DFB-Frauen
·10 luglio 2026
U 19-Frauen unterliegen Spanien im EM-Finale

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·10 luglio 2026

Die deutsche U 19-Nationalmannschaft der Frauen hat den siebten EM-Titel knapp verpasst: Im Finale der UEFA Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina unterlag die Mannschaft von Cheftrainerin Melanie Behringer Spanien mit 0:1 (0:0). Im Stadion Grbavica in Sarajevo reichte es für die DFB-Auswahl nicht zum ersten EM-Titel seit 15 Jahren. Spaniens Kapitänin Irune Dorado gelang in der 60. Minute der Siegtreffer.
"Natürlich überwiegt im Moment die Traurigkeit, aber wir sind unheimlich stolz auf die Mannschaft", sagte Melanie Behringer nach dem Abpfiff. "Nach einer schwierigen Quali-Runde mit starken Gegnern und dem ein oder anderen Ausfall haben die Mädels ein überragendes Turnier gespielt. Trotz der Belastung haben sie bis zum Schluss alles gegeben. Die Silbermedaille ist ein großer Erfolg, und ich bin überzeugt, dass die Spielerinnen an diesem Turnier wachsen und viel Positives für die Zukunft mitnehmen werden."
"Wir sind gerade am Anfang richtig gut gestartet, hatten dann mit dem Eckball auch direkt eine große Möglichkeit, die wir leider nicht nutzen konnten", resümierte Torhüterin Janne Krumme. "Spanien hat danach besser ins Spiel gefunden und wir sind nicht mehr gefährlich vors Tor gekommen. Dennoch war es für uns alle ein sehr besonderes Turnier. Ich freue mich natürlich, dass ich mit guten Leistungen der Mannschaft helfen konnte. Aber ich glaube, dass jede Einzelne von uns hier ihr Bestes gegeben hat, wir als Team richtig gut funktioniert haben und auch zu Recht im Finale standen. Wir haben alles gegeben."
Gegen die Ibererinnen, die bereits Gegner im letzten EM-Finale der U 19 im Jahr 2023 waren (2:3 i. E.), wechselte Behringer im Vergleich zum 1:0-Halbfinalerfolg gegen die Österreicherinnen auf zwei Positionen. Leonie Köpp, die für Paula Rintzner startete, sollte offensiv für Furore sorgen und die im Halbfinale gelbgesperrte Luzie Zähringer rückte für Mia-Lena Maas wieder in die Dreierkette - die Kapitänin war zurück!
Die 408 Zuschauer*innen sahen eine deutsche Mannschaft, die sofort Druck machte: Laila Portella setzte aus 18 Metern einen ersten Abschluss auf Tor (3.), und Felicia Sträßer kam nach einer Ecke im Fünfer gefährlich zum Kopfball (5.), doch Laia López im spanischen Tor verhinderte beide Male die frühe deutsche Führung. Beide Teams spielten mit offenem Visier, versuchten das Spiel schnell zu machen und die gegnerische Abwehrkette zu durchbrechen. Janne Krumme im deutschen Tor vereitelte die erste spanische Chance, als sie aus dem Tor eilte und sich das Spielgerät schnappte, bevor Celia Segura frei im deutschen Strafraum zum Abschluss kommen konnte (9.).
Mit langen und präzisen Zuspielen in den Lauf, gerade über die rechte Seite, schafften es die Spanierinnen immer wieder, die deutsche Dreierkette zu überwinden. Elena Gurtubay verfehlte das Tor knapp (17.) und scheiterte kurz darauf an Krumme - beide Male aus halbrechter Position. Krumme verhinderte kurz darauf wieder die spanische Führung, als Rosalia Dominguez die Frankfurterin aus kurzer Distanz prüfte (20.). Die DFB-Auswahl musste sich einmal schütteln und defensiv neu sortieren - die Trinkpause kam zur rechten Zeit.
Spanien wurde aber immer stärker: Bei deutschem Ballbesitz jagte das Team von Trainer David Aznar im Vollsprint auf die Ballführende zu - auch auf DFB-Keeperin Krumme - und gelangte dadurch immer wieder in aussichtsreicher Position an den Ball. Viele scharfe Flanken fingen die deutsche Verteidigung ab und verhinderten so größere Torchancen. Alba Cerrato (38.) und Rosalía (44.), beide im Sechzehner bedient, verpassten es zweimal, die Spanierinnen noch vor der Halbzeit in Führung zu bringen - es blieb beim 0:0 zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel kam Paula Rintzner für Laila Portella in die Partie. Die U 19 stabilisierte sich und konnte sich auch mal wieder in der spanischen Spielhälfte festsetzen. Lenelotte Müller versuchte es dann mal mit einem Freistoß aus dem Halbfeld. Die Stuttgarterin fand aber keinen Abnehmer (50.). Auch Spanien blieb unverändert gefährlich: Erst rauschte Cerratos Schuss knapp übers deutsche Tor (51.), und bei Gurtubays Schuss aus 16 Metern war Krumme wieder zur Stelle (54.).
Die anfängliche Stabilität der U 19-Frauen schwand im weiteren Spielverlauf wieder: Das DFB-Team verlor zu viele Bälle und wurde von den Spanierinnen wieder tief in die eigene Hälfte gedrückt. Behringer versuchte daraufhin, einen neuen Impuls zu setzen, und brachte Leni Eggert für Sträßer. Doch Spanien blieb zwingender und traf dann auch: Bei einer Ecke schlich sich Kapitänin Irune Dorado von hinten an und bugsierte den Ball im Getümmel zum 1:0 ins deutsche Tor (60.). Doch Deutschland blieb kämpferisch, arrangierte sich mit der Situation und kämpfte sich wieder in das EM-Finale.
Über die linke Seite setzte sich die auffällige Rosalía wieder einmal im Dribbling durch, scheiterte dann aber an Krumme (75.). Krumme war immer wieder zur Stelle und hielt Deutschland im Spiel, während in der Offensive häufig die letzte Präzision fehlte. Behringer brachte Tessa Zimmermann - die Matchwinnerin aus dem Halbfinale -, Mia-Lena Maas und Elira Terakaj für Emma Memminger, Helen Börner und Leonie Köpp. Zimmermann sorgte gleich für Torgefahr, konnte den Ball nach Freistoß-Vorlage aber nicht zum Ausgleich an López vorbeidrücken (81.).
Für die U 19-Frauen war es nun ein Spiel gegen die Zeit. Sie kämpften, warfen sich in die Bälle und versuchten auch in der Nachspielzeit, den Ball noch einmal gefährlich vor das spanische Tor zu bekommen. Aber vergebens - Deutschland schaffte es nicht, sich in die Verlängerung zu retten. Es blieb beim 0:1, und Spanien krönte sich zum fünften Mal in Folge zum U 19-Europameister.







































