volle Kontrolle. In der 71. Minute erzielte Min-jae Kim nach einer Kopfballvorlage von Ito die 2:1-Führung. Trotz aufmüpfiger Kölner, die sich nicht geschlagen gaben, sorgte der eingewechselte Lennart Karl in der 84. Minute für die Entscheidung: Nach Vorarbeit von Harry Kane und Luis Díaz traf er überlegt zum 3:1-Endstand. In den Schlussminuten verwalteten die Münchner das Ergebnis souverän und sicherten sich die drei Punkte.
Beim Gastspiel in Köln präsentierte sich der Rekordmeister in der Anfangsphase ungewohnt unsauber. Vor allem Michael Olise wirkte leichtsinnig und unkonzentriert: In der 15. Minute leistete er sich einen riskanten Fehlpass nahe der Mittellinie, der bezeichnend für die mangelnde Konzentration der Münchener nach der langen Nebel-Unterbrechung stand.
Es war einer von insgesamt drei leichtsinnigen Fehlpässen des Franzosen in der Anfangsphase. Auffällig war dabei, dass diese Patzer ohne nennenswerten Druck der Kölner zustande kamen. Der „Effzeh“ musste oft gar nicht aktiv stören, um in Ballbesitz zu kommen oder Umschaltmomente zu bekommen. Auch Konrad Laimer war nicht in der Form, die wir schon in der Vorrunde gesehen hatten.
Der Motor stotterte am Anfang gehörig und das sollte sich noch auswirken. Die unnötigen Ballverluste im Mittelfeld, wie auch schon unmittelbar zu Beginn der Partie in der 1. Minute, luden den Gegner immer wieder zu gefährlichen Umschaltmomenten ein und offenbarten eine Anfälligkeit, die dem Rekordmeister in dieser Form nicht passieren darf.
Nach einem weiteren Ballverlust von Serge Gnabry konterte der FC und prompt fiel das 1:0 bei dem auch Manuel Neuer nicht zu 100% konzentriert wirkte. Erneut war es also eine erste Halbzeit, die irgendwie nicht überzeugend war, auch wenn man in der Lage war, das Spiel zu drehen.
Min-jae Kim avancierte beim knappen Auswärtssieg des FC Bayern in Köln zu einem der entscheidenden Akteure an beiden Enden des Spielfelds. Bereits in der ersten Spielminute verhinderte er einen frühen Rückstand, als er den heranstürmenden Saïd El Mala im Strafraum entscheidend störte.
Auch im weiteren Verlauf der Partie glänzte der Südkoreaner durch seine Schnelligkeit: In der 56. Minute lief er den enteilten Jakub Kaminski mit einem beeindruckenden Sprint sauber ab und klärte die Situation am eigenen Sechzehner.
Seinen wichtigsten Moment feierte der Innenverteidiger jedoch in der 71. Minute in der Offensive. Nach einer Kopfballablage von Hiroki Ito lauerte Kim goldrichtig im Torraum und köpfte aus kurzer Distanz zum 2:1-Siegtreffer ein. So kann Kim neben Jonathan Tah und Dayot Upamecano zur absolut zuverlässigen Alternative werden, die in den weiteren Spielen noch von Wichtigkeit sein wird.
In Abwesenheit von Joshua Kimmich übernahm Aleksandar Pavlović im 4-2-3-1-System eine zentrale Rolle im defensiven Mittelfeld diesmal an der Seite von Leon Goretzka. Während das gewohnte Duo Kimmich/Pavlović meist durch eine klare Aufteilung in einen tiefen Spielgestalter (Kimmich) und einen mobileren Achter geprägt ist, verschob sich die Dynamik in diesem Spiel spürbar.
Pavlović agierte als der primäre Ankerpunkt vor der Abwehrkette, der für die nötige Balance und Ruhe im Aufbau sorgte, was angesichts der frühen Kölner Konter und der zeitweisen Dominanz von 75 % Ballbesitz essenziell war. Dabei ließen sich auch Harry Kane und Serge Gnabry immer wieder neben ihn fallen, um am Aufbau beteiligt zu sein.
Leon Goretzka interpretierte seine Rolle im Vergleich dazu erwartungsgemäß deutlich physischer und offensiver, was unter anderem durch seinen recht spektakulären Seitfallzieher kurz vor der Pause deutlich wurde.
Durch diese Konstellation fehlte zwar Kimmichs charakteristische Fähigkeit, das Spiel mit langen Chip-Bällen aus dem Halbfeld zu beschleunigen, doch Pavlović kompensierte dies durch ein sehr sauberes und vertikales Flachpassspiel.
Er war dabei der Spieler mit den meisten Ballkontakten (109) und einer herausragenden Passquote von 94%. Eine super Leistung!
Trotz des nicht perfekten Spiels in Köln, blickt der FC Bayern München unter Vincent Kompany auf eine Hinserie der Superlative zurück und steuert mit Riesenschritten auf die 35. Meisterschaft zu. Besonders die offensive Durchschlagskraft hat dabei historische Ausmaße angenommen:
Mit 66 Toren nach 17 Spielen haben die Bayern den bisherigen Bundesliga-Bestwert förmlich pulverisiert und dabei in jedem der letzten 25 Ligaspiele mindestens doppelt getroffen, eine laufende Rekordserie.
Auch die Punkte-Bilanz ist beeindruckend, denn mit aktuell 47 Zählern liegt der FCB auf der Marke der legendären Rekordsaison 2013/14 (47 Punkte am 17. Spieltag). Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hat natürlich der „Kane-Faktor“, denn Harry Kane liegt mit 20 Saisontoren auf dem Kurs von Robert Lewandowskis historischer 41-Tore-Marke (mit leichtem Rückstand). Überhaupt war Harry Kane auch heute wieder ein Musterbeispiel für seine Vielseitigkeit und Flexibilität.
Trotz kleinerer Nachlässigkeiten im Spiel heute und verletzungsbedingter Ausfälle wichtiger Stützen wie Joshua Kimmich oder Jamal Musiala scheint die Mannschaft in der Bundesliga derzeit nahezu konkurrenzlos zu sein. Die große Spannung bleibt, ob sich der FC Bayern auch international so souverän durchsetzen wird.









































