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·24 maggio 2026
Türkischer TV-Mogul Acun Ilicali erfüllt sich Traum: Hull City steigt sensationell in die Premier League auf

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·24 maggio 2026

Ein historischer und hochemotionaler Abend im ehrwürdigen Londoner Wembley-Stadion lässt die Verantwortlichen und eine ganze Nation im Freudentaumel versinken. Hull City, im Besitz des türkischen TV-Moguls Acun Ilicali, besiegte den FC Middlesbrough im Championship-Playoff-Finale mit 1:0 und stieg in die Premier League auf. Zuvor hatten sich bereits Coventry City und Ipswich Town, die die ersten beiden Plätze in der Championship belegten, direkt für die Premier League qualifiziert. Das alles entscheidende Duell in Wembley entwickelte sich zu einer nervenzerreibenden Abwehrschlacht, die erst auf den allerletzten Drücker ihr dramatisches Ende fand. Der schottische Angreifer Oliver McBurnie erzielte im Endspiel in der 90.+5 Minute den Siegtreffer für Hull City, was den endgültigen Ausnahmezustand auf den Zuschauerrängen auslöste. Nach einer langen Durststrecke von insgesamt neun Jahren kehrt der Traditionsverein damit endlich wieder in das absolute Oberhaus des englischen Fußballs zurück.
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Direkt nach dem historischen Triumph und dem offiziellen Einzug ins Fußball-Paradies zeigte sich der türkische Medienmogul und Vereinseigner tief bewegt von den Ereignissen auf dem Rasen. In einer ersten emotionalen Stellungnahme in der Live-Übertragung von TRT Spor verriet der sichtlich überwältigte Geschäftsmann, dass er den Tränen extrem nahe gewesen sei. Er betonte das riesige Glück und die unzähligen Nachrichten aus der Heimat, wo die Menschen ununterbrochen mitgefiebert hätten. Einen solchen Stolz habe er noch nie in seinem Leben erlebt, da dies eine absolute Premiere für ihn sei. Auf die sportliche Zukunft und die schwere Bürde eines Klubs in der wohl stärksten Liga der Welt angesprochen, gab sich der Vereinschef betont demütig. Er erklärte offen, dass er auf diese Frage noch gar nicht richtig vorbereitet sei, da er den Klub schließlich erst vor einer Stunde in der englischen Eliteklasse wisse. Vielmehr genieße er den Augenblick des heutigen Erfolges. In der Kabine herrschte derweil absolute Ekstase. Die Mannschaft habe ihn mit ihren Worten unendlich glücklich gemacht, da er sie das ganze Jahr über bedingungslos unterstützt habe und die Spieler diese Rückendeckung nun auf dem Platz mit aller Macht zurückgezahlt hätten. Gleichzeitig schilderte er die enorme Last, die auf den Schultern eines Klubchefs laste. Man könne das Spiel mit einer solchen Verantwortung niemals in vollen Zügen wie ein normaler Amateurfan genießen, da man für eine gesamte Stadt verantwortlich sei und dies keine einfachen Aufgaben darstelle. Für die kommende Saison steckte er die Ziele bereits realistisch ab. Man wolle zuerst um jeden Preis in der Premier League bleiben, da das Überleben im ersten Jahr das Budget massiv steigere und spätere Kämpfe erheblich erleichtere.

Foto: IHA
Neben dem sportlichen Erfolg sorgte eine scharfe verbale Spitze des Hull-City-Eigentümers im Fernsehstudio für eine absolut skurrile Situation. Der Klubchef kritisierte die Entscheidung der schottischen Verbandsverantwortlichen, den Aufstiegshelden Oliver McBurnie nicht für das anstehende große Nationalmannschafts-Turnier berücksichtigt zu haben, aufs Schärfste. Er schimpfte vehement über die Schotten und warf ihnen bezüglich der Nichtberücksichtigung des Angreifers sportlichen Wahnsinn vor. Man habe die Qualitäten des Mannes völlig verkannt, der mit seinen Toren und Vorlagen die Konkurrenz im Sturm komplett in den Schatten gestellt habe. In diesem Zusammenhang zog er einen direkten, lobenden Vergleich zum Trainer der türkischen Auswahl. Er erklärte wortwörtlich, dass man Vincenzo Montella für seine weitsichtigen Personalentscheidungen in der Türkei im Vergleich dazu die Hände küssen müsse, da dort solche gravierenden Fehler nicht passieren würden. Diese unerwartete Aussage sorgte bei den Moderatoren und Experten im Studio für ungläubige Reaktionen wie „Ooo“ und „Fein“. Zum Abschluss verriet er schmunzelnd noch ein internes Gespräch mit seinem schottischen Torschützen. Er habe dem Stürmer spaßeshalber vorgeschlagen, nach dieser Missachtung einfach Türke zu werden, woraufhin der Angreifer scherzhaft antwortete, dass die Idee zwar schön sei, ihm dazu aber leider der passende Reisepass fehle.

Foto: IHA
Der dramatische Last-Minute-Treffer im Londoner Wembley-Stadion sorgt unterdessen auch im fernen Trabzon für funkelnde Augen und ein fettes Plus auf den Vereinskonten. Hull City wird Trabzonspor nach diesem Sieg bezahlen, da im Rahmen des Transfers von Mittelfeldstar Abdülkadir Ömür im Februar 2024 erfolgsabhängige Bonuszahlungen vereinbart worden waren. Der ursprüngliche Wechsel des Spielers wurde damals für eine feste Ablösesumme von fünf Millionen Euro abgewickelt. Im Vertragswerk verankerten die findigen Manager der Bordeaux-Blauen jedoch clevere Klauseln für den Erfolgsfall. Die Vereinbarung umfasste detailliert festgeschriebene Zusatzzahlungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro, die im Falle eines Aufstiegs in die Premier League sowie für zukünftige Weiterverkäufe an die Partner fällig werden. Hull City wird die 2,5 Millionen Euro für die vertraglichen Vereinbarungen zahlen, wodurch der türkische Spitzenklub am Schwarzen Meer ohne eigenes Zutun ein enormes finanzielles Zubrot verbuchen kann.
Der finanzielle Triumph, den die Tigers mit dem Erfolg in der Nachspielzeit perfekt gemacht haben, sprengt jegliche Dimensionen des kontinentalen Fußballs und füllt die Klubkassen bis zum Rand. Hull City, das das Premier-League-Visum mit dem historischen Tor in der 90.+5 Minute erhielt, wurde Erwerber eines echten Vermögens. Als Belohnung für den Sieg im wohl teuersten Einzelspiel der Sportwelt gewann Hull City als Anerkennung für den Aufstieg in die Premier League mindestens 215 Millionen Pfund Sterling (ca. 253,7 Mio. Euro). Zu diesem garantierten Sockelbetrag gesellt sich ein gigantischer Anteil am gigantischen, nationalen TV-Vertrag der Engländer, der über die kommenden vier Spielzeiten ein Gesamtvolumen von atemberaubenden 6,7 Milliarden Pfund Sterling besitzt. Zudem erhalten die siegreichen Teams im Wembley-Stadion zusätzliche zentrale Geschäftsgebühren, Einrichtungsgebühren sowie leistungsorientierte Erfolgszahlungen der Liga.
Ein Blick auf die offizielle historische Rangliste der Playoff-Gewinner der vergangenen 21 Jahre verdeutlicht die rasante finanzielle Explosion des englischen Fußballs:







































